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Diesen Erpo halte ich für denselben, welcher in unsererUrkunde äs 1285 vorkommt. Sein Geschlecht wird mit ihmim Mannsstamme erloschen sein, da er nach Maaßgabe
eben bcregter Urkunde keine Söhne gehabt zu haben scheintund Glieder der Familie mir später nicht mehr aufgestoßensind.
Abschnitt
Ueber den Namen der Familie.
Vor Allem muß ich bemerken, daß der Name nicht„Dekkcn", sondern „Decken" ausgesprochen wird. Er wurdefrüher sehr verschieden geschrieben, wie Dekc, Deken, Deekhcn,Decke, Dekenn, Deckenc, Teke. In Siebmacher's Wappcu-bnche erscheinen wir unter dem Namen „von der Tccke". Sonennt sich auch jetzt noch eine Branche (V. Linie) der Familie(vermuthlich erst wieder seit neuerer Zeit). Wenigstens sagtHerr v. Ledebnr in seinem Preuß. Adclslcxicon aä vossna„von der Teck": „Dieses ist die in Preußen (Ostpreußen)übliche Form für das Geschlecht von der Decken, zu Bils-höfen, Glantienen (Pr. Eylan), Grünhof (ikiä.) und Wilms-dorfs (iiiiä.)" (vcrgl. das Gut Glantienen).
Der Hauptmann Adam Ernst a. Mittelhausen :c.(V. Linie, 1716—1770) schrieb sich „von der Daccken".
Woher der Name entstanden, ob er etwas Besonderesausdrücken soll und was? das ist schwer zu ergründen. DerHcrlcitnng desselben von der Deckenbnrg, einer Burg in
d^seldsvtus äs Lolsutin lZunonreus Leclssius Lrsmensis DrrtorOoinin! Ktotls preelieti <?>, reco^naseiinus — ezuoct — veneir<timris— LIli-istiuno elieto Lesnleen kninuto — oniniu bonu nostru situin tl. «t Itntsvsvntle pro centum et (gurnezunAintu innrels — etoiüem gurv plieoänl! vontnUnrrrs." (Christian und Willen Schenke,Gebender, Christian des NilterS Söhne, verkaufen 1353 ihr Dorf Ahe wiederfür 15(1 M. an Heinrich v. Jssendorf. Zeugen: Hermann, Beruhard undHeinrich v. Jtzendorp.)
Nicht weniger erhellt hieraus, daß, wenigstens anfänglich, Vormund derSlotelschcu Söhne, oder vielmehr, wie es scheint, nnr eines derselben (Johannmußte auch, allen Umständen nach, schon volljährig sein, obgleich er hier auf-fallender Weise hinter Roland gesetzt ist) Gisclbert v. Holstein, und nicht, wiedie oben allegirten Schriftsteller sagen, der Graf Johann von Oldenburgwar. Im Jahre 1329 (llrk. bei MuShard, wo denn auch wieder Nudolphstatt Roland steht) wird freilich letzterer als Vormund bezeichnet.
Bekanntlich soll die Wittwe jenes Grafen Roland oder Nudolph, in Er-mangelung von Kindern, um 1359 die Grafschaft Stotel au das BremerDomcapitcl verkauft haben. Es befindet sich nun aber im Stader Erzb.Archive eine Urkunde, laut welcher niruo 1393 Erich v. Luncbcrg und seineGemahlin Agnes, Tochter des weil. Rolef Grafen v. Stotel, dem Brem.Domeapüel Tbcile der Grafschaft Stotel, namentlich in den Dörfern Wulstorf,und Gestcudorf, überlassen.
(Nach den ctutis der oben allegirten Nrk. lle 1326 muß der ältereGraf Johann v. Stotel zwischen Februar und Mille April 1326 gestorben sein.)
Baiern, habe ich schon früher gedacht.') Dadurch würdefreilich die eigentliche Bedeutung des „Decken" auch nochnicht klar. Ebenso habe ich bereits ans den HolländischenKlang des Namens, wenn man ihn plattdeutsch „van derDecken" ausspricht, hingewiesen.
Die meisten alten adelichen Familien eigneten sich, alszuerst Zunamen in Gebrauch kamen (im 12. und 13. Jahr-hunderte), denselben von einem Orte, von ihrem Wohnsitzean (daher das „von"); viele aber auch von dem Amte, wel-ches sie damals gerade bekleideten (Schulte, Marschalck, Vitz-thum, Truchscß), oder von Thieren (Voß, Bär, Apen), odervon körperlichen und geistigen Eigenschaften oder Angewohn-heiten (Grote, Lütke, Schwarte, Blanke, Brummer, Bose,Scheele, sogar Mörder, Räuber — Növer — und Aus-brecher — Uthbrekere —) oder endlich von sonstigen Gegen-ständen, Beschäftigungen und Zufälligkeiten.
Den Namen „Decken" vermag man von nichts Der-artigem mit Bestimmtheit zu dcriviren. Doch bin ich fastdes Glaubens, daß früher ein Bach oder ein Flüßchen —welches sich vielleicht später in die vielen Flethe oder Canäleverloren hat —, oder auch eine mit viel Reeth bestandeneGegend 2) existirt habe, welche den Namen „die Deke oderDecke" führte und wonach unsere Familie benannt worden.Am geneigtesten wäre ich, solches Gewässer oder solche Ge-gend im Amte Neuhaus zu suchen, nicht nur, weil dort die
y In einer Urkunde bei Scheid! — vom hohen und niedern Adel —erscheint 1301 lonnnes Ss 'litrsneboreli, worunter Deckenburg verstandenwerden könnte. Doch ist es wahrscheinlicher, daß wir es hier mit einein Herrnv. Tecklcnburg zu thun haben. Diese Dynasten-Familie ward früher meist„Tekcncborg" geschrieben.
2) Im Lande Kehdingen wird daß aus der Elbe antreibende zerknirschteReeth (Schilf), Heu, Stroh, Reiser, kleines Holzwerk u. dergl. — Dekc ge-nannt, oder Deck. (Wollte man hiervon unsern Namen ableiten, so würdederjenige der Herren v. Schulisch, wenigstens nach v. Wersebc, ganz ähnlichenUrsprungs sein. Denn dieser -rutor legt — in seinen »Niederländischen Colo-nicen" — dem Worte »Schölisch" eben dieselbe Bedeutung bei, wie sie daseben beregte „Deck" hat. Indessen ist dabei zu erinnern, daß Ort und Ge-schlecht Schölisch ehemals ganz anders geschrieben wurden, nämlich: Sculzichoder Scolstc. (Vergl. Schölisch, bei den Gütern.)