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Die Erfindung der Buchdruckerkunst nach den neuesten Forschungen
Entstehung
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Zeitgenössisches Lohndes Buchdrucks.

Die Folge der Schnelligkeit des Druckens war die Verwohl-feilung der Bücher. Johann Andreas, Bischof von Aleria, schreibtin der ersten Ausgabe der Briefe des Hieronymus (Rom, 1468, ge-druckt bei Conrad Schweinheim und Andreas Pannarz) an den PapstLeo II.: »Gerade in Deiner Zeit ist zu den übrigen GnadenerweisenGottes auch dieses glückliche Geschenk für den christlichen Erdkreishinzugekommen, dass auch der Aermste für wenig Geld sich eineBibliothek erkaufen kann. Oder ist es vielleicht ein geringer RuhmDeiner Heiligkeit, dass Bände, die man sonst kaum für tausend Dukatenkaufen konnte, heute für zwanzig und weniger Goldstücke erstandenwerden und nicht wie früher voller Fehler sind?«

Da zum Drucken vieler Bogen nur eine einzige Musterform noth-wendig war, so konnte auf die Herstellung derselben eine grössereSorgfalt verwendet werden, und wir finden daher neben der Schnellig-keit und Billigkeit auch die Schönheit des Buchdrucks gelobt.Bonus Accursius schrieb an Cichus Simoneta, Mailand, am 5. Juni 1475:»Du weisst ja, dass in unserer Zeit die bekannte Kunst des Buch-drucks ans Licht getreten ist, eine wahrhaft nutzbringende und schöneKunst, da es wegen der schwierigen Preis- und Geldverhältnisse geradenicht für jederman leicht ist, sich Abschriften von Büchern zu ver-schaffen; aber wenn das, Gott sei Dank, für Dich auch kein Hindernisausmacht, so rnusst doch auch Du den Druck wegen seiner kunst-reichen Schönheit hochschätzen, und dann auch deshalb, weil dieserBuchdruck, sobald er einmal gleichsam richtig festgestellt ist, immerin derselben Weise durch alle Druckbogen fortschreitet, so dass einFehler kaum möglich ist, eine Sache, mit der es bei dem Abschreibenvon Büchern bekanntlich ganz anders zu gehen pflegt.«

Dasselbe dürfte auch in der Schlussschrift des Ivatholikon ge-meint sein, wenn von dem »wunderbaren Zusammenpassen und Gleich-mass der Patronen und Formen« die Rede ist, denn dass forma dieDruckform ist, beweist die 1474 von Lignamine gedruckte Geschichteder Päpste, worin es bei dem Jahre 1457 heisst: »Jacob, genannt Guten-berg, aus Strassburg, und ein zweiter, der Fust heisst, kundig, Buch-staben auf Pergament mit metallenen Formen {cum metallicis formis)zu drpcken, sind dadurch bekannt, dass sie zu Mainz, einer Stadt