278
ellarck. Dieser hatte zu erleben, daß ihm im Ooo. 1739eine Fcuersbrunst alle Gutsgebäude in Asche legte, weshalber sich 2 Jahre laug zu Coppel bei seinem Schwiegervater,dem Landrathe ^SINUS Oliristopll Vrisclc. v. Zuboltitii,aufhalten mußte. Dasselbe Schicksal war dem Gute schonam 24. ckul/ 1693 wiederfahren, wo fast ganz Langwedelabbrannte.
Die Tochter des eben gedachten Major, Vrio-ckerilrs lUnrAarotu v. Vünolilmussu, brachte das Gutihren? Gemahle, dein Oberstlieut. Ourl Oustav v. ä. Osolroir(Ister Linie) zu, welcher sich auf selbigem niederließ und1789 starb. Er hatte sich von 1762—1768 so beharrlichwie vergeblich bemüht, von diesem Gute in die BremischeRitterschaft aufgenommen zu werden. Man hielt anfäng-
lich — aber irrig — dafür, daß Langwedel im Verdenschenund nicht im Bremischen liege; schließlich wurde opponirt,daß das Gut bisher nicht in die Rittermatrikel aufgenom-men gewesen sei (was gar kein genügender Grund war).
Des Oberstlieutenants Wittwe blieb bis zu ihrem1811 erfolgten Tode im Besitze von Langwedel, woraufes ihrem Sohne, dem nachherigen Generalfcldzeugmeisterv. ck. Oeoleou, zufiel. In Gemäßheit dessen Testamentserhielt es sein jüngster Sohn, der jetzige Rittersch.-Präsi-dent a. D. Ooor^ -^llstorcl Lurelmrcl v. ck. Osolrou,welcher es am 23. ^,pr. 1847 an den PostVerwalter Llomoin Verden verkauft hat.
(Beiläufig bemerkt, besaß obiger Oberstlieut. v. ä.Deokmu 1767 auch einen unbebauten Hof zu Daverden).
Im Kirchspiele Emsteck, Oldenburgschen Amts Vechte.Im Besitze dieses Gutes erscheint zuerst (1471) die Fa-milie v. DoriuAölost) später v. OorAsloll genannt, welchevon der Bauerschaft Dörrieloh in der Grafschaft Diepholzihren Namen führt, wo sie noch bis 1589 ihr Stammguthatte. Dieser Familie verblieb Lethe bis auf .luspsr v.OorAsIob (st 7.Ooo. 1654). Da selbiger mit seiner Ehe-frau, Lvu. v. Huleo (st 16. ckunzc 1653), keine Kinderhatte, so nahm er Oaspura lUargarotu v. Lruves — die2te Tochter seiner mit ckolmvm ^.clam v. IZrcnvs a. Diek-haus verheirateten Schwester ckollamim Loxllia NarKarotuv. OorAsloli — an Kindesstatt an. Diese brachte Letheihrem Ehemanne (seit 1659), dem Osnabrückschen Ritt-meister ckolmrm ^uton Oilutbor v. LössluAsr, zu. IhreTochter, Oorotlma lLliscekstlr v. UössluAsr, vermählte sich1679 mit dem Capitaiu Otto Vriockrioli v. 8oIUop>oArollvom Gute Südholz-Rhaden (st 1681) und vererbte Letheauf ihre Tochter, NurAarota Oorotlisu. v. LolllopsArsII,vermählt mit dem Oberst Oisciriob Oouruck 9lato v. Ulla-
cksu. Der letzteren Tochter, ÄlurKarota Oorotlisu lllaeiav. KImcköQ, heirathete 1715 den Hannöv. Oberst LimovLsAur cko Noutdruir, genannt cis Imsr. Nachdem dieser— mit welchem sie 8 Kinder hatte — 1729 verstorben war,verehelichte sie sich 1736 von Neuem mit dem MünsterscheuCornet /Vcluin Lrost v. ci. Osolcoo (Vter Linie). Siestarb am 19. Oot. 1755, nachdem sie das Gut Lethe — indessen Besitz sie 6. Nurt. 1722 getreten war — mit Zube-hör ihrem Ehemanne abgetreten hatte. Dieser vermähltesich nachher wieder mit VUlllolmüiio Oliristins stostanimv. Lmolzolsclortk und starb am 2. -Inlz- 1779. Sein älte-ster Sohn ans letzterer Ehe, ^.claru ^.ckolpll v. ci. Ooolrsii,ward Erbe von Lethe, gerieth aber 1815 in Concurs.
Aus selbigem kaufte das Gut sein Sohn, der Olden-burgsche Hauptmann — jetzt Oberst und Kammerherr —VUlllolm Otto v. ci. Oookou, für 36299 Thlr., überließes jedoch 1821 wieder dem Herzoge von Oldenburg, vonwelchem es später dessen Kammerherr, Baron v. Dütso^v,übernahm.
(im Mindenschen).
Laut der Urkunde äo 1696 verkaufte Lberlmrck v. ^.ltscia. Wilkcuburg „seinen Adelichen erblichen Sitz in der StadtLübbecke, mit allen dazu gehörigen Aeckern, Wiesen, Meyernund Köthnern" an seinen Schwager, den Hofmarschall Voll-
rack V. cl. Osoleoii a. Himmelreich (5ter Linie). SolcherSitz wird auch zuweilen Schloß genannt.
Ueber die ferneren Schicksale desselben ist mir nichtsbekannt geworden.