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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
Seite
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Schlussschrift des Katholikon. gg

rufen wurden, um hier Bücher zu drucken, Nikolaus Jenson in Gesell-schaft des Johann von Cöln 1470 seine Druckwerkstätte in Venedigaufschlug; seltsamer ist noch, dass man in der Zeit von 14581470kein gedrucktes Werk des Jenson kennt, der doch wahrlich nichtUrsache hatte, sein Licht unter den Scheffel zu stellen oder als Gehilfein einer Druckerei zu arbeiten. Man kann sich des Verdachtes nichterwehren, dass obige Nachricht von einem Franzosen stammt, welcherin dem berühmten Jenson einen Landsmann entdeckte, dessen Namevielleicht unter den Münzmeistern vorkam; aber es fehlte jeder Beweg-grund, eine falsche Nachricht zu erfinden, denn dass die Buchdrucker-kunst von Deutschland nach Frankreich kam, gesteht auch diese Nach-richt zu, und in dieser Beziehung ist es gleichgiltig, ob ein Franzosesie bei Gutenberg erlernte, oder ob deutsche Buchdrucker nach Parisgerufen wurden, sie dort einzuführen. Ist die Nachricht echt, so zeigtsie eine bemerkenswerte Beziehung zwischen der Mainzer Münze,welche dem Wechslerssohn den Gedanken der Buchdruckerkunst ein-gab, und der französischen Münze, welche berufen wurde, den bestenMeister dieser Kunst im XV. Jahrhundert zu liefern.

Im Jahre 1460 erschien dasschrift:

Altissimi praesidio cuius nutu in-fantium linguoe fiunt disertae. Qui qucnumtro saepe pazuulis reuelat quodsapientibus celat. Hic Über egregius. ca-tholicon. do/z/inicße incarnacionis annisM cccc lx Alma in urbe maguntinanacionis inclitae germanicae. Quamdei clemencia tarn alto ingenij lumine.dono q ue gz-ötuito. caeteris terrarzz?« na-cionibus praeferre. illustrareqzze dignatusest Non calami. stili. aut pennae suffra-gio, sed mira patronarzzz« formarzzzzz queconcordia pzvporcione et modulo. im-pressus atq ue confectus est.

Formen wunderbare Uebereinstimmung,gefertigt worden.

Catholikon mit folgender Schluss-

Unter des Allerhöchsten Beistand,auf dessen Wink der Unmündigen Zun-gen beredt werden, und der oftmals denKleinen offenbart, was den Weisen erverhehlt, ist dieses vorzügliche BuchKatholikon in des Herrn MenschwerdungJahre 1460 in der edlen Stadt Mainzaus der berühmten deutschen Nation,welche Gottes Güte mit so hohem Geistes-lichte und mit Freigebigkeit den übrigenNationen des Erdkreises vorzuziehenund zu verherrlichen würdigte, nichtdurch Rohres, Griffels oder der FederHilfe, sondern durch der Patronen undVerhältnis und Ebenmass gedruckt und

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