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auch nicht thun konnte, wurde um 10 Uhr deswegen Konferenz gehalten und es ihnengestattet. Werden sie also morgen ihren Marsch dahin antreten. Sic behalten 300 öster-reichische Husaren bei sich und erwarten ihr völliges Korps von oben herunter undwerden, nachdem sichere Briefe von Frankfurt geben, daß mau ihnen Winterquartieregestatten würde, von hier bis nach Coblenz geleget werden und die Postirungen bisdahin mit versehen. Wie man von österreichischen, heut abmarchirten Offiziers ver-nimmt, so würden die mehresten österreich. Regimenter von Basel bis an den Neckarzu liegen kommen und dahin die Postirungen versehen. Der Marsch derer Kreis-trouppen will nach der bekannten Art und Weise langsam von statten gehen und fastgar bis aufs Frühjahr verschwinden. Die Dannstädter Kompagnie, so hier liegt, hatteOrdre, den 15. dieses von hier abzumarschiren und bei Costheim zum Bataillon zustoßen, allein den 14. kam Ordre, sie sollten noch hier bleiben, weil man zu Frankfurtmit Regulirung der Winterquartiere noch nicht einig werden könnte, mithin mit derPostirung auch nicht. Die österreichischen Husaren und Croaten, so in der Pfalz ge-legen und die pfälzische Kommando observiret, sind alle wieder herüber, und die pfäl-zische Beamte sind noch zu Frankfurt und wollen zu Gebung der Kontribution imGeringsten nicht verstehen. Jhro kurfürstl. Gnd. werden erst den 8 oder 29. dieseshier eintreffen, weil in Dero Schloßzimmer etwas von der Decke eingefallen und solchesnicht eher repariret werden kann. Mainz, den 17. 9^ 1745.
Zrielleick Gent ron EberKri».
Nr. 308.
Sire. Der kaiserl. Gesandte Baron von Hagen kam heut 8 Tag des Abendsvon Frankfurt hier an, hatte den ersten Feiertag Audienz, war den 2. Feiertag mitdem Canzler, Großhofmeister und Obermarschall in Konferenz, welche vermuth-lich die Einquartierung und Verpflegung derer österreichischen 2 Regimenter Damnitzund Lichtenstein, so in dem Mainzischcn liegen, betroffen, bliebe beede Tag an derkurfürstl. Tafel und gienge den 3. Feiertag wieder nach Frankfurt ab. Gedachte2 Regimenter haben anfänglich vor ihr baar Geld leben sollen, nun aber praetendirensie ihre Fourage und Verpflegung als eine Schuldigkeit und fangen allerhand Excessean. Man weiß auch noch nicht, wann und wohin die sämtl. 13 Regimenter, sozwischen dem Neckar und Main kantoniren und bis dato noch von dem Generalfeld-zeugmeister Grasen von Geißrock kommandirt werden, marschiren, indem von Seitendes Kreiskonvents zu Frankfurt, als wohin Mittewoch unser Obermarschall Baronvon Erthal von Jhro kurfürstl. Gnd. abgeschickt worden, auf ihren Abmarsch sehrgedrungen wird, und des französischen Gesandten Nsv. cla lg. 5ins Vortrag daselbstso viel Jngreß gefunden haben solle, daß binnen Kurzem die auf Postirung stehendeKreistrouppen ab und nach ihren Ständen zurückgehen würden. Der vorhin hier,bisher aber bei denen Kreisen accreditirt gewesene englische Gesandte Nsr. ckk lZnrrislrist vorgestern auch wieder hier angelangt, hatte sogleich Audienz, bliebe an der kurfürstl.Tafel und will man, daß derselbe die Versicherung geben, daß die schon 2 Jahre ge-noffene jährl. 8600 Pfd. Sterling Subsidien fernerhin continuirt und bezahlet werdensollten. Es haben Jhro fürstl. Gnd. zu Würzburg zwei Regimenter denen Hol-ländern zu überlassen sich engagiret; nachdem aber ietzo die Liste kommen, was einJeder nach Proportion vor Gage bei ihnen haben solle, so findet sich, daß solcheschlechter dort, als in ihrem Land stünden, weßwegen Jhro fürstl. Gnd. Anstand nehmen,solche versprochenermaßen marchiren zu lassen, und haben eine Estafetta nach den: Haaggeschickt mit der Declaration, daß im Fall sie sich wegen des Gehalts nicht bessernwürden, sie keinen Mann marchiren ließen. Jhro kurf. Gnd. werden Anfangs künftigesMonats Dero Sommerhaus in Dero Favoritte beziehen, zu Ende des Juni aber sichnach Aschaffenburg auf etliche Monat begeben. Mainz, den l6. April 1746.
A'irürick Grnk von Elmstein.
Nr. 309.
Sire. Vergangenen Montag kam der herzogt, zweibrückische Gesandte Hr.von Atzenmeper hier an, um die Lehn zu empfangen. Da solcher aber kein guter