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Zum Münzwesen der Edeln Herren v. Jleburg.
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mit herabwallendem Haare bis unter die Brust sehen, in der Rechten einSchwert, in der Linken eine dreiwimpelige herabhängende Fahne haltend.Eine Umschrift findet sich nicht oder nur ein einzelner Buchstabe.
Daß Größe und Typus des Gepräges auf die Zeit von 1220—1200weisen, darf als sicher gelten. Die Darstellung ist eine solche, — wir müssenan dieser Stelle von Hinweisen ans pnblieirte Stücke absehen, — wie sie ansBracteaten der bezeichneten Zeit und der Sachse ulän der sehr gewöhnlichist und die auf der vorliegenden Münze eines weltlichen Herrn ist analogder häufigen ans den Geprägen geistlicher Fürsten, wo der Schutzheilige desresp. Stifts sich über einem bethürmten oder sonst ornamentirten Portale halberhebt, während das Portal entweder den Kopf des geistlichen Herrn, oder einEmblem, wie Lilie, Stern, Kreuz, sehen läßt. Mitunter zeigt sich auch um-gekehrt der geistliche Herr halb über dem Portale, während das Hanpt desvder der Schutzheiligen in diesem sichtbar sind. (Vgl. z. B. Stenzel Nnm.Studien. Leipzig 1875. Tab. V. Nr. 48—53.)
So sicher, als die Bestimmung des Zeitalters, dem die vorliegende Münzeangehört — die Zeit von etwa 1220 bis 1260 — ist, däncht es uns auch, daßnicht Meißen oder Niedersachsen im engern Sinne ihre Heimath sei, sondernSachsen, in jenem weitern Sinne, in welchem wir die Territorien der Chur-lande, des Erzstifts Magdeburg und des Fürstenthums Anhalt dazu rechnen.Ein Blick auf die Meißnischen Gepräge, wie sie das bekannte PosernscheWerk uns vorführt, lehrt die große Differenz, ebenso die Gepräge älterer Braun-schweiger Bracteaten bei Cappe, Erbstein (Fund von Trebitz) Gebhardi n. n.Dagegen nehmen wir die größte Uebereinstimmung mit Magdeburger, undganz besonders mit den Münzen der Sächsischen Herzöge und Chur-fürsten wahr. Es ist dies ein besonderer Grund für die Ueberweisung unsererMünze an die Herren v. Jleburg. Denn wenn auch ihre vornehmsten Herr-schaften und Territorien, wie Eilenburg, Mühlberg, Liebenwerda, Uebigauund Wahrenbrück, von der Markgrasschast Meißen zu Lehn gingen und alsBestandtheile derselben galten, so waren sie — zu geschweige!! der vber-hoheitlichen Ansprüche, welche die Herzöge von Sachsen ans mehrere der-selben machten — den Erblanden der Letzteren so nahe belegen und theilweisevon ihnen umgeben, daß sehr natürliche und für das Münzwesen sehr erheb-liche Gründe es den Herren, v. Jleburg gebieten mußten, ihre Gepräge nichtdenen der entfernter wohnenden Markgrafen von Meißen, sondern denen der näherwohnenden Herzöge von Sachsen, mit deren Landen offenbar der nächste undlebhafteste Verkehr stattfand, zu confvrmiren; d. h. deren und der im Münz-wesen noch dominirenden Erzbischöfe von Magdeburg Gepräge zum Musterund Vorbilde für ihre Münzen zu nehmen. So stellen sich auch die Geprägeder Grafen v. Brena nicht als Seitenstttcke zu den Meißnischen, sondern viel-
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