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früh halb 6 Uhr christmildest entbunden und uns mit einer Tochter beschenkethat, welche wir dann Morgen g, g. durch das Bad der heil. Taufe der christl.Airche einzuverleiben willens sind, Gw. Hochgeb. zu einem Tltttfpathen auszu-bitten. welcher Hoffnung, daß chie es uns nicht abschlagen werden, wir dannauch den hohw. Hrn. 00N Dienheim Dero Stelle zu vertreten ersuchen und denNamen Josrpho beilegen lassen werden. U)ormit dann mich nebst m. Fr. (sosich gehorsamst empfiehlt) und das kleine Pathchen zu beständigen Gnaden gehor-samst enipfehlen und mit aller vonm-ulion zeitlebens beharre Gw. Hochgeb. MeinesHerrn hochgeehrten Herrn Gesandten unterth. gehorsamster Diener.
Original im Hauptstaatsarchiv zu Dresden. 6. I)'LbkI'8keill.
Nr. 324. Auszug aus dem 1787 öegonnencn Hehofen'schen Kirchenbuchs.
s. 36. 1797, l s. Januar f zu Basel Christion Frans Anton Korl
Freiherr v. Gberstein, Doinprobst des Hochstifts zu Basel. Gr war geboren imGctober (7(9, alt also 77 Jahr ^ Monat.
Herr I>r. 1. 8ieber zu Basel hat die Güte gehabt, mir über den DompropstFranz v. Eberstein unterm 27. Dez. 1878 Folgendes mitzutheilen:
„Als die Franzosen das bischöflisch-baselische Gebiet 1793 in Besitz nahmen,verließ das Domstift seine Residenz in dem nahen Dorfe Arlesheim und brachte— ein bemerkenswerthes lAetnm — sein Archiv und seinen Kirchenschatz nach Baselin Sicherheit, als in dieselbe Stadt, die 1529 sich vom Bischof losgesagt und pro-testantisch geworden war. Es scheint, daß der Dompropst Limn? Aulon kein Bedenkentrug, seinen Wohnsitz nach Basel zu verlegen, und daß er sogar hier sein Lebenbeschloß. Derselbe ist übrigens hier keineswegs vergessen; er scheint sich auch literarischbethätigt zu haben. In den neuen Merkwürdigkeiten der Landschaft Basel,3. Abthlg. (Lasel 1816) von Markus Lutz werden S. 174 ff. die Schicksale desBaslerischen Stift-Kapitels erzählt, und zwar beruft sich der Verfasser auf die„lateinische Urschrift des sei. Dompropst Lran? Freiherrn von lüderstein".Ob ein solches lateinisches Nanusoript in hiesigen Bibliotheken vorhanden ist, vermagich noch nicht mit Bestimmtheit zu sagen; meine bisherigen Nachforschungen waren bisjetzt ohne Erfolg. Dagegen habe ich in einem handschriftlichen Sammelbande, der ausdem Nachlaß des erwähnten Markus Lutz stammt, ein Schriftstück gefunden, dasfolgenden Titel hat: „Aeln Loelosias lZasilionsls, ick est Eonstitutionss szmockalssnlinogug.« orckinntionss guns in lüpiseopi lZasilisnsis Avebivo lUannseriptao asssr-vaiur vol tg'pis eckitus sunt. Eollootionoin nckornavit tckirist. Irnneismis (Alwinsab Lbersteiu oinsckoin ooolssin« eanonieus Anno ckoinini 1766." Eirea 45 Folioseiten.
Im gleichen Bande stehen „Nompli lZasilisusis siusckemgus enpituli iata.."4 Folioseiten, auf Wunsch des Bibliothekars von 3t. lZlnsii im Schwarzwald im I. 1761niedergeschrieben, jedoch ohne Namen des Verfassers. Vielleicht ist dieser Aufsatz vonLutz für seine Geschichte des Basler Domstifts benutzt worden."
Der Dompropst Franz v. E. zu Arlesheim schrieb 16. Aug. 1782 seinem VetterKarl Theodor v. Eberstein (nachmal. Minister):
Im Jahre ;?SH und sodann anch im Jahre t?ss wurden mir von der kursächsischen Ritter-schaft über den alten Adel, Ritter- und Stiftmäßigkeit der von Werther und meiner übrigenAhnengeschlechter ein Attestatum gegeben. Euer Hochwohlgeboren haben auch von dem letztern,als welches in der besten Form ist, eine Abschrift in Händen. In beiden ist das von WertherischeWappen so wie es sich in unserem Stammbaum vorfindet oben angesetzt, nämlich einen grauenWolf znm Aussatz oder Helmzierde habende. Mit eben diesem Wappen ist schon wenigstens vorso Jahren mein seliger Hr. Vater für neuaufzunehmende Domherrn bei dem hohen DomstiftEichstädt als Adjurant zugelassen worden, und also bin auch ich selbsten bei dem Höchen Dom-stift-Stasfel aufgeschworen worden. Der berühmte Johann Siebmacher in seiner s. Ausgabe von;sos schildert das v. Wertherische Wappen auch mit einem grauen Wolf, und seine Beschreibungdavon lautet wie folgt: „Das erste Feld gelb (etliche haben es weiß), der Low darin roth; das
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