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bei, zeichnete sich bei der Erstürmung der „Stadt Rom" in Dresden aus. Amt7. Okt. 1860 wurde er zum Major ernannt und zu dein Westph. Füsilier-Reg.Nr. 37 versetzt, bei welchem er 8. Juni 1866 zum Oberstlieut. avancirte und alssolcher den Feldzug gegen Osterreich mitmachte, dabei den Schlachten beziv. Gefechtenbei Nachod, Skalitz, Schwcinskädel nnd Königsgrätz beiwohnte. An der Ehredes Kampfes bei Nachod (27. Juni 1866) hatte sein Regiment wesentlichen An-theil. Hauptsächlich war es das von Hermann kommandirte 2. Bataillon, welchesstundenlang gegen 11 österreichische Bataillone heldenmüthig focht. Während seinerDienstzeit beim 37. Reg. hatte er zuerst Mainz, dann Wohlan in Schlesien zuGarnisonen. Am 30. Okt. 1866 wurde Hermann zum Kommandeur des Füsilier-Bataillons des Hess. Jnf.-Rgts. Nr. 82, 23. Januar 1868 zum Führer des Hohen-zollern'schen Füsilier-Regts. Nr. 40, auch 22. März 1868 zum Obersten und Kom-mandeur dieses Regiments ernannt. Bei Beginn des Krieges 1870 stand Hermannin Trier, und in den ersten Wochen nach Ausbruch der Feindseligkeiten hörte mannur von seinem Regiments, welches den ersten Vorpostendienst vor dein Feindeübernahm (Gefecht bei Saarbrücken) und sich bei Spichern so hcrvorthat, daßder König noch einen Tag vor Hermann's Tode diesem seine Zufriedenheit deshalbin huldreichster Weise zu erkennen geben ließ. Hermann starb an der Spitze seinesRegiments bei blnrs In Nonr am 16. August 1870 den Heldentod").4. 's Mttllvme Klotilde, geb. 29. April 1823 zu Halle n. S., 's 4. April 1867 zuNaumburg a. S., vermählt 3. Aug. 1846 mit Karl v. Trenenfeld, k. pr. Appel-lations-GerichtSrath zu Naumburg a. S.
Karl Albert Hermann,
geb. 2. Febr. 1805 zu Dresden als der älteste Sohn des Obersten Karl Frhrn.v. Eberstein, trat 1. Aug. 1821 bei dem 12. pr. Husaren-Neg. als Avnntageur ein,avancirte 18. Juni 1825 zum Sec.-Lieut. im 27. Jnf.-Reg. (Magdeburg) und wurde,uachdem er 5. April 1837 den Abschied erhalten, Landwirth, zuerst in Groß-Leinungen,dann in Schiebzig bei Halle a. S., wo er 9. Sept. 1852 starb.
Ursprünglich hatte Karl, nachdem er den preuß. Militärdienst verlassen, dieAbsicht, in die französische Fremdenlegion einzutreten und in Algier gegen Abdel Kaderzu fechten. Zu diesem Zwecke wollte er sich erst in Frankreichs Hauptstadt in derfranzösischen Sprache vervollkommnen, wurde aber uach einiger Zeit in Paris von einemhitzigen Nervenficber befallen und fühlte sich nach überstandener Krankheit so geschwächt,daß er sein Vorhaben aufgeben mußte und sich entschloß, wieder nach Deutschlandzurückzukehren, woselbst er nach eingetretener Genesung auf der grossen DonraineLcmgcnbogen bei Halle die Ökonomie erlernte und dann im folgenden Jahre, zuJohanni 1839, die von seinein Vetter Ernst ihm abgetretene Bewirthschaftung desSchlosses Leinungen übernahm.
Venn, mit Johanne kUilhelnrine (geb. 21. Sept. 1816 zu Gr.-Leinungen, f2. Sept. 1852 zu Schiepzig), des 2. Sept. 1847 zu Gr.-Leinungen f k. pr. Haupt-
°") Am 16. Aug. erreichte das Reg. Nr 40 daS Schlachtfeld von VionviUe. Der Oberst vonEberstcin hatte sein Utes Bataillon der grasen Straße folgen lassen, während die anderen, und zwardas erste rechts, das 3te links, ihren Weg längs der beiden Thalschluchten nahinen. Bevor das Reg.Nr 46 den Nordrand des tZois de 8t. ^.runuld erreicht, hatte Oberst v Eberstcin etwas vorwärts derWaldlisiere im heftigsten Granat-und Mitraillcuscnfeucr gehalten; als aber das 2tc Bat. seine Vorwärts-bewegung angetreten hatte, und die Tete des 3. Bat. aus dem Walde dcbouchirtc, sprengte er schnellmit seinem Adjutanten, Prem-Lieut. Giscvius, die Höhe hinan, um einen Einblick in die Aufstellungdes Feindes zu gewinnen Dieselbe war aber nur an dem aufsteigenden Pulverdampfe erkennbar Diebeiden Reiter aber umschwirrte sofort ein Hagel von Geschossen, und schon nach wenigen Sekundenstürzte Oberst Freiherr v. Eberstcin mit den Worten: „Mit mir ist's aus" von einer Kugeltödlich in die Brust getroffen vom Pferde. Er wurde aus dem heftigen Feuer, in dein sein Pferd ver-wundet, das des Adjutanten getötet wurde, nach (lorss zurückgetragen und am >7. Aug. um 4 Uhrnachmittags auf dem Kirchhofe zu dorse beerdigt. — Das von Sr. Majestät dem Kaiser undKönige dem Rcgimcnte verliehene lebensgroße Brustbild des Obersten v. Eberstcin traf am28. Juli l874 beim Rcgimcnte ein.
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