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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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Sophie geb. v. Werthern 7r Sohn). Als er von Harzgerode nach Rötha gebrachtwurde, gingen der Leiche die Bergleute von Leinungen und Morungen voran, und dieRothaer Schulkinder gingen derselben in Prozession' entgegen. Acht Tage lang wurdetäglich von 1112 Uhr mittags ein Trauerläuten gehalten. Er hatte'sich 1731 mitJohanne tLharlotte geb. von Wcrtheru a. d. H. Rlein-Werther (geb. 24. Juni 1693,-s 24. Febr. 1771 zu Harzgerode, beigesetzt in Rötha 1. März ej. m.) verheirathet.Nahe Anverwandte von ihm waren der Land-und Geheime-Rath van Werthernauf Klein-Werther, der Oberstlieutenant von Wcrthern auf Brücken, der miteiner geb. v. Wilcke vermählt war, und der Ober-Hofmeister Anton v. Werthernzu Sondershausen. Diese und deren Kinder kamen sehr häufig nach Harzgcrode,wohingegen auch A. G. v. E., meistens in Begleitungseiner lieben Frau", inKlein-Werther und Brücken anwesend war. Schwäger von ihm (Herrenv. Werthern) waren in Ungarn, Italien, Kurland zc. Leider hat nicht nur seineeigene Familie durch den Geheime-Rath v. Werthern Vermögen eingebüßt, sondernauch mein Urgroßvater, der Oberst I. Karl Fr. Frhr. v. E. in Tilsit.

Drei von Anton Gottlob's v. E. Brüdern wohnten in seiner Nachbarschaft.Der Graf Ernst Friedrich v. E. wohnte in Leinungen, der JägermeisterChristinn v. E. in Morungen und sein jüngster Bruder Wilhelm stand in Wanz-leben bei dem k. preuß. Leib-EuiruLsisr-Reg. Er versah Vaterstelle bei seinerNichte Christiane v. E. aus den Eichen. Die Schwester der letztern, Chartottchen,war in Groß-Leinungen bei dem Grafen E. Fr. v. E. In Leinungen wohntenauch noch viele Mitglieder der Wols-Dietrich'schen Branche.

Während der Abwesenheit des Grafen E. F. aus seinem Gesandtschaftspvstendirigirte besonders Anton Gottlob die Familienangelegenheiten im Ganzen, die Prozeß-sachen wegen des Forstes, des Kohlholzes und des Oberbaums der Ämter Lein- undMorungen, sowie die Bergwerks- und Hüttensachen in Leinungen.

Bei der brüderlichen Thcilung erhielt der Ober-Berghauptmannn das Harras'scheGut zu GeHofen, mußte aber die Erbportion seines Bruders Wolf Dietrich mitübernehmen. Im Jahre 1721 acquirirte er zwar von seinem Bruder Ernst Rudolf(Ober-Stallmeister in Eichstädt) die Rittergüter Neuhaus und Paßbruch, verkauftedieselben jedoch 1729 wieder an den Fürsten Viktor Friedrich zu Anhalt-Bernburg.Kurz vorher ereignete sich folgender Vorfall:

Am 16. Okt. 1728 beklagte sich der zu Harzgerode wohnende SchutzjttdeSalomen Liebermann beim Fürsten von Anhalt,welchergestalt ich vor wenig Tagenmeiner Frauen Bruder Levin Mändel, der itzo bei mir in Brod und Diensten ist,mit einigen Waren über Land gesendet, da er denn sogleich von dem Herrn Berg-hauptmann von Eberstein zu Neuhaus nebst denen meinigen, mitgegebenen Warengefangen genommen worden, der ungegründeten und nichtigen Ursach wegen, daßer auf einem Reiseküttel ein paar rothe Aufschläge gehabt, welche dieses Herrnvon Eberstcin Meinung nach von dem ihm ehemals gestohlenen Scharlach seinsollen. Ob er nun wohl auf vieles Lamentiren ineinen Dienstboten endlich losgegeben,so hat er dennoch die sämtlichen Waren zurückbehalten, will solche auch eher nicht folgenlassen, bis ich seinem Begehren nach erwiesen, daß die gedachten rothen Aufschlägevon seinem gestohlenen Scharlach nicht wären, und woher ich solche bekommen?Wann aber, Durchlauchtigster Fürst, gnädigster Fürst und Herr, so es nöthig, hinlänglichdarzuthun wäre, daß besagter Reiserock vorlängstens in Hildesheim gekausetund keineswegs von dem Gestohlenen das Geringste daran befindlich, daher dennumsoweniger gedachtem Hrn. Berghauptmann freigestanden, aus bloßer Muthmaßungensonder einige iuckieiul wider hochfürstl.-anhalt. SchuiWtden zu proesckii'vn undsofort von dein Arrest, so eine speeiks sxsoulionm ist, wider alles Recht und Billig-keit den Anfang zu machen und mir aufzuerlegen, iwxulivum und den litkl einerizosssssiou zu erweisen, da ihm doch über Eiv. hochfürstl. Durchl. Unterthanen keineMÜsäietüou zustehet", und bittet den Fürsten, die gnädigste Orckr« zu ertheilen, daß derBerghauptmann von Eberstein die arrestirten Waren sofort herausgeben möge.