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Albrecht und seiner Gemahlin, des Domherrn Anton Albrecht n. a.) aus den unterdein Mittelgange der Kirche bzw. in einein besonderen Angebäude gelegenen Grab-gewölben und nach Einebnung des die Kirche umgebenden alten Begräbnisplatzes er-baute Moriz zunächst eine Jnterimskirche und brachte in dieser nicht nur das schönevon Anton Albrecht v. Eberstein und seiner Gemahlin geb. v. Rössing gestiftete,leider aber in Noccoccostyl reich ausgeführte große und 55 Fuß hohe Altarstück unddie alten Denkmäler unter, sondern versah dieselbe auch wieder mit einer aus deralten vandalenhaft zerstückelt gewesenen großen Orgel durch etilen geschickten Orgelbauerhergestellten kleineren, aber für den Zweck ausreichenden Orgel. Vierzehn Tage vorOstern konnte bereits in dieser Jnterimskirche Gottesdienst abgehalten und zum Palm-sonntag die Konfirmation vorgenommen werden, nachdem erst am 2. März mit deinAbbruche der Kirche begonnen worden war.
Im Jahre 1861 wurde Moriz seitens der Regierung als Mitglied in dieKommission des Kreises Sangerhausen für Veranlagung der Grundsteuer berufen.Hierdurch war er mehre Jahre anhaltend beschäftigt; nachdem er, außer dem Ver-anlagungs-Kommissar, späterem Negierungsrath Stephan, zusammen mit dem Grafenv. Kalckreuth auf Haackpfiffel die die Ergebnisse der Einschätzung enthaltendenMutterrollen vollzogen hatte, wartete er den letzten Termin in dieser Sache am11. Juli 1866 ab.
Uligeachtet der vielen körperlichen Bewegung, welche eine derartige Beschäftigungmit sich brachte, und ungeachtet des fast ununterbrochenen Aufenthalts in freier ge-sunder Luft, Sommer und Winter, hatte Moriz denn doch seinem Körper zu viel zu-gemuthet. Vom Jahre 1866 an stellte sich ein hochgradiges Reflex-Asthma bei ihmein, das ihn Jahre lang bis in die letzte Zeit oft zu allem unfähig machte. Trotzdiesem Leiden hat er seine wirthschaftlichen und sozialen Bestrebungen nicht gänzlichvernachlässigt.
Wie schon oben angedeutet worden, hatte Moriz vom Jahre 1847 an ver-schiedenen Kongressen, theils zu rein wissenschaftlichen, theils zu technischen und zusozialen Zwecken beigewohnt. Nachdem er schon in Gemeinschaft mit dem von dersozialen Wichtigkeit der Wohnungsfrage erfüllten Professor V. A. Huber, mit deinPräsidenten A. Lette, dem Landbaumeister Hofmann, Geh. Ober-Baurath Stüterund Major späterem Obersten v. Greifenberg mehrere Jahre bis zum I. 1852 fürdas Gedeihen der Berliner gemeinnützigen Baugesellschaft thätig gewesen war, nahmer von der Gründung des volkswirthschaftlichen Kongresses im I. 1858 all währenddes ersten Jahrzehnts theil an den Bestrebungen desselben; aber schon auf dem3. Kongresse zu Köln gab er Andeutung seiner von der bisher im Schwange gehendenRichtung und den Prinzipien der Volkswirthschaft, namentlich von der als unfehlbarund unantastbar sich hinstellenden Manchestertheorie wesentlich abweichenden Auffassung.Gegenüber dem Mode gewordenen Kokettiren mit „naturwissenschaftlicher Methode"fußte seine eigene volkswirthschaftliche Anschauung auf wirklich naturwissenschaftlicherUnterlage, nämlich auf der Physiologie und Chemie der Ernährung, gemäß den mittelsdes großen von König Max II. von Bayern geschenkten Respirations-Apparates durchBischof und Voit erreichten Resultaten über normale Ernährung. In einer 1869 ge-druckten Broschüre: „Die Brodfrage: eine öffentliche Angelegenheit" spricht er sich indieser Beziehung folgendermaßen aus (S. 14 f.):
„Die Volkswirthschafts-Wissenschaft, welche sich zur Klarheit über das Ziel aller wirthschaftlichenBedürfnis-Befriedigung emporgearbeitet hat und dadurch allein im stände ist, dem Wirthschaftslebenselbst, dem privaten sowohl wie dem staatlichen, die feste und unverrückbare Richtung auf das Ziel derErzeugung von Gütern der Nothdurft und des Ideals zu geben, — sie begnügt sich nicht mit derbloßen Hinweisung auf die wirthschaftwidrigen Faktoren, welche das Darben der untersten Volksklassen,das Massenelend verschulden, auch nicht damit, daß sie den wirklichen Kulturfortschritt, die volkswirth-schaftliche Entwickclung zu dem Ziele des leiblichen und geistigen Gedeihens des ganzen Menschennicht als eine einseitige Wohlthat für Auserwähltc in Anspruch nimmt, indem sie im Gegentheile ver-langt, daß dieser Fortschritt allen wenigstens die Möglichkeit der Thcilhaftwerdung jenes Gedeihensoffen läßt in dem Maße, als sie aus eigener Kraft Bedingungen erfüllen, denen kein physisches undkein anthropologisches Hindernis entgegensteht. — Ganz ohne Umschweif vielmehr steuert die über sich