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gerückten Regiments vakat. v. Roell vorüber und sprach de in selben seine Zufrieden-heit über das Verhalten am Tage zuvor aus. Am 25. wurde der Friedeunterzeichnet, der Besitz von Schlesien war von neuem erobert und gesichert.
Das Dragoner-Reg. v. Roell hatte sich an dem Tage von Kessels-dorf so zu sagen die Sporen verdient, es konnte sich erhobenen Hauptesden schlachtengebräunten Kameraden von Hohenfriedberg und Sohr zurSeiten stellen. Im Dez. 1745 ernannte der König den Gen.-M. v. Rull!? zumChef des bisher v. Roell'schcn Drag. - Regts., welches am 25. Dez. aus der Gegendvon Dresden abmarschirte und im Febr. 174k in Tilsit wieder einrückte.
In der hierauf folgenden 10jähr. Friedenszeit manöverirte das Reg. Rnitzmit dem 1744 aus ihm gebildeten Reg. Stosch zwischen Jnsterburg und Tilsit,dann bei Wehlau, Breitenstein und Königsberg zc.
Der Lieutenant Karl v. Eberstein, dessen Gesundheit im Kriege stark gelittenhatte, sah sich im Sommer 1748 genöthigt, in Pyrmont eine Brunnenkur zu brauchen.Im Frühjahre 1732 verheirathete sich Karl und am 11. Febr. 1753 wurde seinältester Sohn Wilhelm, der spätere sächs. Hof- und Jnstitien-Rath (mein Großvater),geboren. Im I. 1734 erhielt Karl abermals ein Werbekvmmando in das Reich,von dem er erst im April 1733 nach Tilsit zurückkehrte.
Um den bereits am 13. Jan. 1744 bei dein Reichskammergerichte in Wetzlaranhängig gemachten Prozeß ans Wiedereinlösung des Köh»»l»erger Zehenteu etwaseifriger betreiben zu lassen, nahm Karl 1756 die Vermittelung seines Königs, wieauch noch einmal später i. I. 1765 in Anspruch und ließ ferner durch den 1766 zuOstern in Wetzlar anwesenden jüngeren Kameraden Major v. Stutterheim Auf-träge in dieser Sache an seinen Mandatar, den Rechtspraktikanten Licentiaten Lange,übermitteln. Freilich hatten alle diese Bemühungen bei dem allbekannten schleppendenGeschäftsgange des Reichskammergerichts keinen Erfolg, trotzdem Karl den Prozeß bisan sein Lebensende fortführte; auch sein Sohn Wilhelm stand bald von der Weiter-führung dieses aussichtslosen Rechtsstreites ab, seit dem 21. Dez. 1782 ließ er solchenauf sich beruhen.
Bei Ausbruch des 7 jährigen Krieges wurden die in Preußen stehenden Regimentermobil gemacht und unter dem Befehle des 72jährigen General-Feldmarschalls v. Leh-wald zwischen Jnsterburg und Wehlau zusammen gezogen. Im Aug. 173k wurde auchdas Regt. v. Plettenberg auf den Feld-Etat gesetzt, blieb aber bis ins folgende Jahr inTilsit stehen, wohin auch das Drag.-Reg. v. Finkenstein, 5 Esk. des Husaren-Rgts. v. Rüschund 2 Gren.-Bat. gezogen wurden, um als ein Beobachtungs-Corps gegen Rußland zu dienen.Der Gen.-Major v. Ruitz erhielt 12. Juli 1756 die erbetene Entlassung und 3. Aug.in dem Gen.-Maj. v. Plettenberg einen Nachfolger. Nun nahm der 7jährigeKrieg Karl's Thätigkeit bis zum Hubertusburger Frieden unausgesetzt in Anspruch.Er wurde 25. Febr. 1757 Capitain, 23. Sept. 1760 Major, im Juli 1762 nachAbgang des Obersten v. Massow interimistischer und 9. Nov. 1762 wirklicherRegiments-Kommandeur. Er kämpfte 30. Aug. 1757 mit in der Schlacht beiGroß-Jägerndorf, 25. Aug. 1758 bei Zorndorf, 3. Sept. 1759 in dem Gefechtezum Entsätze von Torgau (erhielt 300 Thaler Douceur), wohnte dem Gefechte beiTaschenberg oder Jagow (3. Sept. 1760), dann dem Gefechte um die GrüneSchanze vor Kolberg (19. Sept. 1761), ferner den Gefechten bei Gerwin(10. Okt. 1761), auf dem Marsche nach Gollnow und bei Klempin (20. Dez. 1761),darauf den Gefechten bei Klingenberg (29. Sept. 1762), Tuttendorf, Konrads-dorf und Klein-Waltersdorf (15. und 16. Okt.) und endlich der Schlacht beiFreiberg (29. Okt. 1762) rühmlichst bei und erhielt den Orden pour la märibö.
Nach der ersten von Friedrich dem Großen verlorenen Schlacht bei Kollin(18. Juni 1737) in welcher auch Karl's Oheim Wilhelm v. Eberstein, der Majorbeim Leib-Kürassier-Neg., blieb — setzten sich die Russen mit einem 10 000 Mannstarken Heere unter Fcldmarschall Apraxin gegen die preußischen Staaten in Bewegung