Nellvdof.
Dieses Gut, nebst den Gütern Jesow und Langenheideim Großherzogthume Mecklenburg-Schwerin hat der MinisterLinus V. ck. voolreir (4ter Linie) im Jahre 1819 von derFamilie v. ?su2 (oder ksuts) für eine sehr bedeutendeSumme angekauft. Gegenwärtig gehören alle 3 Güter seinemEnkel, dem Hann. Lieut. a. D. ckuiius Linus Lrisclriell^Villroiru LlsorK v. <1. Oseirsu, welcher Melkhof auch be-wohnt.
Im 17ten Jahrhunderte war der Schwedische OberstLuuo Liirioir V. Eigenthümer von Melkhof und Lan-genheide. Er hatte Lnriznrn KsckeviA v. Lüiorv a. d. H.
Stintenburg u. Gartow zur Gemahlin. Ihre Tochter ^.nunHsärviZ v. ?su2! (geb. 18. lisbr. 1652, fi 16. ^UK. 1714)ward 1676 die 2te Ehefrau des Br. Lüneb. Geh. Rathsund Großvogts zu Celle LloorA Lllristopll v. Hammer-stsiu (geb. 1624, fi 22. Xov. 1687, Sohn des Drost Hans4cdam v. H. a. Equord u. der Latllarina Naria v. lLisnsüs).
Dieser erwarb (angeblich mit den Geldern seiner Schwie-germutter) die Güter Jesow (von wem?), Melkhof undLangenheide, nachdem ihm bereits 1677 eine v. Toäsn dasDorf Jesow cedirt hatte. Nach seinem Tode fielen jedochjene Güter wieder der Schwiegermutter zu.
NittelliausLn.
Dieses Gut liegt bei Allstädt im Großherzogthum Wei-mar und ist von einem andern Mittelhausen bei Eisenach zuunterscheiden.
Um die Mitte des 17ten Jahrhunderts befanden sichhier 6 adeliche (Lehn-) Güter:
74. Das eine gehörte den Herren v. HerinAsn.ö. Das zweite war im Besitze der Herren v. Trsdra.Ueber dieses sagt eine alte Notiz im Mittelhäuser Kirchen-buche Folgendes: „Es ist anfänglich ein OanAslisollosGut gewesen und hat anno 1364 Iriscirisll Daniel be-sessen. Nachher ist es an den damaligen reichen Landrichteräiotns Lilnor gekommen, von denen es die Herren v. Drsdraerhalten."
L. Das dritte gehörte der Familie v. Oölan. Ebenallegirte Notiz berichtet darüber: „Dieses Rittergut habenerst die Herren v. ILnöbsl (Xnellsl? Tz4s v. ZLnobsl undseine Söhne und Noritü waren wenigstens 1518 inder Nähe von Allstädt begütert) gehabt, von denen es dieHerren v. Lslmnit^ erhalten, bis an den 30jährigen Krieg,von wo an es unterschiedliche besessen, bis es an die Herrenv. Oölan gekommen." In den Händen dieser Familie bliebdas Gut bis zu ihrem Aussterben, 1738. Das Kirchenbuchgn. enthält in dieser Beziehung: „1738 den 14ten Oo-osmdsr ist Herr Lloorg- Lln'istoplr V. Oölan, eine sehrgebrechliche Person und der letzte dieses Hauses, 19 Jahrealt, verstorben." Dessen Mutter, Lln-istians Oiisattstll,geb. v. Lose, Wittwe des Lieut. Larl ^ockolplr Otto v.Oölan, starb am 27. Na/ 1739 Z. Das Gut fiel darauf
9 Die adeliche Familie v. Voliere scheint aus dem Dorfe Dölau imReußischen zu stammen. Sie war im Königreiche Sachsen, im jetzigen Preuss.Sachsen und überhaupt im Thüringschen sehr begütert. (Vist. v. Veäednr,Preuss. Adelslericon, I. 173. Valentin Liosnig's Adelshistorie, II. 343.)
als eröffnetes Lehn an die Landesherrschaft zurück. Baldnachher wurde aber der Hauptmann Hans LloorZ Larlv. Leollaolr wieder damit belehnt. Er besaß dasselbe schon1748. ^4nno 1797 wurde es jedoch an einen gewissen lLoZolveräußert, „da die hiesige Familie v. Loodaoll von ihremgroßen Reichthume gänzlich herunter gekommen war" wiedabei bemerkt wird.
Von lLo^ols Söhnen kaufte das Gut 1819 ein Bauer,ckolrann Llottkrisck TrauZott Oorolck, für 22000 Thlr. undhinterließ es 1824 seinem ältesten Sohne, Larl LlottlodDrauZott Oorolck. Dieser trat es im Ootolior 1856 demAmtmanne tricks aus Aschersleben für 43000 Thlr. ab.
1). Drei der Mittelhäuser Güter — diese drei hattenfrüher wohl nur Eines gebildet — besaßen zur Eingangsangegebenen Zeit die Herren v. KolckoZöl. Die mehrgedachteNotiz sagt: „Das 8olckoAolsche Rittergut haben zuerst dieHerren v. Kolnapxo gehabt anno 1364; sodann ist es vonden Herren v. Huorkolt an die Herren Ou^o v. c4sso undOoinriolr v. wimmern gekommen. Hernach hat es Iisin-I 'isli V. Ammorn allein, und dann Orisckrisll V. Llollalm (?)besessen. Von letztern kaufte es 1530 der Oberlandhaupt-mann Otto v. >8sllleg'sl."
Diese Güter — oder vielmehr nur 2 davon, da das eineschon viel früher an den Herrn v. ä. Osoüsn veräußert war,wie sich gleich zeigen wird — blieben im Besitze der Herrenv. 8olckoK«zl, bis sie der Weimarsche Major v. 8oliloAol1847 für 47000 Thlr. an einen gewissen Orat^onstsinverkaufte, dem sie jetzt gehören. Dieser Major v. 8olckoKolstarb unverheirathet im Jahre 1850, als der letzte seinesGeschlechts oder doch seiner Branche.
Der Rittmeister und Landeshauptmann Oartolck Ottov. ck. Ooolron (Sohn des Großvogts Vollrack v. ck. Ooolron,