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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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Du ohnehin, Vor die überschriebenen Nachrichten danke Dir, wie auch vor die ver-schiedenen Unismnwmsnts über die dortigen Umstände, Ich sehe daraus Deine voll-kommene gute Ginsicht in alles, indeme Du alles weitläuftig clötuilliret hast, ohneauch nur das Geringste dabei zu vergessen, und Du hast ganz recht. Es thut miraber recht leid, daß mein voriges Schreiben Dich in gewisser Absicht so weitläuftiggemacht hat, und ich finde mich fast verpflichtet, um mich und andere aus dein ge-schöpften Verdachte zu setzen, mich deutlicher zu sxplioiren, als ich es vielleicht inmeinen, vorhergehenden gethan. Grstl., wann ich von Int«rö83ö geschrieben, so istdie Meinung von Deinem und nicht von meinem gewesen. Vor mich kann nichtviel Intersssö in der Welt mehr erwachsen, ich rechne auch auf gar keines. Daßich mich zum Sklaven mache unter Sorge, Mühe und Bekümmernis, um meineRinder in dem Stande zu hinterlassen, daß sie nicht andern Leuten zur Last fallenoder beschwerlich fallen dürfen, das ist mein Inwrss3ö. Und wer wollte Dir hierinden Gifer absprechen? Dann in sofern Du etwas thust und Gifer für mein Inder-S88e beweisest, so giebst Du Zeugnis, daß die Liebe von Sich selbst anfängt. WasDu von Schlingen schreibest, welche Dir gelegt werden und worden sind, ist mirganz fremd. Ich sollte hieraus urtheilen, daß Du Dich mehr vor Deinen Freunden,als Feinden fürchtest, der letztern kenne ich gottlob keinen. Daß man sich abermehr für Freunden als Feinden fürchten soll, gehöret für solche Leute, die alles fürFreund ansehen, was ihnen und ihren Lkntinmnts und Vorurtheilen schmeichelt undmit ihrem Untursll lmrmoniret. Leute, die die Meli kennen, wissen sich ihre Freundewohl zu elwisiren und suchen nichts in der Vielheit. Sie wissen, daß rssllk undwohldenkende Menschen selten sind, sie rechnen demnach nicmalen auf eine vollkom-mene Treue und Grgebenheit derjenigen Menschen, welcher sie sich zu bedienen inder IVelt ohnumgänglich genöthiget sind. Gin Weiser sagt, aus zwei Nbeln mußman das beste nehmen, wenn es nicht zu ändern, sondern nothwendig ist, und manmuß dennoch wissen, selbst aus dein Abel einen Nutzen zu ziehen oder Gutes zumachen. Die Träg- und Langsamkeit der Leute im dortigen (Iliunr ist mir bekannt,ich bin müde, die Federspannungen zu sxereiren, weil ich sehe, daß alles nichtshilft, daher ich gehoffet, Du würdest den Spanner zuweilen ansetzen und schon einigeArbeit zu übernehmen durch Anpurreu und selbst Hand ans Werk zu legen, weil Duso nahe bist. Da Du aber geheimnisvoll über alles schreibst und zuletzt sagst: undes können meine Hinreisen ohnedem nicht viel Nutzen schassen, so seheich auch hier, daß die liebe Geduld und daß ich mir auch ferner den Nittel nichtzerreiße, das Beste bei der Sache ist. Gott gebe, daß ich nur niemaleu nöthighabe, Guch aus meine Vermögensumstände zu weisen und zu führen, dann ich vormein Theil habe gottlob gelernt, mich zu behelseu von Jugend auf. Gbwohlenwenige gute Wirthschaster sein, welche zur Gbersleinischen Familie gehören in denenzwei letzten Generationen, so habe ich doch von Jugend aus gesucht, mit dein aus-zukommen, was ich gehabt, und immer noch etwas übrig zu behalten, sonsten würdeich Guch in denselben Umständen haben lassen müssen, worin ich von meinem Vatergelassen worden bin, ohne daß Ihr Ursache hättet, unzufrieden zu seiu. Ich forderealso nichts Unbilliges, wann ich verlange, daß Du Dich Deines eigenen und DeinerGeschwister Wohl und Intsi'k33ö bei dieser Gelegenheit annehmen sollst, da Du nochso nahe bei der Hand bist und ich nicht selbst gegenwärtig bin, aber wohl einsehe,daß, wann Du die Sache nicht treibest, alles auf die lange Bank geschoben wird.Ist Dir hierin einer oder andere eontrsir, so schreibe nur offenherzig, damit ichdie »öthigen Ulaßregcln nehmen kann. Das Hllojekt, Gelder aus GeHofen aufzu-nehmen, kann ich aber nicht vor vorteilhaft ansehen; und weil ich solches schnur-stracks gegen Guer künftiges IntörLLLs halte, so hat mich dieser Vorschlag auf dieGedanken gebracht, daß die Herren Dich durch eine falsche Vorstellung darzu ver-leitet haben möchten. Rein Ulensch aber hat sonsten mir etwas gedacht hiervonoder Dich bei mir zu verkleinern gesucht, ich höre gottlob noch nichts anders vonDir, als lauter Gutes. Gott erhalte Dich dabei. Gesetzt man wollte auf Ge-