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1 (1877) Die meißnisch-sächsische, niederlausitzische, böhmische und ältere Linie der Edeln Herren v. Ileburg
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Einleitung in die Geschichte der Familie gewesen, weniger ein kurzer Abriß alseine besondere Abhandlung über die Herkunft und Heimath derselben.

Allein, wie leicht ersichtlich, würden bei den bisher über diese Punkteauseinandergehenden Meinungen älterer Autoren und bei dem Dunkel, welcheswie überall, auch die Anfänge und den Ursprung des nicht allmälig zu so be-deutender Macht und Begüterung angewachsenen, sondern gleich von Anfangesich in ihr zeigenden Jleburgischen Herrengeschlechts verschleiert, sehr eingehende,sowohl die bisherigen Hypothesen widerlegende als die ihnen zu substituirende An-sicht beweisende und manche damit verknüpfte Nebenfrage unter Beifügung urkund-lich-kritischer Materialien erörternde Untersuchungen vorzuführen sein, dieeinen unverhältnißmäßigen Raum beanspruchen würden. Es mußte daher imHinblick aus die sonst noch zu ausführlicher Behandlung sich darbietenden all-gemeinen Capitel der Jleburgischen Geschlechtsgeschichte von einer dem Urkunden-buche voranzuschickendeu Einleitung in die Familiengeschichte Abstand genommenund statt ihrer als erster Anhang eine diese selbst in präcisester Form demLeser vorführende Geschichtstabelle gesetzt werden, bestehend in den chrono-logisch geordneten den Urkunden selbst entlehnten Hauptdaten der JleburgischenGeschichte und Genealogie. Wir möchten eine solche Uebersicht — ein chrono-logisches Register alles Erheblichen, was Personen und Sachen betrifft — beikeinem Familienurkundenbuche fehlen sehen.

Für ein anderes nothwendiges Requisit eines jeden solchen Werkes hal-ten wir aber demnächst eine Abbildung des Familienwappens und wennes Wandlungen oder wesentliche Veränderungen erfahren hat, in seinen verschie-denen Formen, vor allem aber die Beigabe mindestens der ältesten Familien-siegel, jener durch ihre Eigenschaft als die alleinigen urkundenbestätigenden Mittelso wichtigen Monumente der Vorzeit und zugleich der anerkannten Kennzeichender Continuität eines Stammes und der Geschlechtsverwandtschaft. Deshalbist dem vorliegenden Urkundenbuche eine lange und stattliche Reihe JleburgischerSiegel von ältesten aus dem Jahre 1231 an (aus einer Zeit, aus welchermanche regierende Häuser noch keine sphragistischen Denkmäler aufzuweisen haben)bis zum Schlüsse des 15. Jahrhunderts beigefügt im Anschlüsse an die Abbildungdes Familienwappens, wie es jetzt und schon seit nahezu 400 Jahren constantgeführt wird. Die schöne Darstellung des Wappens und die genauen Copiender an Dobrilugker und mehreren anderen Urkunden hängenden JleburgischenSiegel verdanken wir der hohen Kunstfertigkeit des Herrn Ad. Hildebrandtin Wernigerode. Allgemeines über das Wappen und seine verschiedenartigen Dar-stellungen, sowie seine Theile und kurze Bemerkungen zu den Abbildungen derSiegel selbst müssen vorerst einen Ersatz für eine besondere weiter ausholende undmanche einer näheren Untersuchung werthe Punkte erörternden Abhandlung bieten.