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Vter Linie) brachte nun um 1650 drei von den vorstehenden6 Gütern käuflich an sich, nämlich das v. OsriirZsllsche (^,.),das v. Trebrasche (O.) und eins von den LslilsAslschenGütern. Er wird auf selbigen auch gewohnt haben, da ersonst wohl nicht Landeshauptmann des Kreises Jena hättewerden können. Seine 2te Frau, lVIaria v. XöttLsIian, ver-starb daselbst am 26. ^,pr. 1705. Diese errichtete einenneuen Kirchenstuhl (ans 5 Sitzen „für sich und ihr Frauen-zimmer" bestehend) in der Mittelhäuser Lutherischen Kirche.Es heißt darüber in dem Mittelhäuser „Stuhlregister":„Die ersten 4 Stühle gehören den Herren von Adel, nämlichder erste weite vergitterte Stuhl ist der Frau Landeshaupt-mannin v. 6. Osoiren, welchen sie 1696 ans ihren Mittelnerbauet; und ist schriftlich bedungen worden, daß, nach ihremTode, von ihren Erben, so selbige den Stuhl behaltenwollen, 1 Thlr., und so er beim Rittergnte bleiben solle,alle Zeit, wenn daraus das Haupt der Spillseite, nämlichdie Hauswirthin stürbe, 1 Thlr. pro rsooKiritioirs undneuen Staudlösung gegeben werden solle, wie eopia desContracts im Kirchenkasten ausweiset". (Es scheint hier-durch wiederum bestätigt zu werden, daß die Oöttsslraukeine Söhne, sondern nur Töchter hatte).
Lartolcl Otto hinterließ die in Rede stehenden 3 Güterseinem Sohne, dem Obcrstwachtmeister Vollraä llodstv. 6. Osslrsn (-H 1714). Dieser bewohnte, wenigstenszuletzt, das eine davon, während er die andern verpachtethatte. 1690 waren seine Pächter: IVillrelm OiociriskV. cl. Oslsnits und ein gewisser OsIrrillA.
Nach seinem Tode erhielt
Miltelhauscn I sein ältester Sohn, ^.clain ^.clolpli(-s 1745), der es auf seinen Sohn, ^.ckana Ornst, vererbte;
Mittelhansen II sein zweiter Sohn, ^ckani Ornstton. Bon diesem ging es auf seinen Sohn, den Weimar-
schen Hanptmann, ^.äain Otto (1768) über. Da letztererkeine Söhne hinterließ, so gelangte Mittelhausen II wiederan die Linie ans Mittelhausen I.
Mittclhausen III bekam der dritte Sohn des Vollraälolzst, der Capitain OsorZ Otto v. ä. Ossksn. Nachdessen kinderlosen Absterben (1720) fiel dieses Gut anMittelhausen I und II und schließlich mit Mittelhausen IIan Mittelhausen I allein zurück.
Der vorhin gedachte ^clarn Ornst v. ä. Oeslrsn(f 17 70) a. Mittelhausen I vereinigte nun also alle 3Oeslrsnsche Mittelhäuser Güter wieder in seiner Hand,verschmolz sie, wie es scheint, in eines, und hinterließ diesesseinem Sohne, ^.clarn ^.ckolplr (geb. 1760, 4 1825).
Selbiger verkaufte das Ganze 1792 an Ooniss Olisa-lzstll Oaroline, geb. OolsNainp, Wittwe des Preuss. Oberstu. Commandeurs des Jnfant.-Regiments Alt-Bornstedt,ckolmnn lUssliior v. lVIorAsirstsrn (-s 31. lVIart. 1789)für 40000 Thlr. Diese veräußerte es im .lul^ 1801wieder an Ors.112 v. OartrviA, welcher es bis 1804 besaß.In diesem Jahre acquirirte es der Preuss. Oberstlieut.Olrristoplr Onstav OuärviA v. Oranir (Gemahl der Oris-äsrilrs v. IVüstllol aus Mecklenburg, und Sohn des Preuss.Generallieut. Osinrisli Oottlvl) v. Oraun — -s 1799 —und der O. O. v. Lvrirstsclt).
Von diesem ging das Gut 1825 auf einen gewissenOra,venl>orst, hiernächst, .loliaiini 1847, auf einen reichenBürger in Greußen, Namens Hans Onssirt, über. Dieserbezahlte 58500 Thlr. dafür, überließ es aber 1852 zudemselben Preise wieder an den jetzigen Besitzer, AmtsrathOranlrs.
(Die Kirchenbücher von 1645—1688 sind leider inMittelhansen nicht mehr vorhanden, ein großer Verlust fürdie Genealogie der Vten Linie unserer Familie).
^ UOIIOOlAIlt
Im früheren Bischöflich Mindenschen Amte Hausber-gen. Dieses Lehngnt gehörte in den ältesten Zeiten derFamilie v. ^VsttksrAsn. Als 1567 mit ^ntonius v. ^Vstt-Ksi-Ksn dessen männlicher Stamm erlosch, fiel Nammergutan das Stift Minden zurück. Der Bischof Osrnaann ver-lieh es am 8. Oov. desselben Jahrs wiederum dem OberstOoorK v. Oolls (s- 1576, vergl. über ihn Himmelreich)und seinen 3 Schwiegersöhnen. Sie mußten damit abergroße Schulden übernehmen, welche jener IVottlzsr^sirunter Genehmigung der Bischöfe darauf gemacht hatte.
Die über des einen Schwiegersohns, Oermanir'sv. Oiepsirdroel:, Kinder bestellte Vormundschaft trat mitZustimmung des ältesten Sohns, OeorZ Osiirrislr v. Ols-
(nicht Nimmergut).
psnlzroelr, schon am 28. lVIav 1602 den Oispslllzroolr-scheu Antheil an Nammergut dem nachherigen MindenschenHofmarschall Vollrack v. ci. Osslrsn a. Himmelreich :c.(Vter Linie), welcher durch seine Frau Tochter des
Nöninss v. ^Itsn, bereits Mit-Theilhaber an Nammergutgeworden war, ab.
Auch Oksrlmrcl v. ^Itsr», Sohn des andern v. Oolls'-scheu Schwiegersohns, Törmiss v. ^ltsn (f 1594), ver-kaufte seinen Antheil an Nammergut 1606 an jenen Voll-raä V. ä. Osslrsir, seinen Schwager (vicl. die Urkunde).
Der Antheil aber, welchen der dritte Schwiegersohndes Oberst v. Oolls, Orust v. ^Itsri a. Goltern u. Dunau,an Nammergut hatte, scheint den Nachkommen desselben