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1 (1877) Die meißnisch-sächsische, niederlausitzische, böhmische und ältere Linie der Edeln Herren v. Ileburg
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Eine Reihe sehr gewichtiger Gründe, deren ausführliche Darlegung derbesondern Abhandlung über die Herkunft des im Jahre 1170 mit seinem Namenauftretenden Geschlechts der Herren v. Jleburg gebührt, läßt wohl wenigZweifel dagegen aufkommen, daß der vorhin genannte Burggraf Conrad v.Wettin, der mittlere Sohn des Ahnherrn Ulrich, dieselbe Person sei mit dem inden Jahren 1170 und 1181 urkundlich genannten Conrad v. Jleburg, demHerrn und Vogt der Stadt Eilenburg. Die Nähe der ältesten JleburgischenStammgüter bei Wettin und umgekehrt burggräflich Wettinischer inmitten derJleburgischen, die beständige engste Verbindung beider Geschlechter, gemeinsameTaufnamen und das Wappen sind, anderer Gründe zu geschweigen, die hier nurandeutbaren Argumente für die obige Ansicht. So war auch die alte Jlebur-gische Stadt Liebenwerda ein Zubehör der Grafschaft Wettin, die von denBurggrafen mit der Macht und deu Rechten der Vicegrafen verwaltet wurde,nnd sie ging mit dieser im Jahre 1217 an die Grafen von Brena über, derenheraldische Embleme im Stadtwappen als ein lebendiges Zeichen dieses Besitzeszu gelten haben.

Bei dieser Bedeutung des burggräflich Wettinischen Hauses für die Ge-nealogie der Herren v. Jleburg war nicht allein der Entwurf einer Stamm-tafel der Ersteren (die wir am Schlüsse des Werkes den Jleburgischen voran-stellen) erforderlich, sondern auch die Mittheilung der ältesten über die Burg-grafen in der Zeit vor dem Jahre 1200 uns überlieferten urkundlichen Nach-richten, die wir hier in Regestenform folgen lassen.

1) 3Z5. November ! MS».

Ulrich, Burggraf v. Wett in (Oäelrieus oustsllanris äs VUtin) undseine Söhne Ulrich und Conrad (duonraäus) sind unter den Zeugen(vor ihnen von weltlichen Edeln und zwar sämmtlich als nobUss bezeichnet:Markgraf Albrecht (der Bär), Burchard Burggraf von Magdeburg und seinSohn Burchard, Cuno von Wippra, Günzel v. Krosigk und sein Sohn Albrecht,Conrad v. Spurne (Spöhren) und sein Bruder Berthold, Esiko v. Bornstedt,Hoher (Graf) v. Mansfeld, Burchard (Graf) von Falkenstein, Walther v. Arn-stedt (d. h. Arnstein) und Conrad (Burggraf) v. Giebichensteiu, nach ihnen sämmt-lich als irobilss prädicirt: Bodo v. Schochwitz, Gardolph v. Seburg und seinBruder Gero, Baderich (Gras) v. Dornburg, Gottschalk v. Schkeuditz, Bertholdv. Schipzig und sein Bruder Marold, Luof v. Camburg und sein Sohn Luof,Otto und sein Bruder Lothar, als Conrad, Markgraf von Meißen und der Lausitz,das von ihm gestiftete Kloster St. Petri auf den: Lauterberge dotirt.