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Gegenwärtig hält es, nach einer Vermessung von 1862,810 Morgen calenberger Maße.
Dem Gute stand bis in die neuere Zeit die Gerichts-barkeit über alle ans seinen Gründen befindlichen Gebäudeund deren Bewohner zu. Nach dein Cvntracte äs 1740wurden auch Jagd- und Fischerei-Gerechtigkeiten mit über-lassen, welche jedoch nicht näher bezeichnet sind und gegen-wärtig nicht mehr bestehen.
Das Gut besaß ferner das gus airstioraAli oder dasAnkerrecht, vermöge dessen alle an seinen Ufern anlegendeSchisse eine Geldabgabe, welche HaMiuaurt (äs fürs aZAS-rum, Eap. XI. tz 70) zu 3 bis 4 Thlr. für jedes Schiffanschlägt, zu entrichten hatten. Dieses Recht wurde vonder Landesherrschaft freilich als Regal in Anspruch genom-men, das Gut jedoch durch Erkenntniß des Hofgerichts vom4. 1691, in Sachen weil. Landrath ä. X. v. ä. INetlln. Consort., Kläger, s. Gräfe Lsllrosäsr, Beklagt i. p. desAnkergeldes, im Besitze geschützt (viä. Ksüarnüorst's Ma-nuskript äs 1736). Auch diese, bei der Lage des Gutes ander Elbe und am Freiburger Hafen anscheinend pecuniärnicht unerhebliche Berechtigung ist spurlos verschwunden.
Gegenwärtig steht dem Gute noch ein Hafer-Sack-zehnte von den Höfen zur Larkcnburg, dem breiten Hofeam Hollerdeiche und dem Hofe des Olsärioll Ns^sr in
Allwörden, sowie die Erhebung eines Zehntgeldes vomZicgelhofe und eines Canons von der Windmühle in derDöse zu.
Die dem Gute ehemals obgelegene Leistung von Gcld-abgaben an das Domanium und eines Zehntens an dieFamilie v. Ulats ist durch den Minister v. ä. Ossksu ab-gelöset, so daß Rntenstein außer den allgemeinen Staats-Gemeinde- Kirchen- und Schul-Lasten besondere Beschwerun-gen überall nicht zu tragen hat.
In der Nähe von Rutenstein sollen in alten Zeitenmehre Schlachten vorgefallen sein, namentlich auch noch indem s. g. Münsterschen Kriege von 1675 und 1676. DieKrüppelsworth, ein zum Gute gehöriger Ackerkamp, sollseine Benennung von den Begräbnißplätzen der damalsGefallenen erhalten haben.
Ein an der östlichen Seite des Gartens bclcgcncs, mitGehölz bewachsenes Stück Landes erinnert durch den NamenTaterberg daran, daß hier den früher das Land so sehr be-lästigenden Zigcunerbanden ein Ruheplatz gestattet war.
In dem mit dem Hofe vereinigten und parkartig ein-gerichteten Garten befindet sich in einer Höhe von 40 Fuß inden Gipfeln von 4 großen Linden eine geräumige Laube,welche eine weite Aussicht in das Land und ans die Elbegewährt.
8uncl<z.
Siehe Niensteden.
Helivliseli.
Diese im Lande Kehdingen ganz nahe bei Stade bele-gene Ortschaft (Banerschaft) wurde in frühern Zeiten sehrverschieden geschrieben, so nm 1300 und später LeuIÄell,Ksoisio, Lsulsislls, Lellcäs^llo z hiernächst Lsllölsslls, Lelrs-liuAst.
Auch ein Zweig einer adelichen Familie — deren eigent-licher Name mir unbekannt ist — nannte sich davon, wennhier nicht ein ursprüngliches und selbstständiges Geschlechtauftritt. So erscheint schon 1235 INIsus äs Loolssioll(VvAt, Nouuru. iusä. II. 31), 1255 Lrisus äs Ksolsiso,oailss (Hamb, Urk. Buch, säiä. UappsullsrA), 1256 INI-ous äs 8solsiü,ö, ruilss (illiä.), 1257 Drious äs LsolsiNs(Uratjs, Br. n. V. VI. 123), 1294 Drious kairuäus äistusäs Ksolsills, tilius INicI ^uoriäam militis (Zcvener Urk.Buch, sä. v. HoäsudsrA). Sonstige Mitglieder der Familiesind mir nicht vorgekommen. Die genannten findet man
theils im Gefolge des Brem. Erzbischofs, theils der Grafenvon Holstein (gleich den Usiinsrsllaussu). Der letztgcdachtelaleus besaß damals (1294) Grundstücke im Amte Otters-berg, namentlich eine Euria in Quelkhorn, welche er demKloster Zeven überließ ^).
9 Man könnte mnthmaaßen, daß jene Familie Lcolslks ein Abzweig derv. Ainrsclrnlele (v. Lneleteuvrnelr) gewesen sei, nnd zwar deswegen, weil1) der letzteren Ursitz, Hechthausen, nicht weit entfernt lag nnd2> der Vorname Erich (Lrrerm) ehedem auch in der ÄlnrselinlelrschcnFamilie häufig war. So trifft man urkundlich 1318 — bald nach dem letztenAuftreten der seolsilre — Lriens, äiotu« innrscalcirs, rnllos fmit seinerFrau iölnrtilrn nnd seinen Söhnen keAsboclo, Henrillns, 3ollnunes etkrrckollns), 1343 1lrieii8 Unrscnlens, tilrns ^uonännr Lriei ^Inrsoalei,Inmrilus, 1356 Lrious ltlnrsenlous (seine Frau hieß Heilevid» nnd erhatte Kinder), auch schon 1313 Ritter Lrrdi v. itlnrsdinldr (Stadcr Archiv;er verkaufte einen Zehnten zur Lühe an die Familie Kröte).
3) Endlich war auch — zum Theil schon im 13ten snscnlo — die Fa-
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