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die Stadt und überschwemmten dann, senkend und brennend, die Provinz, sowie späterauch Pommern und die Mark. Als die Unsicherheit immer mehr zunahm, bestimmtedie drohende Gefahr Wilhelm's Vater, seine Familie in eine mehr Sicherheit bietendeGegend gehen zu lassen. Obzwar nun gleich im Beginne des Jahres 1762 Friedrich'sFeindin, die russische Kaiserin Elisabeth, gestorben, ein Ende des Krieges aber noch nichtabzusehen war, traf der Oberst Karl die Veranstaltung, das; unter dem Schutze desHauptmanns v. Preuß, der ein Rekruten-Kommando für das Regiment aus Preußenzu führen hatte, Wilhelm nebst Mutter, Schwester und zwei Stiefschwestern sichnach Harzgerode begaben zu der Witwe des Ober-Berghauptmanns Anton Gottlobv. Eberstein, bei welcher eine Schwester von Wilhelm's Vater wohnte. Nachdem Hier-selbst Wilhelm nebst seinem Hofmeister Kamann einige Zeit verweilt und da Gelegen-heit gehabt hatte, aus Leinungen verschiedene Mitglieder der Ebersteinischen Familiepersönlich kennen zu lernen, ging er, während Mutter und Schwester zuerst zurück-blieben, der Anordnung seines Vaters gemäß mit dein Nekrutenkommando nach demKriegsschauplatze ins sächsische Erzgebirge, trat in das von seinem Vater kommandirteRegiment als Junker ein und machte alsbald (29. Okt. 1762) die Schlacht beiFreiberg mit, an deren siegreichem Ausgange das Regiment einen vorzüglichenAntheil hatte. Sein Vater wurde in der Schlacht am Fuße verwundet, ließ sich nachNossen bringen, wartete daselbst die Wundbehandlung und Heilung ab, und Wilhelmpflegte seinen Vater nahe zwei Monate lang. Im Monat Dezember marschirte dasRegiment nach Herzberg a. d. Elbe und blieb daselbst bis Ende Januar in Garniso».Hierhin ließ nun auch der Vater seine Familie von Harzgerode kommen. Hier auchmachte Wilhelm auf eine sonderbare Weise die interessante Bekanntschaft des späterenVorlesers Friedrich's des Großen, von welchem auch die Inschrift an der königlichenBibliothek in Berlin herrührt: Xnkriment.um dstüriUm. Wilhelm erzählt das Aben-teuer selbst in seiner Autobiographie.
Nachdem Wilhelm mit seinem Regimente Ende April 1763 wieder in Tilsiteingezogen war, blieb er noch 6 Jahre als Junker im Dienste, genoß aber daneben inden dienstfreien Stunden, nach Entlassung des unbrauchbaren Hofmeisters Kamann, denUnterricht in „lnrnmniorimm nk,e." in den Schulstunden der 1. und 2. Klasse der(nebst noch zweien anderen) nach dem Muster der drei sächsischen Fürstcnschulen ein-gerichteten Provinzialschule unter Leitung des Rektors Schuster.
Im Jahre 1768 ging Wilhelm als Fähnrich mit einem Remontepferde-Kommandounter Führung des, einen dankbar von ihm anerkannten, instruktiven und väterlichenEinfluß auf ihn ausübenden, kenntnisreichen Hauptmanns v. Uchtritz durch Polen überBrodp in die Ukräne und an die tatarische Grenze bis Chozim. Diese Expeditionwar nicht allein in geographischer und ethnographischer Beziehung von Interesse fürWilhelm, sondern trug auch sonst viel zu seiner Bildung und Bereicherung seinesWissens bei und regte ihn zu vielseitigen Beobachtungen an.
Nach seiner Rückkehr nach Tilsit Ende September 1768 setzte Wilhelm denBesuch der Lehrstunden in früherer Weise fort. Über seine Zeiteintheilung und Lebens-weise findet sich das Nähere in der Autobiographie (s. unten). Hierin legt er imeinzelnen dar, daß er auf Anordnung seines Vaters schon in seinen frühen Jugend-jähren eine sehr strenge Erziehung erhalten, aber derselben die Kräftigung seinerursprünglich schwächlichen Gesundheit zu verdanken hat. Nachdem nun Wilhelm das vor-beschriebene Remonte-Kommando noch als Fähnrich mitgemacht und im Herbste 1768 zurück-gekommen war, stieß ihn: gegen Ende des Jahres der Unfall zu, daß er beim Exerzireneinen Sturz mit dem Pferde erlitt, wobei er, vom Sattel gedrückt, eine Rippe auf der linkenSeite zerbrach und ohne Besinnung vom Platze getragen wurde. Seine Jugend undgute Natur aber siegte, und nach 8 Wochen war er geheilt. „Aber dieser Umstand",fährt er weiter fort, „gab Veranlassung, daß mein Vater mich meiner stets kränkelndenGesundheit halber endlich die militärische Karriere aufgeben und meinen Abschiednehmen ließ. Nun wollte ich mich dann dem Studium mit Ernst widmen. Und daeben ein gewisser Subrektor und km-Uus Eollössu an der Provinzialschule Lukas David