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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Peter Schöffers Zeugnis.

Man glaubt, dass Gutenberg der Drucker dieses Buches sei,welches der Abt Trithemius für einen Holztafeldruck gehalten hat;wenn sich jedoch das »hohe Geisteslicht« nicht auf die Erfindung,sondern auf den Erfinder bezieht, so ist kaum anzunehmen, dass derErfinder sich selbst derart gelobt habe, und eher wahrscheinlich, dasser von einem Anderen gefeiert worden ist. Dass dieser Andere wederFust noch Schöffer war, ist sicher, denn die Typen des Katholikonkommen in keinem Drucke dieser Männer vor, wohl aber in dem vonHeinrich Bechtermünze begonnenen und von Nikolaus Bechtermünzeund Wiegand Spiess 1467 beendeten Vocabularium. Daraus folgt abernicht, dass Gutenberg selbst das Buch gedruckt hat, es kann auch vonseinen Verwandten und Schülern gedruckt worden sein (siehe S. 63).

VIII.

Im Jahre 1468 druckte Peter Schöffer ( nach Fusts Tode) in denSchlussworten zu Justinians Institutionen:

Hos dedit eximios sculpe«di in arte m</-gis/ros

Cui placr/ en mactos arte sagire virosQuos genuit ambos vrbs maguwtina io-h«»«es

Libror«/« insignes prothocaragmaticosCum quibwr optatu« petrus venit ad

poliandru/«Cursu posterior introeuwdo priorQuippe quib;*r prostat sculpewdi legesagitus

A solo dante lume« et ingeniuwRatio queq«r suu/« poterit reperire ca-ragma

Derjenige, welchem es gefällt, die durchKunstfertigkeit glücklich zu preisendenMänneraufzuspüren, hat jene ausgezeich-neten Männer in der Kunst zu schnitzengesandt, jene beiden in der Stadt Mainzgeborenen Johannes nämlich, die be-rühmten ersten Buchdrucker, mit wel-chen Peter zu der ersehnten Grabstättekam, der zwar später anlangte, alleindennoch zuerst hineinging, da er vondem, welcher allein Licht und Verstandgibt, mit Einsicht begabt, denselben inder Verfahrungsweise des Schnitzensüberlegen ist.

Seine Kunst des Schnitzens hatte Peter Schöffer, ohne seinenNamen zu nennen, im Psalter (durch die Schönheit der Hauptbuch-staben geschmückt) und im Donat (mit seinen Hauptbuchstaben, sieheS. 34) gerühmt. Dass Schöffer hier einen zweiten Johannes nennt,während im Psalter nur Johann Fust neben ihm vorkommt, beweistunzweifelhaft, dass Johann Gutenberg gemeint ist; die Anspielung aufdas Grab bezieht sich auf die biblische Erzählung, dass Johannes