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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Bericht des Dr. Fichet.

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und Petrus zum Grabe Christi gingen, und wie Petrus, obwohl erzuletzt anlangte, doch zuerst hineinstieg, so sei auch Schöffer, obgleicher zuletzt zur Eafindung der Buchdruckerkunst gekommen sei, doch zugrösserer Meisterschaft gelangt.

IX.

Am klarsten hat sich der oben erwähnte Guillaume Fichet ineinem vor kurzem von dem Baseler Bibliothekar Dr. L. Sieber auf-gefundenen gedruckten und vom I. Januar (1472) datierten Briefean Robert Gaguin ausgesprochen. Derselbe lautet;

GVJLLERMVS fichetus Parisiensistheologus doctor Roberto Gaguino, uirodoctissimo salutem; . . .

Praetereo quae de galliae hyspaniae-que praestantia soluta oratione scripsisti.Non enim est huius temporis, de tuisstudiis praesertim ad te scribere. Destudiorum humanitatis restitutione lo-quor. Quibus (quantum ipse coniecturacapio) magnum lumen nouorum libra-riorum genus attulit, quos nostra me-moria (sicut quondam equus troianus)quoquo uersus effudit germania. Feruntenim illic, haut procul a ciuitate Ma-guncia, Joannem quendem fuisse, cuicognomen bonemontano, qui primusomnium impressoriam artem excogita-uerit, qua non calamo (ut prisci quidemilli) neque penna (ut nos fingimus) sedaereis litteris libri finguntur et quidemexpedite, polite et pulchre. Dignus sanehic uir fuit, quem omnes musae, oranesartes, omnesque eorum linguae, quilibris delectantur diuinis laudibus or-nent, eoque magis dis deabusque ante-ponant. quo proprius ac praesentius lit-teris ipsis, ac studiosis hominibus, suffra-gium tulit. Si quidem deificantur Uberet alma ceres, ille quippe dona liei in-uenit, poculaque inuentis acheloia miscuituitis, haec chaoniam pingui glandemmutavit arista. Atque (ut poeta utamur

Wilhelm Fichet aus Paris, der Theo-logie Doctor, (sendet) dem Robert Gaguin,dem sehr geehrten Mann, seinen Gruss.

Ich übergehe, was du über Frank-reichs und Spaniens Vorzüge in freierRede geschrieben hast. Denn jetzt istes nicht an der Zeit, von deinen Studienbesonders an dich zu schreiben. Vonder Wiederherstellung der humanisti-schen Studien möchte ich sprechen.Diesen hat (soviel ich selbst durch Ver-muthung begreife) grossen Glanz eineneue Art Buchhändler verliehen, welcheunseres Erinnerns (gleich wie einst dastrojanische Pferd) nach allen Seiten hinDeutschland ausgeschüttet hat. Dort, er-zählt man nämlich, nicht weit von derStadt Mainz sei ein gewisser Johannes, mitdem Beinamen Gutenberg, gewesen, derals der erste von allen die Buchdrucker-kunst ausgedacht habe, wodurch nichtmit dem Rohre (wie ja einst die Altenthaten), auch nicht mit der Feder (wiewir jetzt thun), sondern mit aus Erzgefertigten Buchstaben die Bücher ge-bildet werden, und zwar schnell, ge-fällig und schön. Fürwahr, dieser Mannwar würdig, dass ihn alle Musen, alleKünste und alle Zungen derer, die sichan Büchern erfreuen, mit göttlichenLobsprüchen ehren und ihn den Götternund Göttinnen desto mehr vorziehen, je