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1 (1877) Die meißnisch-sächsische, niederlausitzische, böhmische und ältere Linie der Edeln Herren v. Ileburg
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Uebersicht des Grundbesitzes.

wissermaßen als ein Facit oder ein Ergebniß aus ihrem Inhalte der Urkunden-sammlung eine Uebersicht des gesammten Grundbesitzes der EdelnHerren v. Jleburg innerhalb der einzelnen Territorien in alphabetischer Ord-nung anzuschließen und zwar in kürzester Form, die nur die — schon bei den Ur-kunden selbst angegebene — Bestimmung der geographischen und politischen Lagejeder Ortschaft wiederholt und einige Hauptmomente aus der Jleburgischen Besitz-zeit hinzufügt, bei den Hauptorten eines Herrschaftsbezirkes aber auch die Zu-behörungen desselben aufführt. Ganz von selbst mußte sich daher das Bedürfnißzur Anfügung des nun folgenden Abschnittes über den Grundbesitz ergeben ausder imposanten Begüterung und der im ganzen Sachsenlande fast beispiellosenMacht des Grundbesitzes, der die Herren v. Jleburg in ihrer alten HeimathSachsen und neuen Böhmen auszeichnete, nicht weniger aber auch, um aus der-selben die Ausbreitung und den Gang zu ersehen, den die Schicksale des Ge-schlechts genominen haben durch seiue Wanderungen von seiner Wiege nach demsüdlichen und nördlichen Osten.

Nach diesem hin führte es schon früher einmal ein guter Stern, schonmehrere Decennien vor der Zeit, seit welcher unser theures Preußenlandfortan seine bleibende Wohnstätte, der neue Sitz seiner Ehre und seines Ruhmesward, aber dieser Stern erlosch und erst der blutige Komet des furchtbarenBundeskrieges in der Mitte des 15. Jahrhunderts ward der Wegweiser indas Land, wo die Heldenthaten der Ahnherren eines neuen Hauses die Funda-mente zu seinem Baue legten, der nun in das fünfte Jahrhundert hinein dauerndfest und — hoffen wir — unerschütterlich dasteht.

Aber anders fielen die Schicksalswürfel für jenen Zweig, der vom altenStamme nach seinem nicht fernen Nachbarlande Böhmen verpflanzt ward. Reichan Ehren und Würden, reicher noch an Geld und Gut schlug er dennoch keineWurzeln für die Dauer von Jahrhunderten in dem fremden Boden. Untergewaltigen Kriegsstürmen wuchs er heran, aber nie entfaltete sich bei ihm seineKrone zu einem schirmenden vielbelaubten Blätterdache nnd nach kaum andert-halbhundertjährigem Bestände sank sein letzter Sproß ins Grab. Und so ver-fiel auch dieser Zweig dem gleichen Schicksale mit denen, die so zahlreich ausdemselben Mutterlande nach dem lockenden Böhmenreiche sich verpflanzten; ihrerist keiner mehr übrig.

So ist denn alle Macht, Pracht und Herrlichkeit, die stolzen gewaltigenBurgen im Böhmerlaude verschwunden, ihre Mauern alle fast in Trümmern,wo einst der eherne Tritt der mächtigen Jleburger und ihrer Mannen wider-tönte. Nuno 8öAötö8 udt 41'ojg. tait!

Aber auch von den zahlreichen Städten und Schlössern, Flecken und Dör-fern, über die der Jleburger Stamm im Sachsenlande, seiner Heimath, gebot,ist Nichts ihm geblieben; schon das Ende des 14. und zuletzt das 15. Jahrhun-