Druckschrift 
Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
Seite
686
Einzelbild herunterladen
 

— 686 —

auf diesen in der Erklärung der Frau Hofräthin

von Kaufberg angeführten Punkt ankommen, nämlich zu beweisen, daß die beidenPosten derer 600 Thlr. in Pr. '/ziel bestanden, als worüber dieselbe Zeugnisse zu ver-langen scheint. Wie ich, da die Frau Obristlieut. v. ^Vsibllsi- sowohl, als derHerr Geheimte Rath und Herr Hofmeister von in der Ewigkeit sind,

diese verlangte Zeugnisse herbeischaffen soll, weiß ich aber nicht und muß darüber mirVorschläge erbitten, doch will nur dieses anführen. Die ersten 600 Thlr. habe zuBefriedigung des Hrn. Ober-Aufseher v. Lornstmollt, hergegeben, dessenklon vom ^.u»'. 1759 oder gar von 1758 unterzeichnet war. Nach aller Billigkeittrete ich auch in dessen Rechte und zu selbiger Zeit anno 1759 waren die Pr. u. Sächs.Vs in einem Werth als 77 Thlr. 19 Gr. 8 Pf. p. e. Es mögen aber wohl, sowohlbei dieser, als der andern Post weit bessere Pr. Münzsorten, ja selbst Gold gewesensein. Wechsler und Juden mögen damalen ohn Zweifel schon auf den inneren Werth-unterscheid der Münzen genauere rolleekion gemacht haben, dahingegen mein ntllnolm-msiib gegen meine Freunde nur darauf bedacht war, wie ich das Ungemach, womitihnen beidemal godrohet wurde, von ihnen abwenden mochte, ich gab alles her, wasich hatte, es mochte Gold- oder Silbermünze sein. Soviel weiß ich gewiß, daß esGelder waren, die ich gewiß in demselben Jahr nicht eingenommen hatte. Es mußmir freilich nahe gehen, daß man in der v. Wertherschen Familie ein Recht zuhaben glaubt, mir alle Treu und Glauben zu versagen zc. Ich weiß aber, und bines feste von der Frau Hofmeisterin versichert, daß sie von dieser üblen Denkungsartweit entfernt ist, und ich hoffe, daß hieinit alle clitkorsukion nunmehro freundschaftlich,gütlich und zur Zufriedenheit der Frau Hofräthin und des Unmündigen Herrndural,vris Herrn älyliim in dieser Sache gehoben sein werden. Sollte die ralruclirungder EriAing-I-EdliMlion und Wechsels nicht hinreichend gegen die Bezahlung sein, sootkürire mich, ein nach Belieben anständige Quittung bei Empfang der Gelder, welcheaber im Anfang nächstkommenden Jahres gewiß erwarte und recht sehr darum

bitte, darüber zu geben zc. Joluum Änrl K'irclrick ro» Ebrrstrin.

Miss, den 26. 7dr. 1772.

Nr. 534. Verzeichnis derjenigen Oi igiiiul-Dulciiiuciila, so ich den 14. März 1773dem Kerrn Rath liiilllntt' eingehändigt Halle.

1> Zwei ObiiZationes, jede zu sechshundert Reichsthaler, deren Herrn Gebrüder und Vetternvon IVertbsr ML. mein Urgroßvater schreibt meistens IVertber für 5Vertbern) nebst der darzugehörigen Lorresponckenoe mit der Frau von XanffberKi

2) eine ObliZiltion derer sämtlichen Herrn Neitern von Eberstcin ans die Loinmnn-Erbschafts-Rasse ct. ck Groß-Leinungen, den 30, Sept. 1768 auf eintausend neunhundert sechs undfünfzig Reichsthaler ein und zwanzig Groschen;

3) eine Lession über tausend Rctchsthalcr LeAntsn-Gelder dcS sei. ülnjor IVildelms von Gber-stein an die Frau von Mendt ck. cl. Oetmolck, den 17. .Innii 177l nebst Loosens der Neaierunqs-Kanzlci daselbst ck. cl. 20. .Innii 1771;

4) eine Bescheinigung meiner Schwester Frau von Aussein, daß ich ihr die rückständigen fünf-hundert Reichsthalcr Legaten-Gelder des scl. Zlsjor IViIIivIm'8 ausgezahlet ck. cl Groß-Leinungen, den 30. Ootobr. 1768;

5) eine Beschreibung der sämtlichen Herren Vettern über fünfhundert fünfzig ReichsthalcrKapital auf die Loinmnn-Hüttenkasse cl, cl. Groß-Leinungen, den 30. Sept, 1768;

6) einen Wechsel auf zweihundert und fünfzehn Reichsthaler vom Herrn Amtmann Osterlohzu Brücken vom 1l. März 1773 auf Johanni gefällig

Vorstehende speccklloirte Origlnalia, ungleichen zwölfhundert Thaler bar Geld auf künftigeBerechnung sind von Jhro Hochwohlgcboren dem Herrn Obristlieutcnant loliann 6arl LrieilrieliFreiherr» von Lberst>4n mir Endesunterschriebcncn clnto zu treuen Händen übergeben und anver-trauet worden, welches ich hiermit bescheinige. Groß-Leinungen am 14. Unrt 1773,

cinxnst Polykarp ?rietlrieli knclloll.Ferner 7) eine Hypothek - Verschreib ung über 1000 Mfl. von dem Hrn. Lieut, Friedrich LudwigWilhelm von Eberstcin zu Morlinge» cl. ck. 26 cknl, 1769 und Obcraufseher-Amts-Lontir-ination vom 12. Oktober 1769;

8) ein Wiedcrkaufs-Koutrakt über die Zinsen zu Brücken und Hohlstedt cl, ck. 9. Aug 1692;

9) eine Quittung von Johann Gottlieb Börner» über 40 Thlr. Kaufgeld für l V-Acker Wiese an denHrn. Grafen von Eberstein cl, ck. 7. März 1747;