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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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um meinen Hofmeister nicht aufzuwecken, in die vorige Stube, fordere kein Licht, daes mondhelle war; zum Unglück steht auch des Obristen Bette auf demselben Flecke,wo ich schlief, ich ziehe mich schnell aus bis aufs Hemde und gehe zum Bette undwill mich hinein werfen. Indem ich so tappe, fühle ich einen, der schon im Betteliegt. Ich fange an zu fluchen und der Obriste desgleichen. Es wird Lärm, manbringt Licht, und da findet sich die Erläuterung des Jrrthums, und man bringt michgegenüber in meine neue Stube. Indessen der lächerliche Vorfall machte mir eine ge-naue Bekanntschaft mit diesem in aller Absicht merkwürdigen Manne, der sich mit mirnachher viel abgab. Bekanntlich hatte dieser Professor Eluielmrck, der aus Magdeburgeines ?a^sneshändlers Sohn war, den König gesprochen und über die Kriegskunstund Taktik der Römer und Griechen dem Könige ein Uröeis gegeben, dabei e:j be-sonders bemerkt, daß der Konsul (jnintms lailius in seinen militärischen Expeditionen

die römischen Legionen in L formirt und die feindlichen Heere durch schiefe

Stellungen und Überflügeln zum Weichen gebracht habe. Einige Tage daraufward ein Freibataillon vakant, und der König befiehlt bei der Parole, daßchuinlu8 leilius Chef des Bataillons wäre. Niemand kennt in der Armee einenHuintms loilins, welches bald 8 Tage dauert. Endlich ist Eluiollarck an des KönigsTafel, und da sagt es dann der König, daß er ihm das Bataillon gegeben unddast er Obrister sei und Hmut-us leilius heiße. Die Wahrheit dieser Anekdote istnotorisch.

Der Charakter dieses Obristen yuintms Icülius war nicht der beste. Denn beidem Exekutionsgeschäfte, dessen Dstuilausrichtung ein gewisser Major Saucrzapfmanipulirte, ward mit revoltirender Grausamkeit betrieben. Eine alte adlige Dameund Gutsbesitzerin ward nach Herzberg herein gebracht, eingesperrt, im kalten Januarin eine Stube gesperrt und auf Erckra Sauerzapf's mit kaltem Wasser begossen,daß sie davon einige Tage darauf starb. Das hatte der Obriste (Znintus doch auchiudulgirt. Mein Vater, dem das zwar nicht anging, nahm aber den Vorfall als eineEhrensache auf an dem Orte, wo er gleichfalls mit dem Stabe stand. Es kam zusehr starken Äußerungen. Mein Vater in der Hitze schmiß den Adjutanten des ObristenHuintnm, der ein 8t >näio8U8 Mikolog-ma gewesen, zur Treppe herunter, offerirte demObristen Huinws leilius ein Paar Pistolen. Allein weder der noch der Adjutanthatten zu einer solchen Behandlung des Gegenstands Lust. Der König endigte dieSache durch einen launigten Brief an Huiutrm leiliim, darin er ihm verbot, sich zuschlagen, ihn zu seinem üseteur machte, das Frcibataillon ward aufgelöst und reduzirt,mein Vater erhielt 8 Tage Stubenarrest und das Regiment Plettenberg ward ausHerzberg ckalo^irt und 2 Meilen davon einquartirt, und der Major Sauerzapfward auch reduzirt und ist nachher in polnischen Diensten als General, wiewohl mitwenig Ehre und upplunsu gestorben.

In Tilsit, wohin das Regiment nach dem Frieden zurückmarschirte, kamen wirEnde Aprils an. Daselbst blieb ich zwar bis 1769 Junker, hatte aber, nachdemmein Hosmeister Kamann, der wegen der meinem Vater bekannt gewordenenIrregularitäten dimittirt worden, unter Leitung des Rsewris der dasigen Provinzial-Schule (welche 3 preußische Proviuzial-Schulcn nach dem Muster der 3 Fürsten-Schulenin Sachsen eingerichtet sind) Privat-Unterricht in den Schulstunden der 1. u. 2. Klassein Iliiiimilüirilnw :c. ?c., verrichtete darneben aber auch den Dienst als Junker, .^o.1768 ging ich mit einen: liöinonbs-Pferde-Kommando unter Kommando des Haupt-mann v. Üchtritz nach IZrock^ in der Eiellraink durch Polen und an die tatarischeGrenze und Elrvzüin Dieser Hauptmann v. Üchtritz, ein sehr instruirter Mann, demich lloe i-kspsebn viel zu danken habe, war mein Leiter und Führer und ich war stetsbei ihm und unter seiner Aufsicht, wie sein Kind. Dieser Zug durch Polen :c. hatviel zu meiner Bildung beigetragen. Verschiedene auf diesen: L,kmon1«z-Kommandouns aufgestoßene Vorfälle übergehe ich der Weitläufigkeit halber, merke nur so vielan, daß die polnischen Großen, Woiwoden und Starosten sich außerordentlich wohlbefanden, alle ihre Güter mehrentheils an Inden verpachtet hatten, welche, die Un