Pressarbeiter.
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die Form bequem einschwärzen, sowie auch etwaige Correcturen inder Form vornehmen kann.
An der Seite der Form gegenüber der Presse befindet sich einsich in Gelenken bewegender, der Grösse der Druckform entsprechen-der Deckel von Pergament in einen eisernen Rahmen eingespannt,auf welchem der Bogen mittels Stiften (Punkturen) festgeheftet wird,so dass er genau auf die Form zu liegen kommt und eine gleichmässigeBreite der Papierränder erzielt wird. Damit aber der Papierbogen beimUmlegen des Deckels auf die Form nicht Luft fange, sich blähe undan den Ecken einknicke, befindet sich neben dem Deckel, ebenfallsdurch Gelenke befestigt, ein Rahmen, in welchem die Druckseiten aus-geschnitten sind, so dass nur die zu bedruckende Fläche frei bleibt,zugleich wird durch diesen Rahmen das Beschmutzen des Papier-randes verhütet. (In Nr. 3 ist durch einen Fehler des Zeichners dieserRahmen nicht ausgeschnitten und durchsichtig.) Es ist anzunehmen,dass alle diese Bestandtheile bereits bei der ersten Presse vorhandenwaren, die Punkturen wenigstens haben sich bereits im Katholikon von1460 vorgefunden.
Der Druck wird durch eine Schraube bewerkstelligt, welche inzwei Querbalken der Presse ruht, mittels einer kurzen Stange (Bengel)bewegt wird und den viereckigen, unten glatten Tiegel auf den Deckelder Druckform so drückt, dass die Farbe der Schrift sich auf dem aufihr liegenden Papierbogen absetzt.
Gewöhnlich arbeiteten an einer Presse zwei Arbeiter, von deneneiner schwärzte, der andere druckte. Im Gefolge Johann Luschner's,welcher 1498 in die Benedictinerabtei Montserrat bei Alcala berufenwurde, um dort mehrere Bücher zu drucken, befanden sich UlrichBelch von Ulm, welcher die Druckerschwärze machte, Ulrich vonZaragoza, welcher die Druckerschwärze auftrug, zwei Setzer, derDrucker Enrich Squirol, Johann und Justus, welche an dem Press-bengel arbeiteten, Arnoldus, welcher ebenfalls Schwärze auf die Letternbrachte u. s. w. Hiernach gedachte man zwei Pressen zu handhaben,da zwei Arbeiter am Bengel und zwei Farbauftrager vorkommen; wasthat aber Enrich Squirol, der Drucker? Jedenfalls dasselbe, was heut-zutage der Maschinenmeister thut; er Hess die Presse aufschlagen,