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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
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Bald nachher aber findet man den Polnischen Kam-merherrn v. kiläiAsr als Eigenthümer von Preten '), wel-cher es am 25. 1783 der K. Domainenkammerüberließ. Von dieser ward es laut Urkunde äs 29. llarmai-1799 dem Oberkommissair lernst .laooll Lolrüarät (ausMünden) auf die ihm zuständig gewesenen, an der Lein-straße zu Hannover belegenen, von dem Könige acquirirten

i) Es war dieser wahrscheinlich einer von den Brüdern 3olrann Dein-rioü nnd Dnrl ^onolrim v. RücH^sr-Nocllibox, welche am 21. Dov.1780 vom Könige Stnnislnns ^.uxust von Polen die Frcihcrrnwürde, undam 4. 9nlz- 1792 vom Churfürsten Dnrt Dlrsoäor von Pfalz-Baiern dieErhebung in den RcichSgrafcnstand erlangten. Ihr Wappen wurde bei derGelegenheit mit dem v. Llilorvschen Wappen vermehrt. Der oben gedachteKammerhcrr v. Düäixer hat vermuthlich eine Tochter aus dem Hause Lülorv-?roten zur Gemahlin gehabt.

Häuser in soiutum überwiesen. Dieser LolUmrät, nun-mehr Baron üiolillarllt von LoiUmrätsstein ^), verkauftedas Gut unter dem 7. Oet. 1799 an den damaligen Drostzu Neuhaus a. d. E., Oiaus Otto Usuocliot v. <1. Oookon(IVter Linie), welcher es am 11. Hov. 1840 seinem spä-tern Erben, dem jetzigen Kammerrathe Oari VrisäriollOlaus v. ä. Osoksu (IVter Linie) cedirte, in dessen Besitzees sich noch jetzt befindet.

2) Er ward unter diesem Titel am 29. Devr. 1799 in den Frcihcrrn-stand des Königreichs Preußen erhoben, in welchem die Familie gegenwärtigsehr bedeutend begütert ist.

lieber die dem Frecherm lleinrieli v. Dekurätsstsin, dann dessenSohne Frech. Drnst Deopolä v. Dok. zu Berlin von der Hann. Domaincn-Kammer erbcnzinslich verliehene Spiegclhütte zu Amclicth, Amts Nienovcr,wurde 1836 Particular-Concurs erkannt.

ÜTIIAoHloilH (mit dem Borwerke 8oerlic>1 oder Nöäei-Iiok).

Dieses bedeutende, im Hildesheimschen belegene Gutsoll in den ältesten Zeiten Grafen v. llii^ollloim gehörthaben. Ueber deren Geschichte schwebt aber ein großesDunkel, oder es ist vielmehr anzunehmen, daß solche nieexistirt haben. Wahrscheinlich sind sie mit den Grafen vonkiliAölstoiir (früher auch UinAllolmi geschrieben) im Pa-derbornschen verwechselt worden. (OoiU. Vaterl. Archivdes Histor. Vereins für Niedersachsen, Jahrgang 1836paA. 499).

Der berühmte Historiker IVociolliocl sagt (illici. Jahrg.1829, B. I. 167):Ueber Grafen von Ringelheimfehlt es an allem Beweis."

Dagegen findet man allerdings in ältern Zeiten eineFamilie niedern Adels, Namens von RiitAsilieiirt oderUinAolow. Schon 1181 erscheint unter den Ministerialenein IRotorrm clo UinAsIllsinr. (Viel. Lolisicit, vom hohenund niedern Adel, Narttissa, 491). ^.nno 1312 warImäoil v. UinAoism Bürgermeister in Braunschweig (Pa-trizier). Indessen zeugen keine Spuren, daß diese Familiein dem jetzt in Rede stehenden Ringelheim ansässig gewesensei oder daher gestammt habe. In der Registratur derehemaligen Abtei Ringelheim, welche vom 12. Jahrhundertean ziemlich vollständig erhalten ist, occurriren weder Grafennoch Ministerialien dieses Namens. ^)

9 Der Generalfeldzcugmcister v. <Z. Decken, damaliger Besitzer desGutes, äußert sich in einem Briefe vom 19. Innuar 1849 folgender Maaßen:Das mir gütigst mitgetheilte HinAsIIreiin'sche Wappen ist vollständiger inRingelheim befindlich und vom Kloster seit vielen Jahrhunderten gebraucht

Schon frühe wenigste.ns schon 1148 war Rin-gelheim eine Abtei. Sie ward 1803 säcnlarisirt und derdamalige Landesherr, König IViliioim Vrisärioll von Preus-sen, schenkte sie im selbigen Jahre als Allodialgut seinemGenerale und Staatsminister INIsärioll IVilllolm, Grafenv. ci. LolmIönburA-I^sllirört (demselben, welcher 1806 diePreussische Organisation von Hannover leitete). Von die-sem (st 7. T^pr. 1815) erbte Ringelheim seine TochterIVioäsrilrs Oaroline (geb. 6. Nazr 1779), welche sich mitdem am 10. 1803 in den Fürstenstand erhobenen Grafen IVan? ImllrviA v. Lat^kslll (geb. 23. I^ov.1756, st 3. Lokr. 1827 als Prenß. Gesandter in Wien)vermählt hatte. ^) Diese verkaufte das Gut (für einige100,000 Thlr.) im Jahre 1817 an den Generalseldzeug-meister -iolmun IVisciilLÜ v. ci. Doolcsir (Ister Linie).Dessen Sohn, der Graf T^ciolpü IVilllolm liVisäricR v.ci. Osoksn besitzt und bewohnt es gegenwärtig.

Um 1833 wurde es zu einem Majorate erhoben.

Socrhof (viä. dieses) ist ein Pertinenz von Ringelheim.

Ringelheim bildete früher ein geschlossenes Patrimo-nial-Gericht von 81 Wohnungen und 831 Einwohnern.

worden. Ob die Behauptung, daß es das alte Wappen der Grafen vonNingclheim sei, richtig ist, steht dahin. Die Existenz dieser Grafen selbst ist inneuern Zeiten sehr bcstritten worden nnd zwar aus dem Grunde, weil es in derZeit ihrer Blüthe noch keine erbliche Grafen gab. In den im RingelhcimschenArchive vorkommenden Nachrichten wird das Dasein dieser gräflichen Familieimmer als historisch erwiesen angenommen, rc.

9 Sie ist merkwürdig durch ihr hcldenmüthigcs Benehmen, Napoleongegenüber, wodurch sie die Rettung ihres zum Tode verurthcilten Gemahlsbewirkte.