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oastrum von Stellenfleth IV —, starb jedoch 1759 ohneNachkommen. Seine Wittwe, Oorotlrsa ^.malia v. 4.Ooolcen, blieb daher bis zu ihrem am 23. Cot. 1801 er-folgten Ableben im Besitze des Gutes, worauf es zum Ver-kaufe kam. In dem desfallsigen am 15. >Iun^ 1802 ab-gehaltenen Subhastationstermine acquirirte dasselbe — incl.Stellenfleth IV — der damalige Lieutenant und spätereLandrath Vran2 .lulius v. Ulato für 24901 Thlr. (imma-tric. 3. Kov. 1802). Als nach dessen Tode, 1825, überseinen Nachlaß Concnrs entstand, kaufte das Gut aus sol-chem Caooilia lUnAclalsna, v. 4. Osolcou, die Wittwe desNattlüas V. Ulato a. Wechtern, und überantwortete esihrem jüngsten Sohne, Dlrsockor Lurolrarck ^.utouius v.Rlats, Welcher am 19. Kov. 1834 davon die Matrikel er-hielt, es auch noch jetzt besitzt und bewohnt.
O. Stellenfleth IV. Dieses Gut siel des Kammer-junkers Kbsrlrarck zweitem Sohne, ckollauu Ksiuriolr v. 4.Csolcen (st 1095) zu, und sodann — laut Theilungsreces-ses 4. 4. Stellenfleth den 6. Köln-. 1699 — dessen ältestemSohne, dem Landrathe Kdsrliarck (si 1725). Nach desletzteren Tode brach über seinen Nachlaß Concnrs aus undsein gestimmter Grundbesitz wurde distrahirt. Aus solchemConcurse scheinen des Landraths rechte Cousinen (die Töch-ter des bei Stellenfleth III erwähnten Major Clans v. 4.Coslcon), lllargarotlra Corotlrsa, verehelichte v. CixkolcstLarbara üla^ckalona, Chanoin. zu Neuenwalde, und ^.nnaKmsrsu^ia Chan, in Schleswig, den Binnenhof (oastrurn)von Stellenfleth IV acquirirt und ihn später an Carl Cllri-stiau v. 4. Coolcou a. Stellenfleth III wieder veräußertzu haben. Wenigstens sagt der General lliorouiiuus, daßsich auf Wechtern I ein Document befinde, wonach in den8 Tagen Michaelis 1743 Herr Klaorlrarcl Iloinrioll v. 14x-kolck, Namens seiner Mutter, geb. v. 4. Coolcou, und inVollmacht seiner Mutter Schwestern in Neuenwalde undSchleswig, die ihnen aus des Landrath Klzsrlrarck v. 4.
des verzeichne!: „Am 28. 1729 Herr Lwus v. 6. Decken zum Stel-lenfleth, der Acltcrc. — Nach dessen Ableben, am 19. Inn^ 1739dessen Sohn, Herr Lsrl Lki'istiaii v. cl. Decken". Dieses ist aber offen-bar irrig. Denn jener Capitain Dderknrä, welcher doch, allen sonstigen Nach-richten nach, das fragliche Gut bis zu seinem Tode besessen hat, starb erst 1734.Sodann war der Lieut. LIwus v. cl. Decken, Illter Linie, welcher hier dochwohl hat beziclt werden sollen, nicht schon 1739 todt, sondern starb erst 1733,und endlich hat sein Sohn LsrI Lün-lstinn, welcher 3. ktov. 1711 geborenwar, doch wohl nicht schon am 19. 4nn/ 1739 — mithin in seinem 18tenLebensjahre — immatriculirt werden können. Ans ähnlichen Gründen ist hiernoch viclweniger an den Rcg.-Rath Linus v. rl. Decken s4tcr Linie, ff 1758)und dessen Sohn Lsrl Lkristiinn sgeb. 1717), oder gar an den Hofgcr.-Assessor Linus a. RillerShausen (ff 1721) und dessen Sohn Lnri Liiristinn(geb. 1719) zu denken.
Hinsichtlich der späteren Besitzer der Stcllenflether Güter herrscht über-haupt im Matrikelbuche eine große Konfusion und Commirtio.
Csolcsu Concurse zugefallene Hofstelle an Carl Clrristiauv. 4. Ooslcsu a. Stellenfleth verkauft habe.
Letzterer hatte auch verschiedene sonstige Grundstücke,welche aus diesem Concurse herrührten, an sich gebracht.
Stellenfleth IV theilte hiernächst die Schicksale vonStellenfleth III.
K. undK. Stellenfleth V und VI. Diese Güter sollin den ältesten Zeiten eine Familie v. Atolls besessen nnddenselben, wie dem ganzen Distrikte, den Namen gegebenhaben. Es ist mir nicht gelungen, über solche Familieirgendwelche zuverlässige Nachrichten zu erlangen; sie istmir nie urkundlich aufgcstoßen. Der Erzb. Rocks in seinemRsAistro 4s 1500 erwähnt ihrer nicht.
Ans das, was Nuslrarck darüber beibringt, ist wenigGewicht zu legen. Er bezeichnet freilich eine Familiev. Atolls voir Atolloullstli bestimmt als eine Kehdingscheund sagt, aus ihr sei 1511 AgAsdacko v. Atsllo zu Stellen-fleth Erbgesessen gewesen, sowie KuZo v. Atolls, Erbherrzum Stellenflethe, 1534 gelebt habe. Auch kommt bei ihmauf der Lroolc'schen Stammtafel um 1550 ein Lsrtolckv. Atslls zum Stellenflethe als Ehemann der ClrristinoV. Lroolc im Kirchspiele Osten vor.
Ich glaube jedoch, es gehörten diese Personen zu derFamilie v. Atolls an der Weser (hauptsächlich im AmteBlumenthal). Diese nannte sich auch v. Atsllsrbroolc oderbloß v. IZroolc. Aus ihr erscheint 1510 sogar wirklich einHorizont v. IZroclc zu Stellerfleth (Stader Archiv). Hierausgeht zugleich hervor, daß sie keinesweges, wie Nuslrarckbehauptet, schon zu Ende des 15ten Jahrh, erloschen sei.
Nuslmrck läßt seine Kehdingsche Familie v. Atsllsum 1550 ins Oldenburgsche ziehen.
Zu derselben Zeit findet man bereits Rarna (Rarickon)v. Korkk im Besitze wenigstens von Stellenfleth V. Ersteht als solcher in der Ritterrolle 4s 1551 (zusammen mitClaus v. Korkst wahrscheinlich seinem Bruder). Er warverheirathet mit ckutts Liolcor (v. I-uuolzorA). Sein nochim Garten des Gutes Stellenfleth V aufbewahrter Leichen-stein besagt:
T^nno 1582 den 18. Cotolzsr ist Rarickoru Kork in
Got seelich entslapen, den Morgen umme 4 Stegen,t^uno 99 den 26. ckauuar, den Morgen umme 7 Stegen
is ckuts Liolcors, sin ehelicke Husfrowen in Gotseelich entslapen.
Rarna's Sohn war wohl ckolrauu v. Korkt. Acten-mäßig war dieser 1588—1602 Gräfe, nnd wohnte, ver-heirathet, ans seinem Hofe zu Stellenfleth.
Rarua Korkst welcher 1641 Gräfe War und zu Stellen-fleth wohnte, hatte gewiß jenen ckollauu zum Vater. Ineiner Urkunde von diesem Jahre wird er aufgeführt als:„Gräfe Rariu Korkt zu Stellenfleth u. Lake, .lolmnrksSohn".