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Beschreibung der Presse.
solche von 1520, in Schoppers Panoplia (Darstellung der verschie-denen Gewerbe) die Abbildung einer Buchdruckerei aus dem Jahre1568, die Abbildung einer englischen Buchdruckerei des XVI. Jahr-hunderts und in L. C. Silvestres Marques typograph.iqu.es, Paris 1867,13 Abbildungen von Pressen der frühesten Zeit. Wir ersehen ausdiesen Abbildungen, dass die Buchdruckerpresse sich bis zur Hälftedes jetzigen Jahrhunderts, wo sie den eisernen Pressen, den Schnell-pressen und schliesslich der Tretpresse wich, im wesentlichen un-verändert erhalten hat, wir sehen aus den frühesten Drucken, dassdieselben nur mit einem solch vollkommenen Werkzeuge ausgeführtwerden konnten, wie dasselbe sich in den Abbildungen darstellt; jederSachverständige wird aber hieraus die Ueberzeugung gewinnen, dassdie Behauptung, die Ausführung der Buchdruckerpresse habe Guten-berg gar keine Schwierigkeit bereitet, eine ganz unhaltbare ist, dassim Gegentheil die Herstellung der hölzernen Handpresse, welche sichdurch vier Jahrhunderte fast unverändert erhalten hat, viel Nach-sinnen, viele Versuche, ungezählte Maculaturbogen und langeZeit erfordert hat.
Die Buchdruckerpresse besteht aus zwei rechteckigen Säulen(Presswänden), welche oben durch einen Querbalken (Krone) vereinigtsind. Dieser Querbalken ist durch Spreizen mit der Decke des Zimmersverbunden, um die Presse auch beim heftigen Druck ruhig zu erhalten.In halber Manneshöhe bewegt sich auf Schienen ein Karren durchdie Presswände, welcher durch eine Kurbel bewegt wird und den Stein(Fundament) trägt, auf welchen die Druckform gelegt wird. DieseDruckform kann ebensowohl eine Platte sein, als aus beweglichenTypen bestehen ; in letzterem Falle werden diese seitenweise von Holz-stegen umgeben, welche der Breite der Blattränder entsprechen; dermittelste Steg enthält Vertiefungen für die Stifte (Punkturen), an denender Bogen befestigt ist. Sämmtliche Seiten mit den Stegen, beziehungs-weise die Holztafeln, werden durch einen eisernen Rahmen mittelsSchrauben festgehalten, aber auch dieser wird auf dem Fundamenteso festgemacht (verkeilt), dass die zu bedruckende Form genau unterdem Tiegel unbeweglich zu ruhen kommt. Wie erwähnt, befindet sichder Karren in der Presse in halber Manneshöhe, damit der Drucker