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Hinricus Grube, milss, kommt 1305 unter den Vasallendes Mecklenburgischen Fürsten Nicolaus von Werte vor(führte drei schräg rechts liegende Sterne im Schilde, vicl.Lisch, Familie v. Oertzen, I. 87). Ein anderer miles Hin-ricus Grube erscheint in Mecklenburg schon 1229, 1244,1275 (vicl. Mecklenb. Histor. Jahrbucher). Diese Familiesoll im 14. Jahrhunderte erloschen sein. — Mushard leitetdie hiesigen v. Gruben aus Dänemark her und läßt vondort im 14. Jahrhunderte Waldemar v. Gr. zuerst in's LandKehdingen kommen. Er weiß solches aber mit nichts zu docn-mentiren. Allerdings existirte ehemals in Dänemark eineFamilie v. Grube oder richtiger v. Grnbbe, welche sich späterauch nach Pommern verbreitete. Deren Wappenschild zeigtejedoch einen goldenen Löwen im blauen Felde.
Zu den Kehdingern dürfte wohl Werner Grube gehören,welcher 1334 eine Altländer Urkunde unterschrieb (vick. Han-nov. Magazin, Jahrg. 1822, paA. 116); auch Stephanv. Gruben, welcher 1479 Erzbischof von Riga war (vicl.Balthasar Rüssow, Livländische Chronik), indem der VornameStephan in der Kehd. Familie v. Gruben gebräuchlich war.
Da deren Wappen mit dem Decken'schen fast durchausübereinstimmt (früher vielleicht völlig), so dürfte daraus anseine nicht zu ferne Heimath der ersteren zu schließen sein.(Herr v. Ledebnr, in seinem Prenß. Adelslexicon, findet sichdadurch sogar zu der Behauptung berechtigt, daß die Grubenund die Decken glcichen Stammes wären). Dieselbe hat übrigensallmählig alle ihre alten Güter verloren und ist gegenwärtigauf das einzige — nenerworbene — Gut Kuhla redncirt.
4) Die v. Warner führt Mushard ans Schottland(wieder ohne allen Beleg) über Livland ans die BremischeGeest und endlich erst um etwa 1400 in's Kehdingsche nachWarncrhörne. Ich kann nicht sagen, was hieran Wahres ist.Mitglieder dieser Familie sind mir allerdings nicht vor 1400,vielmehr erst viel später — dann aber außerordentlich zahl-reich — im Kehdingschen vorgekommen. Anch in sonstigen
Bremischen oder andern Urkunden finde ich den Namen inälterer Zeit niemals erwähnt. Bei alledem bleibt es immerwahrscheinlicher, daß die Warner zuerst von hier nach Liv-land gelangt sind, als umgekehrt.
Schließlich
berühre ich noch folgende, obgleich gewiß eingewanderteFamilien, weil sie doch schon ziemlich früh in Kehdingenangetroffen werden:
1) Die v. Stemshorn. Diese stammen aus derGrafschaft Diepholz (obgleich sie dort ein anderes Wappen,nämlich zwei kreuzweise liegende Harken, geführt zu habenscheinen, während hier ein Jagdhorn), und zwar wohl ansdem Dorfe Stemmshorn. Sie dürften sich zuerst im 15.Jahrhunderte am Stader Stadtregimente bctheiligt und so-dann anch im Kehdingschen ansässig gemacht haben.
Die Vornamen Statius und Cord herrschten in derFamilie, wie in Diepholz, so anch hier vor. In einer dor-tigen Urkunde cls 1461 findet man Statius v. Stemshornund seinen Sohn Statius „Borchmanns"; desgleichen 1513Cord und Hardeke, Gebrüder, 1534 Cord v. Stemshorn(vicl. Diepholz. Urk.-Buch, scl. v. Hodenberg'.
2) Die von der Mehden trifft man gleich den vorigenzuerst als Patrizier in Stade. Sie originiren sehr wahr-scheinlich ans dem Lande Hadeln und haben ihren Namenvon dem dortigen Flusse Medcm. Deshalb schrieben sie sichfrüher anch immer von Medcm. Sie werden nicht vor dem16. Jahrhunderte in Kehdingen begütert geworden sein.
Die v. Medem in Cnrland, obgleich sie — nach denAd e tslexicis der Herren v. Zedlitz und v. Ledebnr — eben-falls aus Niedersachsen dahin gekommen sein sollen, führenwenigstens ein ganz anderes Wappen.
3) Die Zeit der erst spät Statt gefundenen Einwan-derung in's Kehdingsche Seitens der Familien v. Hackeborn,v. Jüngermann, v. Lixfeld und v. Tettenborn ist bekannt.Geadelte gehören nicht hieher.
Abschnitt 11
Personen, welche den Stammtafeln nicht einzureihen gewesen sind.
Ich habe oben, gegsn Ende des Z 1, gesagt, daß nachden in selbigem besprochenen Herewart und Alverich vonDeca (1250) erst etwa 2 Jahrhunderte später Personen,welche bestimmt zu unserer Familie v. d. Decken gehören,urkundlich wieder auftreten, und zwar im Lande Kehdingen.
Indessen, in solchem Zwischenranme erscheint doch mehr-mals der Name Decken außerhalb des Landes Kehdingen,
ohne daß aber der Fundort immer ganz unverdächtig, oderdie Cohäsion des Trägers mit dem hier fraglichen Geschlechteersichtlich wäre.
Ich werde nun
a) nicht nur diese letzteren zweifelhaften, sowie die seit1450 bis zum bekannten Stammvater, dem BürgermeisterClans v. d. Decken, vorkommenden.