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1 (1877) Die meißnisch-sächsische, niederlausitzische, böhmische und ältere Linie der Edeln Herren v. Ileburg
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Zum Münzwesen der Edeln Herren v, Jleburg.

auch von Seiten der Münzsammler und Münzkundigen, denen meine Schriftmitgetheilt wurde, gingen mir keine Mittheilungen zu, welche mich erfreulicherWeise auf Gepräge aufmerksam machten, die mit Wahrscheinlichkeit oder völligerGewißheit als Jleburgische zu beanspruchen wären. Da brachte ein Zufall nochin der zwölften Stunde — als der letzte Registerbogen bereits gesetzt war —die mir erwünschte Entdeckung, die ich einem eifrigen hiesigen Mllnzfreunde,dem Herrn Hanptmann v. Graba vom 66. Jnf.-Regt. zu verdanken habe.Er fand auf einem gerade in seinen Händen befindlichen Exemplare der Ab-züge (Taf. VI. Nr. 13) von den auf Veranlassung des weiland Probstes Ranzu Berlin gestochenen (aber von ihm nicht Heransgegebenen) Knpferplatten mitAbbildungen der in seinen Besitz (vor ea. 150 Jahren) befindlichen Münzen,ein Stück — Bracteaten — dargestellt, welches der obigen ihm gleichfalls zu-gegangenen Schrift zufolge, sein Interesse erregte nnd ihn zu der Annahmeführte, in ihr das bisher vergeblich gesuchte Exemplar einer Münze der EdelnHerren v. Jleburg gefunden zu haben. Die Ansicht seiner Copie ließ auch mirwenig Zweifel übrig, daß nun endlich eine Jleburgische Münze entdeckt sei.Meine Vermuthung, daß sich das Rau'sche Exemplar im Besitze des Königl.Münzkabinets befinden werde, bestätigte sich zwar nicht, da der von dem Direc-tor desselben, Herrn Dr. I. Fried land er gütigst gegebenen Auskunft zufolgedas von Ran besessene Exemplar der abgebildeten Beschaffenheit seines Randeswegen nicht dortselbst vorhanden sei, allein glücklicherweise waren unter denSchätzen, die das gedachte Münzkabinet, namentlich an Brandenbnrgischen undüberhaupt allen sonstigen Provinzen der Preußischen Monarchie ungehörigenMünzen aller Zeiten besitzt, drei Exemplare des fraglichen bisher nicht einembestimmten Münzherrn beigelegten Gepräges, von denen das besterhaltene hierzur Abbildung gelangt; von den beiden andern hat das eine die Sterne undeut-lich, das andere sie etwas größer.

In der That wird man diese Münzen den Herren v. Jleburg zu-sprechen dürfen. Das Bild der Hvhlmünze, von dem gewöhnlichen feinen Silber-blech der Bracteaten aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, läßt über einem rnnd-bogigen Portal, welches einen schmalzugespitzten, sog. herzförmigen Wappen-schild mit drei zu 2 nnd t gesetzten Sternen einschließt und anjeder Seite von zwei Ringeln begleitet ist, einen barhäuptigen Geharnischten