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de,ii nebenstehenden, über ihn ausgesprochenen so günstigen Urtheile gefälligstKenntnis geben und ihm dabei meine ausrichtige Theilnahme versichern zu wollen.
(ZlloZÄU, den (9-/2. HS. UoMmum.
Li. m. Dem Seconde-Lieutenant lierrn Freiherrn von ZZborstsin zurgefälligen Kenntnisnahme ergebenst mitzuthcilen.
Kbagdeburg, den 22. Februar (3^3. Oettinger,
(K. 8.) INajor u. 2lbtheilungs-
Kommandeur.
Am 15. März 1848, also 3 Tage vor Ausbruch der Berliner Revolution, wurdeeine solche von dem Magdeburger Pöbel ins Werk gesetzt. Nachdem aus diesem GrundeGeneralmarsch geschlagen worden war, mußte Ferdinand, welcher nicht in der Kasernewohnte, sich seinen Weg, um zu seiner Truppe zu gelangen, mitten durch den revol-tirenden, eben erst durch die scharf einhauende Artillerie zurückgetriebenen Haufen bahnen;hierbei wurde er, weil er einen Waffenrock ohne Ingenieur-Lützen anhatte, für einenArtillerie-Offizier gehalten und unter dem Rufe: „Nieder mit dem Hund!" von derwüthenden Menge gesteinigt, nur der Blechbeschlag am Helmschirme schützte ihn vorden sonst unvermeidlichen Folgen eines wuchtigen Steinwurfs gegen das rechte Augeund die Stirn. Niedergeworfen und sich wieder empor richtend, wurde er nunmehran der Helm-Spitze (im Gegensatz zu der Kugel bei der Artillerie) als Ingenieur-Offizier erkannt und, weil die Pioniere in Magdeburg eine beliebte Truppe war, unterdem Rufe: „Vivat Pionier!" bis zu seiner auf dem Alten Markte stehenden Abtheilunggeleitet.
Nachdem Ferdinand 2^ Jahr bei den Pionieren gestanden, wurde er zum Forti-fikationsdienste nach Wittenberg versetzt; einige Tage nach seinem am 16. Okt. 1349erfolgten Eintreffen daselbst wurde er von dem gerade anwesenden Festungs-Jnspekteurmit der Aufnahme der ganzen Landfront vom Schloß- bis zum Elsterthore beauftragt.Bei dieser Verrichtung mußte oft der Meßtisch und das Nivellir-Instrument in diemit Wasser gefüllten Festungsgräben gestellt werden, während er selbst, zwar mitWasserstiefeln versehen, bis über die Knie im Wasser stehend seine Arbeit vollführenmußte, und bei der Kürze der November- und Dezembertage konnte er nur bei Lichtdas Auszeichnen der Aufnahme bewirken. Im Frühjahre 1850 wurden ganz uner-wartet (infolge politischer Konstellationen) nicht nur die Armirung der Festung, sondernzugleich auch die Ausführung mit umfangreichen Erd- und Mauer-Arbeiten verbundenergrößerer Neubauten angeordnet. Da seit undenklicher Zeit an der Festung keine Bautenvon Bedeutung (den Brückenkopf ausgenommen) vorgenommen worden waren, so istes leicht erklärlich, daß nur ein Posten-Offizier über menschliche Kräfte sich anzustrengenhatte. Im folgenden 1851. Jahre sollte es Ferdinanden bei dem Poternenbau nachRavelin 2 so ergehen, wie die Mönche im Kloster Walkenried mit Luther vorgehabt.Noch früh morgens 5'/^ Ahr war derselbe, nachdem er bei der Schließung eines halbenKreuzgewölbes zugegen gewesen, auf die in der Kämpferhöhe der Wölbung angebrachteRüstung gesprungen und von da die Leiter hinunter gestiegen; als er dann aber einigeStunden später, auf demselben Wege herabkommend, den Rüstungsbelag wieder betritt,giebt das von ihm betretene, ununterstützte Brettende, weil man kurz zuvor einen Netz-riegel hinwcggezogen (zu welchem Zwecke?), nach und Ferdinand fällt eine Stock-werkstiefe hinunter zwischen Schutt und Karren und kommt infolge der erhaltenenRückenmark-Erschütterung etwa am 30 Stunden lang nicht ausdem Schlafe. DieserSturz fügte ihm fast mehr Schaden zu, als die Überanstrengung bei denArmirungsarbeiten. Am 31. Dez. 1853 wurde Ferdinand zum Premier-Lieutenanternannt (wovon ihm die Mittheilung am 10. Januar 1854 zu Nordhausen gerade indem Augenblicke zukam, als seines Vaters Sarg geschlossen wurde). Darauf nachStettin versetzt, leitete er vom 12. Febr. 1854 an Festungs- und Garnison-Neu-bauten daselbst.