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1 (1877) Die meißnisch-sächsische, niederlausitzische, böhmische und ältere Linie der Edeln Herren v. Ileburg
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Erläuterungen der Abbildungen.

führen drei Eingänge; die Glocken datiren, wie schon aus den obigen Mit-theilungen ersichtlich, aus deni neuern Zeitalter. Dasselbe gilt von dem 1569errichteten Altar, von der 1621 gefertigten Kanzel und der 1624 erbauten Orgel.Außer den oben abgebildeten fünf Grabsteinen und mehreren fast ganz unkennt-lich gewordenen enthält die Kirche an mittelalterlichen noch den des am 5. Decbr.1423 (also zur Zeit der Aebtissiu Agnes v. Jleburg) verstorbenen ProbstesJacob Huttermann und des 1480 am 1. Januar verstorbenen Probstes JohannesFabricius. Vgl. C. R. Bertram Chronik der Stadt und des Klosters Mühl-berg S. 27—31.

Eine Abbildung der noch wvhlerhaltenen Kirche zu Charwatec inBöhmen, wo sich die Erbgruft der Herren v. Jleburg Böhmischer Linie befand,durfte nicht fehlen. Sie ist nach einer Photographie gegeben, wie eine solcheauch von dem Innern der Kirche, welche noch zwei Grabsteine der Herren v.Jleburg aufweist, vorliegt. Das Kirchengebäude zeigt Formen aus zwei ver-schiedenen Bauperioden. Der Ort war ein uraltes Besitzthum des Erzstifts Pragund ging 1341 im Tausche Seitens des Erzbischofs Johannes an das AugustinerChorherrenstift zu Raudnitz über nebst den Dörfern Martinawes, Cvhvrice u. a.Bei Beginn der Hussitenkriege verpfändete K. Siegmund 1420/22 den größtenTheil des geistlichen Grundbesitzes. Ob die Herren v. Jleburg zuerst Pfand-,dann erbliche Grundbesitzer von Charwatec gewesen, constirt nicht. Im Jahre1502 bestätigte K. Wladislaw den Brüdern Peter und Ladislaw v. Sulewitzauf Brvcnv das Nutznießungsrecht der geistlichen Dörfer Charwatec und Cvhvrice.

Die Kirche zu Charwatec ist Marien Himmelfahrt benannt. Das Schiffist ein uralter Bau, dessen Seiteneingaugsthür einen eigenthümlichen romanischenStil zeigt. Das Presbyterium ist ein Anbau im gothischen Stile aus dem14. Jahrhundert. Hier befindet sich auf der linken Seite, gegenüber dem größernGrabsteine Wilhelms v. Jleburg vom Jahre 1489, ein thurmartiges hohesdurchbrochenes Sanctuarium, das Behältniß für den Frohnleichnam, im späternschweren gothischen Stile, wie er sich im letzten Viertel des 15. Jahrhundertsin Böhmen findet. Es ist ein werthvolles Document jener Periode und legtdie Vermuthung nahe, daß Wilhelm v. Jleburg sein Urheber war. Ein ähn-liches älteres Sanctuarium hat sich in Böhmen kaum erhalten. Die großeGlocke der Kirche wurde im Jahre 1400 gefertigt und 1505 umgegossen, wiedie in altdeutscher Minuskel darauf befindliche Inschrift besagt: anno. ckoininiIN. (oeoe?) in n0lnine.ckornini.nc>8tri.iesu eristi . ack lionorein. sninins.trinitatis . et . inckivickue . unitatis . Iroe oxns . xreelarunr. sst. taeturn. stinillesiino guinKentesiino . gninto . ioannes . oantarista. leeit . et . est . esu-inutuin . 1er ia . «Quarta. xost. lestuin. sanete . Uatsrine . virZinis.