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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
Seite
681
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fvchtenen Sieg durch Viktoria-Schießen aller Bataillons und Batterien, während sämt-liche Musikcorps das Nsäsum spielten. Pnnrf Heinrich lief; dem Uegiinentv. Plettenberg durch den Genevnllientennnt v. Se»ldlitr seine ffostcZufriedenheit aussprechen. Der Major v. Gderstei» wurde am 9. Nov.1762 zum wirklichen Kommandenr des Regiments ernannt, das er mitso vieler Bravour und Umsicht in dem letzten Feldzuge geführt hatte."

Gemäss dem in der Jubiläumsschrift innegehaltenen Plane, den Bericht überdas Ausscheiden oder den Tod des Chefs bezw. Kommandeurs des Regiments miteiner Skizze über den früheren bezw. späteren Lebensgang eines solchen abzuschließen,giebt der Verf. auf S. 203 f. auch von meinem Urgroßvater einen kurzen Abrißseines Lebens und läßt darauf eine Würdigung seines Charakters und seiner militärischenEigenschaften folgen.

„Hier verlor das Regiment durch den Tod seinen Kommandeur, den Bberstcn v. Ebcr-stein, der demselben seit f7S2, über ss Jahre lang, so lange wie kein Kommandeur vor undnach ihm mit Ehren vorgestanden und durch seine glänzende Führung in den letzten beiden Feld-ziigcn des 7 jährigen Krieges viel zu dem guten Rufe beigetragen hatte, dessen das Regiment sicherfreute. kvcrfen wir an dieser Stelle, wo wir für innner von ihm Abschied nehmen, einige Blickeauf das Leben dieses eigcnthümlichcn, in vieler Hinsicht ausgezeichneten Mannes.

Johann Karl Friedrich Reichssrciherr v. Eberstcin, Vberst und Ritter des ponr Iv msrite rc.,der Sohn des nassem-dillenburgischen Gbcr-Jägermeisters Karl Rcichsfreihcrrn v. Eberstein undeiner geborenen v. Büring Sohn, trat f?Z4 als Fahnenjunker in preußische Kriegsdienste"),denen er bis an sein Lebensende in ehrenvollster Meise treu blieb. Er erwarb sich durch die beijeder Gelegenheit an den Tag gelegten militärischen Talente des Königs vorzüglichste Gnade,sowie die Achtung aller seiner vorgesetzten.

Einer der trcnestcn Diener seines königlichen Kriegsherrn, ein Mann von scharfem, unter-nehmendem Geiste, besaß er neben besonderer Lebhaftigkeit und unerschütterlicher erapferkeit dievorzügliche Eigenschaft, alle Umstände richtig zu schätzen und mit kalten. Blute zu benutzen.

' Er war ein Freund äußeren Glanzes, ohne Verschwender zu sein; in seinem Hause höflichuud freundlich, von vollendeten, geselligen Formen, seiner „Gffizicrc und Leute sich stets auf dastvärmstc annehmend, aber im Dienste ans strenge Meise das Äußerste fordernd. Diese Strenge „ahn,in seinen letzten Lebensjahren oft den Eharakter einer Härte an, die auf den sonst so hervor-ragenden Manu einen betrübenden Schatten werfen würde, fände dieselbe nicht in seinen viel-fachen körperlichen Leiden, den Folgen der Kricgs-Strapazen, eine Entschuldigung. Ein großerLiebhaber von schönen Pferden und ein vortrefflicher Reiter, der noch im Alter durch seine schöneHaltung im Sattel auffiel, war er stets vorzüglich beritten und hielt mit der ihm eigenen Strengedaraus,' daß auch die Bffizicre des Regiments stets gute und ansehnliche Pferde gut ritten. Dieganze Erscheinung des Regiments soll unter seiner Führung eine besonders ausfallend schöne ge-wesen sein."

Über die Vermvgensverhältnisse des Obersten I. Karl Fr. Frhrn. v. Ebersteingeben nachsteheilde Schrifteil nähere Auskunft.

Nr. 530. Schreiben des Kommisfions-Maths L. A. ?.»ra n e r an den MajorI. K. A. v. Kberffein zn Iilsit «I. <l. Kolbach, den ll. Januar 1771, E'berslein'sKorderung an den Geheimen Hlath v Werthern betreffend.

Hvchw. Herr Obristivachtineister ze.! Seitdem ich die Ehre gehabt habe, unterm26. blov. a. p. Ew. Hvchw. Gnaden mit meinem unterth. Schreiben aufzuwarten,habe ich nicht ermangelt, den Hrn. Geheiinden Rath von FVsrtlisrii zu ver-schiedenen Malen all den Abtrag derer rückständigen Zinsen zu erinnern, und nrchzuletzt, als Ew. Hvchw. gnädige Zuschrift vom 20. blov. n. p. unterm 7. Ose. ä. n.bei mir einlief, habe ich demselben auch sogleich die beigefügte Zinsen-Lpooilicmtiouübersendet und ihn anderweitig an den Abtrag derselben erinnert; ich konnte aber keinMal eine positive Antwort erhalten. Endlich am 27. Ose. n. p. war es gefälliggewesen, mir zu antworten, welches Schreiben aber erst den 29. stuf. bei mir einlief.In diesem Schreiben schützet der Herr Geheimde Rath seine viele Arbeit vor, klagte

O Fähnrich wurde er am 98. Juni 1736, Lieutenant 8. Okt. 1741, Capitniu 93. Febr.1737, Major 93. Sept. 1769, wirklicher Kommandeur des Regiments g. Nov 1769, Oberst-licutcnant 90. Mai 1779 uud Oberst 9v. Mai 1773.