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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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Nr. 293.

Sire. Gestern um Mittag sind vvn dem unter Cmnmnndo des Generalvon Sommerfeld stehenden Corpo 5 bis 6000 Mann bei Moßbach und Bibricheingerücket und werden heut die übrigen folgen, denn solches in 8 oder 10 000 Mannvon der Armee das Commando getroffene österreichische, hannoverische undholländische Bataillons und Escadrons bestehet. Sie haben 18 Stück bei sich undverlautet, sie würden eine Brück bei Bibrich übern Rhein schlagen und hier beiMainz auf dem heil. Kreuzberg zu stehen kommen; allein ohngeacht allen darzu ge-machten Anstalten und das zu Cassel an den Zubehörden stark gearbeitet wird, zweifeltman doch an ihrem Übergang und glaubet, daß sie bei Mosbach und Bibrich stehenbleiben werden. Ich war gestern Nachmittag vor Jhro kurf. Gnd. in das Haupt-quartier nach Moßbach zum General Sommerfeld abgeschickt, um denselben über seineAnkunft zu complimentiren, die mainzischen Unterthanen anzurecommendiren und ihnauf heut Mittag nach Hofe zu laden, welcher solches überaus wohl genommeu, sichvor die kurf. Gnad bedanket und versichert, mit seinem ganzen Corps zu Jhro kurf.Gnd. Befehl zu sein und würde er auf alle Weis suchen, die mainz. Unterthanen zuschonen, deprecirte aber vor heut die Gnad, bei der kurf. Tafel zu sein, indem er1000 Croaten und Husaren übersetzen ließe und er heut Morgen bis nach Bingen,welches 6 Stund von hier, recognosciren reiten wollte, um die Gegend ein wenig zubetrachten, als morgen aber würde er seiner Schuldigkeit nach mit dem General Palfiund Matta Jhro kurf. Gnd. die Cour machen und Dero Befehle erwarten, worinneer angenehme Dienste leisten könne, bäte übrigens um die Erlaubniß, die von denFranzosen bei Bibrich aufgeworfene Werke zu demoliren und hingegen die Insuloder sogenannte Jngelheimer Aue besser zu befestigen, welches ihm auch gestattet worden.Der die französischen Affairen hier besorgende Obriste Nsr. In Novelle hatte vor-gestern Audienz bei Jhro kurf. Gnd. und begehrte, darin den eigentlichen Tag zuwissen, wann Höchstdicselben nach Frankfurt gehen würden und hoffe, da er anhiesigem Hof accreditirt, man würde auch dahin bedacht sein, ihm bei des Großherzogskönigl. Hoheit einen Paß zu verschaffen, denn wann der Hof weggienge, er Ordrehätte, sich zur Armee zu begeben. Se. kurf. Gnade» haben ihm zur Antwort geben,daß sie selbst den eigentlichen Tag nicht wüßten, indem es hier oder da noch fehlete,hingegen würden sie sorgen, damit er seine Rückreise sicher und ohngehindert antretenkönnte, denn solches nicht mehr als billig. Bis cialo heißt es noch, daß der kurfürstl.Einzug künftigen Dienstag als den 31. dieses vor sich gehen solle, allein die Meistenglauben, er werde abermalen auf etliche Tag verschoben werden müssen, weilen manbis dahin ohnmögl. fertig werden könnte. Mainz, den 27. Aug. 1745.

Frmlrirk Gruk von Gbrrstei».

Nr. 294.

Sire. Es gehet numnehro der Einzug Sr. kurf. Gnd. künftigen Dienstagden 31. dieses gewiß vor sich und ist heut befohlen worden, daß alle Cavallier, Pagen,Laqueyen, sämtl. Hofbediente, Pferde und Bagage morgen und übermorgen vorausgehen sollen, weilen Jhro kurf. Gnd. den Dienstag mit Postpferden, ohne sich unter-wegens aufzuhalten, gerade an den Sammelplatz bei der Warte sich verfügen undsogleich sich in die Paradechaise setzen, sofort um 12 Uhr Mittags Alles zum Einzugparat finden wollen. Heut um 11 Uhr machten die Herren Generals von Sonnner-feld, Graf Leopold Palfi und Matta nebst dem Obristen Graf Forgatsch, Grafvon Wallenstein, Graf von Rechtern, Baron von Syercken, Obristl. Grafvon Virm, Graf von Breuner nebst unterschied!. Capitains und Adjutanten ihreCour bei Sr. kurf. Gnd., speiseten respective an der kurf. und Marschallstafel undritten um 5 Uhr wiederum nach ihren: Hauptquartier Moßbach. Morgen wird derGeneral-Feldmarschall Bathiani bei diesen: Corps erwartet, welcher sich aber über1 oder 2 Tag nicht darbet aufhalten, sondern nach nöthig findenden Dispositiones sichwieder zur großen ^.rmes begeben wird. An den Zubehörden, eine Brück bei Bibrichzu schlagen, wird stark gearbeitet und scheinet Ernst zu sein, welches aber nur darum