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größere Einbuße durch 4412 Gefangeue, unter welchen sich 1 General und 78 Offizierebefanden; außerdem büßte er 28 Kanonen, 9 Fahnen und Standarten ein.
Am 3V. Oktob. wurde Victoria geschossen; hierbei ließ der Prinz Heinrichdurch den General v. Seydlitz dem Major v. Eberstein und seinem Regimenteseine hohe Zufriedenheit bezeugen.
Am 9. Nov. besichtigte der König das Schlachtfeld und äußerte sich in höchstgnädiger Weise über die Leistungen der Truppen. Der Major v. Eberstein wurdezum wirklichen Kommandeur des Regiments v. Plettenberg ernannt. Den 16.brach das Reg. von Tuttendorf ans und marschirte über Nossen, Oschatz, Torgan indie Winterquartiere, welche am 22. Nov. erreicht wurden. Es kam mit dem Stabenach Herzberg zu liegen. Der Kommandeur des Rgts., Major v. Eberstein,folgte später nach; er war genöthigt, wegen seiner in der Schlacht bei Freiberg er-haltenen Verwundung etwa 2 Monate lang in Nossen liegen zu bleiben. Dort wurdeer gepflegt von seinem 9^ Jahr alten Sohne Wilhelm, den er aus Tilsit durchden Capitata v. Preuß mit einem Rekruten-Kommando hatte nachkommen, in das Re-giment als Junker eintreten und als solchen an der Schlacht bei Freiberg Theilnehmen lassen.
Als das Regiment in Herzberg stand und die Friedens-Unterhandlungen im An-fange des Jahres 17K3 in Hubertusburg stattfanden, sollten die ausgeschriebenenKontributionen mit Härte schnell beigetrieben werden. Und da der Major v. Ebersteindie Stadt Herzberg und die Gutsbesitzer in der Umgegend nicht mit der intendirtenHärte behandelte, daß also die Kontributions-Summen nicht so schnell bei der Er-schöpfung der Gegend zusammen gebracht wurden, so wurde der König böse und be-auftragte das Freibataillon (Mukus Icülius (gew. Prof. CuiekmrÄ) mit der Exe-kution der Kontributionen. Bei dem Exekutionsgeschäfte, dessen Detailausrichtung eingewisser Major Sauerzapf handhabte, verfuhr man nun mit revoltirender Grau-samkeit. Auf Sauerzapf's Befehl wurde eine alte adlige Dame und Guts-hesitzeriu im kalten Januar nach Herzberg hereingebracht, in eine Stube gesperrt undmit kaltein Wasser begossen, sodaß sie einige Tage darauf starb. Das hatte der Oberst(Mukus doch auch indulgirt. Der Major v. Eberstein, dein das zwar nichts an-ging, nahm aber diesen Vorfall als eine Ehrensache auf an, dem Orte, wo er gleich-falls mit dem Stabe stand. Es kam zu sehr starken Äußerungen. Der Majorv. Eberstein in der Hitze warf den Adjutanten des Obersten (Mukus, der einLkuäiosus NlleoloMu gewesen, zur Treppe hinunter und offerirte dein Obersten (Mukusleilius ein Paar Pistolen. Allein weder der, noch der Adjutant hatten zu einersolchen Behandlung dieser Angelegenheit Lust. Der König endigte die Sache durcheinen launigen Brief an (Mukus leiiius, worin er ihm verbot, sich zu schlagen, undmachte denselben zu seinem Uuekuur. „Das Freibataillon wurde aufgelöst undreduzirt, das Regiment v. Plettenberg wurde aus Herzberg delogirt und 2 Meilendavon ein quartirt. Der Major Sauerzapf wurde auch reduzirt und ist nach-her in polnischen Diensten als General, wiewohl mit wenig Ehre und upplausugestorben."
Am 15. Febr. 1763 beendete der Hubertnsburger Friede den siebenjährigenKrieg und am 4. März brach das Regt. v. Plettenberg aus den Winterquartierenauf, passirte bei Glogau die Oder, bci Posen die Warthe, bei Thorn die Weichselund rückte am 17. April nach einer Abwesenheit von beinahe 6 Jahren wieder inseine Garnison Tilsit ein.
Unter dem 11. Mai 1763 erfolgte eine „Instruktion für die Kommandeurs derKav.-Regimenter", welche sich auf alle Gebiete des Dienstes erstreckte.
Gleichzeitig mit der eben angeführten Instruktion wurde dem Regimente „wegendes im letzten Kriege bezeigten guten Verhaltens" der Vorzug zu Theil, seine Gesuchedirekt an den König gelangen zu lassen.
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