Druckschrift 
Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
Seite
740
Einzelbild herunterladen
 

— 740 —

1783, inhalts deren man gegen ihn dortigen Orts den Emigrations- und Kon-fiskation sprozeß zu verfügen angedroht, weil er sich in Sr. kurfürstl. Durchl.Diensten befunden (und man glaubte, er sei preuß. Vasall) — HöchstDessen Jnter-cession erbeten, worauf denn auch das Behufige durch Sr. kurf. D. Etranger-Departe-ment des Geheimen-Kabinets, sowie auch durch HöchstDessen Geheimes-Consilium andas k. preuß. Ministerimu gebracht ivorden, welches dann den Effekt gehabt, daß mittelstK.-O. ä. Ä. Berlin 19. Jan. 1784 die Regierung zu Königsberg angewiesen worden,ihm die zur Distribution gekommenen Gelder, sowie sein übriges dortiges Vermögenabschoßfrei verabfolgen zu "lassen; daß a) ein Haus existirte, das seinem Vater gehörte,davon das Eigenthum zu Vz ihm war und sich ein Käufer fand, der 6166 Thlr. da-für bot zc.

„Johanne Eleonore Freyfr. von Cberstein geb. von Deutscher" bittetdeu Kurfürsten Friedrich August III. mit Einwilligung ihres Mannes, des KurfürstenHof- und Justitienraths „Wilhelm Fehrn. Edelstein genannt v. Düring",

in Ermangelung eines Envnloris Sexus generalis um Bestätigung nachbenannterPersonen zum Euratcu-e Sexus in speeie: 1) des Friedrich Gottlot» Pfretschner,der Rechte Doctorn zu Dresden, zu Abschließung des Kaufs über ihr besitzendes V40an dein gewerkschaftl. Halzivcrlie zu Ten dich und Köchschon, welches sie Sr.kurf. Durchl. abgetreten — im Schr. <1. Ä. Dresden 2. Jan. 1785; 2) des EuucI sui-.Christian Ludivig Martini zu Dresden u) zu Annahme einer ihr beschehcnenCession eines auf den: Amte Leinnngen haftenden Kapitals, ivclchcs

sie durch zu leistende Zahlung desselben zu neguirirsu im Begriff steht — im Schr.cl. ct. Groß-Leinungen 26. Mai 1787, d) zu Anuahme der ihr von ihrem Mannezu leistenden Cession eines letzterem zustehenden in der Gliersteittischen Fidei-rontinistarischen Erbschaftslraste radizirten Kapitals — im Schr. ä. <1. Groß-Leinungen 30. Juni 1787; 3) des Regierungs-Kanzclisten Kndelvig ForenzFriedrich Hildebrandt zu Veräußerung eines mit ihren väterl. Miterben resp.in eommunicmö besitzenden Hegräbnistes -Scheins -Dogens, sowie einer gleicher-gestalt in Leipzig befindlichen Kirchen-Kaprlie nebst darunter befindlichem De-gväbnisgeivolöc in der Urnen Kirche zu Leipzig — im Schr. cl. ä. Dresden16. Aug. 1794; 4) des Regierungs-Seoreturii Carl Gottlob Uchöst», nachdeinsie das zu Leipzig mit ihrem Krnder, dem Hanptmann von Tentscher, inGemeinschaft besessene Hans zum Goldenen Hahn, da ihnen beiden in der Ent-fernung diese Communion Ineauveuisn^su erregt, zu verkaufen gesonnen ist, — imSchr. cl. cl. 23. Sept. 1797.

Ein gleicher Eifer, wie den noch in seinen letzten Lebensjahren in der Bienen-arbeit des Aufspürens und der Zusammenstellung der Materialien zu einer Familien-geschichte begriffenen Grafen Ernst Friedrich v. Eberstein, beseelte auch seinenGroßneffen, den sächsischen Hos- und Justitien-Rath Will)ein: und dessen Vetter, denspäteren großherzogl. frankfurt. Staatsminister Karl Theodor Frhrn. v. Eberstein.

Wilhelm erreichte kein hohes Alter; er starb 58^4 Jahr alt am 14. Mai 1811infolge einer fehlerhaften Zahnoperation. Hierüber giebt sein letzter Brief an seinenSohn Gustav vom 11. März 1811 nähere Mittheilung. In demselben heißt es:

„Nun erst seit 7 Tagen kann ich sagen, daß ich dein Tode entgangen — nach einerIg monatlichen Krankheit durch das Zahnherausnehmen eines Zahnarztes in Töplitz, der denKinnbacken lädirte und dem Backen eine Wunde beibrachte, die bei übler Behandlung mich beinahnur den ganzen Kinnbacken gebracht hatte. — Gb meine Kräfte noch hinreichen werden, da ichseit 7 Monaten nicht aus dem Zimmer und Bette gekommen, weiß Gott. — Schreiben kann ichnicht viel. Gott befohlen, ich muß die Feder weglegen."

Der Hofrath Wilhelm Frhr. v. Eberstein hinterließ die Witwe, Johanne Eleonoregeb. v. Tentscher (geb. 10. Aug. 1749 zu Leipzig, f 25. Januar 1823 zu Dresden),7 Söhne und 2 Töchter. Wilhelm und seine Gattin sind auf dem alten Neustädter