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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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August und Ludwig George Christoph mir durch den Hrn. Kommissions-RathBrauer wegen der an abgedachten ihren Herrn Sohn und beide Herrn Gebrüdervon Werther zu fordern habende Gelder und Darlehne und zu deren übernommenenBezahlung eine schriftliche Erklärung zu einer freundschaft-, gütlichen Auseinandcrkunftzufertigen lassen: So ermangle nicht, darauf meine sentimkuls und endliche Ent-schließung folgendermaßen zu eröffnen:

Ich habe es in dieser Sache mit Freunden und Verwandten zu thun gehabt,welche ich verehret und geliebt habe, und glaubte iu damaliger Noth, welche dieselbenmir vorgestellet, selbige assisliren zu müssen. Ich gab daher, um ihnen meine Freund-schaft zu beweisen, diese Gelder, ohne weitere Vorsichtigkeit zu gebrauche», her, da ichohnedem niemalen Gelder zu verlehnen gehabt, noch auf Wucher gedacht habe, und indergleichen Fällen sehr unwissend war. Ich habe erst nachher, als ich in Sachsenanno 1768 war, die widrigen Folgen, welche mir begegnen konnten, eingesehen. Ichhatte zwar verschiedene Mal vorher um ineine Bezahlung gebeten, schrieb auch vor

meiner Abreise von hier, daß auskunft, vor meine Bezahlung

sorgen möchte. Als ich aber . . kam, stellte man mir von Seiten des sel. GeheimtenRaths und Herrn Hofmeister v. ^Vertlmru sowohl schrift- als mündlich (die Briefehabe von beiden Theilen wohl konserviret) die wahre Ohnmöglichkeit, mich bezahlen zukönnen vor, und ich mußte, in der Hoffnung, daß Gott diesen Freunden noch längerals es geschehen, das Leben fristen würde, zufrieden sein, daß ich unter vielen Um-ständen nur die rückständigen Zinsen zum Theil und neue Olzligalious bekam, welchejedoch nicht so eingerichtet waren, als sie billig sein sollen. Mein Termin zur Abreisewar indessen da und ich mußte mit dem zufrieden sein, womit man mich bis auf dieletzte Stunde aufgehalten hatte. Da nunmehro abgedachte beide Freunde verstorben,treffen meine damaligen Vermuthungen mehr als zu sehr ein und muß mir jetzt auch,da ich meine Unvorsichtigkeit mir selbst zu raprcmliiren habe, alles gefallen lassen. Daich aber aus der ckacüaralicm der Frau Hofrüthin von Kauffberg dennoch ersehe,daß man meine jederzeit erwiesene Freundschaft gegen die ^Vsrt,Imr'sche Familie dochnicht ganz verkennet, so will auch den Beweis noch davon geben. Ich aeesplire daherdie mir ollarirte summa derer 1243 Thlr. 7 Gr. 6 Pf. vor die drei Schuldposten,als zwei Ebligalioim, jede von 600 Thlr., und eine Wcchselschuld a 300 Thlr.,jedoch unter nachstehenden Bedingungen, und zwar dergestalt, daß man

1) mir diese summa nächstkommenden 1. ?abr. 1773 in einer unzertrenntensumma und zwar in neuen vuaawu oder Uoniscl'or, welche vollwichtig, erstere ä 2 Thlr.18 Gr., diese aber ä 4 Thlr. 20 Gr., sowie selbige in dein beliebt angenommenenMünz-UanÄal festgesetzt, ausgezahlt werden.

2) Wann mir die rückständigen Zinsen derer 1200 Thlr. vom 4'abr, 1768 bisdahin 1773 mit 300 Thlr. in oouvaulionsmäßiger Münze und

3) die Zinsen der Wechselschuld ä 300 Thlr. vom 1. Ose. 1767 bis dahin 1772mit 75 Thlr. zugleich bezahlet werden, und will sodann

4) mir auch gefallen lassen, daß die Frau Hofräthin von Kauffbergvon dieser ganzen summa, welche zusammen 1618 Thlr. 7 Gr. 6 Pf. betragenwird, nachstehende Posten, jedoch gegen hinlängliche Quittung ckseourtüre und abrechne, als

a. 180 Thlr., welche meine Schwester Fräulein Christiane von ihr erborget

haben soll, ingleichcnib. 40 Thlr., welche gleichfalls dieselbe von ihr erborgt haben soll,e. 100 Thlr., so meine Fräul. Schwester gleichmäßig von ihr, der Frau Hof-räthin, aufgenommen haben soll,welche 3 Posten 320 Thlr. ausmachen, und nachdeme diese von der ganzen Masseä 1618 Thlr. 7 Gr. 6 Pf. abgezogen, würden mir sodann noch 1298 Thlr. 7 Gr.6 Pf. in abgedachten Münzsorten zu bezahlen sein.