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Eine französische Handschrift.
Chronisten, welche hörten, dass Gutenberg der Erfinder sei, unddiese Schlussschrift kannten, wurden irre und Hessen die Namen
ganz weg.
VI.
In einer Handschrift der Pariser Nationalbibliothek ausder Zeit Heinrichs II. (1547 —1559), Fonds franf. 5524, fol. I52 v undI53 r , befindet sich folgende Nachricht:
Le III!Jour doctobre mil IUI" LVIIIL edit S r roy ayant entendu que mess °Jehan guthenberg chevaMev demouranta mayence pays dallemaigne hommeadextre en tailles et caracteres de poin-cons auoit mis en lumiere L'inventionde imprimer par poincons et caracterescurieulx de tel tresor 1 e.dit S r Roy auroitmande aux gtnfraulx de ses monnoyesLuy nommer p«-sonnes bien entenduesala dite taille et pour enuoyer audit Lieusecrettement soy infformer delaoGe formeet manniere dela dite invention entendreconcevoir et apprendre Lart dicelle Aquoy feust sattisfaict auÄ* S'' et parnicolas Jenson feust entreprins tar.t L editvoyage que semblablement de parvenira Lintelligence du dit art et execufr'ondicelk au dit Royaume dont prcmier afaict debuoir du dit art dinrpression aur fitRoyaulme de france.
Am 4. October des Jahres 1458 Se.Maj. der genannte König, als er erfuhr,dass Herr Johann Guthenberg, ein Ritter,wohnhaft zu Mainz in Deutschland, undgeschickt im Schneiden und Bildenvon Punzen, ans Licht gebracht hattedie Erfindung zu drucken mit Punzenund Buchstaben, begierig nach solchwertvoller Sache, hatte Se. Maj. dergenannte König befohlen den Vorstehernseiner Münzstätten, ihm Leute namhaftzu machen, welche wohl erfahren in demerwähnten Schneiden von Punzen seien,um sie an den genannten Ort insgeheimzu senden, damit sie sich dort über dieArt und Weise genannter Erfindungerkundigen, hören, begreifen und dieseKunst lernen sollten. Hierauf wurde Se.genannte Majestät befriedigt und durchNik. Jenson die erwähnte Reise so unter-nommen, wie es geeignet schien, zur
Kenntnis dieser Kunst und zur Ausübung derselben in diesem Königreiche zu ge-langen, in welchem er als Erster diese Buchdruckerkunst im Königreiche Frank-reich ausüben sollte.
Aus dieser Handschrift scheint diese Nachricht in andere über-gegangen zu sein, die dieselbe mit geringen Aenderungen enthalten.Ob sie auch richtig ist, wissen wir allerdings nicht, denn seltsamist es, dass Jenson, welchen König Karl VII. nach Deutschland ent-sendet haben soll, um die Buchdruckerkunst in Frankreich einzu-führen, nicht nach Frankreich zurückkehrte, und dass, während Ende1469 oder anfangs 1470 die deutschen Buchdrucker Ulrich Gering,Michael Friburger und Martin Kranz von Guillaume Fichet und JohannHeynlin von Stein, beide Professoren der Sorbonne, nach Paris be-
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