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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
Entstehung
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(st 1690) vererbt zu haben. Wahrscheinlich wurde vondiesem einige Jahre vor seinem Tode Stellenfleth in zweiGüter getheilt und das neu gebildeteder neue Hof" ge-nannt (Stellenfleth II). Schon in dem Matrikelbuche äs1698 finden sich 2 Güter Stellenfleth als Nachlaß jenesLandraths aufgeführt, wovon das eine, Neuhof, dessenSohne Elans gehöre, das andere aber von dem RittmeisterEarl Ellristian v. ä. Dsslcsn bewohnt werde.

Dieser Rittmeister (Ister Linie) muß eine besondereVorliebe für das, eigentlich seinen Stiefkindern denrechten Kindern des obigen Landrath (Raus Lsnsäist, IVterLinie, zustehende, Stellenfleth gefaßt haben. Er bezoges (Stellenfleth I) und bewohnte es bis zu seinem Ende(weshalb er auch verschiedentlich, z. B. in Urkunden äs 1702und 1708, Erbherr auf Stellenfleth genannt wird), wäh-rend er seine eigenen Erbgüter schon bei Lebzeiten seinenStiefkindern einräumte. Nach seinem Tode, 1717, fielStellenfleth I an seinen Stiessohn (Raus (der schon vorherdas väterliche Gut Stellenfleth II, den Neuen Hof, innegehabt hatte). Dieser wurde am 28. änl/ 1729 davonimmatriculirt und bewohnte es, bis er 1740 unerwarteterund ungesnchter Weise als Regierungsrath nach Stade be-rufen wurde. Er vererbte 1758

Stellenfleth I. auf seineu jüngern Sohn, den Grä-feü des Alten Landes und nachherigen Regieruugsrath inStade Llzsrllarä v. ä. Osslcsn (st 1779) und dieser aufseinen einzigen Sohn, den Oberhauptmann Elans OttoLsusäist (immatric. 7. äun^ 1782, st 1841), dessen Erbe,der Kammerrath Earl Vrisärieli Elans v. ä. Oselcsn(IVter Linie) davon am 24. llilov. 1842 die Matrikel erhieltund es noch besitzt.

k. Stellenfleth II. (Neuhof). Dieses Gut hinterließder Rcgier.-Rath Elans seinem ältesten Sohne, dem Oberst-lieut. Elans Lsnsäist v. ä. Osslrsn (immatric. 19. .Inn^1759, st 1778). Da dessen einziger nachbleibender Sohn,8sba Lsnsäist, auch schon 1784 im 17ten Lebensjahrestarb, so erbte Stellenfleth II seine jüngste Tochter lVIar-Aarsta Oorotllsa ^Vinalia v. ä. Esslcsn (st 1848), welchesich 1794 mit dem spätern Drost Elans Rsinriolr v. Entolcsn(st 1819) vermählte. Als Wittwe trat sie dasselbe ihremSohne, dem nachherigen Minister Länarä Ellristian v.Imtsllsn ab (immatric. 11. ^cpr. 1832), welcher es aber1840 an die K. Kammer verkauft hat.

(W. Erst sx post sehe ich, daß äollann v. ä. Osellsnin der Ritterrvlle äs 1652 mit zwei Gütern steht, das eine143, das andere 52 Morgen groß. Da nun, meinesWissens, damals kein anderer Gutsbesitzer .lollann v. ä.Dsellsn, als der obengedachte (st 1661), existirte, selbigeraber keine sonstige Güter als Stellensl. (I, II) besessen zu

haben scheint, so dürfte doch wohl schon von ihm, scheinbaraber erst nach 1645, Stellenfleth in Stellensl. I und II ge-theilt worden sein).

E. und O. Stellenfleth III und IV. Diese Gütererbte von dem Bürgermeister Elans sein Sohn, der Oberstund Gräfe Hsinriell v. ä. Dselcsn (Stifter der IlltenLinie, st 1555), und hinterließ sie seinem Sohne, dem Land-rathe Elans, der Jüngere genannt (st 1618; er kommt inden Urkunden äs 1584 und 1592 mit seinem Bruder äs-llann vor, alsKinrisll's seligen Souß up dem Stellen-flethe"). Nach dessen Tode fielen sie seinem Sohne, demKammerjunker lllllsrllarä (st 1652) zu. Sie werden bisdahin, gleich Stellenfleth I, II, aus einem ungetrennten- Ganzen bestanden haben. Denn bei der Erbtheilung, welchedieser lllllsrllarä 1622 mit seinen Brüdern vornahm undwonach ihm Stellenfleth zu Theil wurde, wird nur EinesGutes Stellenfleth erwähnt. Es heißt dort, lllllsrllaräsolle bekommenseines seel. Vaters Adelichen Sitz undWohnhof zum Stellenflethe im Kirchspiele Freiburg (wohindamals Krnmmendeich noch gehörte) beneben den 5 Meyer-Höfen aufm Oster- und Wester-Stellenflethe den Bu-tendeich den Zehnten aufm Ofter-Stellenflethe binnenund Butendeichs :c." lllllsrllarä findet sich auch in denRitterrollen äs 1645 und 1652 nur mit Einem Gute auf-geführt, dort zu 1 Pferd, hier zu 88 Morgen veranschlagt. ^)

Von da an aber erscheinen Stellenfleth III und IVgetrennt. (Nach Maasgabe einer extraordinairen Contri-butionsrolle äs 1675 müssen diese beiden Güter damalsvöllig gleich an Größe gewesen sein; jedes contribnirte füretwa 14 Nagel).

E. Stellenfleth III erhielt lllllsrllarä's ältester Sohn,der Major Elans, und vererbte es auf seinen Sohn, denCapitain Illllsrllarä (st 1734). Das Matrikelbuch äs 1698sagt bei diesem Gute:Seel. Majors Elans v. ä. OsellsnHof, itzo Herr Capitain lllllsrllarä v. ä. Osellsn". Diesersoll indeß, weil über den väterlichen Nachlaß Concurs ans-gebrochen, aus selbigem nur das oastrnin nebst einigenLändereien gerettet haben. Nach seinem kinderlosen Abster-ben verkauften diese Objecte seine Schwestern an die Wittweihres Vetters, des Lieut. Elans v. ä. vsellsn (IllterLinie, st 1733), Oorotllea ÄlaZäalsna V. ä. Oesllsn.Diese hinterließ das Gut 1737 ihrem Sohne Earl Ellri-stian 2). Selbiger vergrößerte es durch bedeutende An-käufe namentlich erwarb er viele Ländereien und das

st Als Kuriosität bemerke ich, daß auf diesem Gute 1602 der Galgenstand, welcher allen 3 Freiburger Kirchspielen gemeinschaftlich gehörte.

st Nach dem Matrikelbuche könnte diese Darstellung freilich nicht richtigsein. In selbigem findet sich nämlich gleich nach dem oben daraus beigebrach-ten Passus, also gleich nach dem Capit. üderliurä v. 3. vselren, Folgen-

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