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Im Kirchspiele Balje. Ein altes RoimorslransenschesGut. Eatbarina v. Roimorsbanson, Tochter des Lortold(al. Lorond) v. It. u. der Eatliarina v. d. Ooolcon, brachtees ihrem Gemahle, -4rond v. d. Ilnds a. Ritterhude(ff 28. 8opt. 1679) zu. Jener Lortold v. Reimorsban-son erscheint freilich (vid. z. B. die Urkunde äs 1626) nurals Erbherr auf (Rnteustein, Ritterhude und) Balje. Aberunter diesem Balje wird ohne Zweifel das Gut Feldhof zuverstehen sein, da in frühern Zeiten oft die einzelnen ineinem Kirchspiele belegenen Güter nur generell nach letzte-rem benannt wurden. So findet man z. B. die Besitzerder zum Kirchspiele Freiburg gehörigen Güter Allwörden,Niensteden :c. vor Alters häufig nur als Erbherren in Frei-burg aufgeführt. Ucberdem ist keines der in der DorfschaftBalje selbst existireuden Güter jemals, so viel bekannt, inden Händen der Familie v. Rolmorslranson gewesen. End-lich bezeichnet auch ein Document ans dem Anfange desvor. Jahrhunderts die obige Eatbarina v. Rsimorsbanson,verehelichte T^rond v. ä. Ilndo, ausdrücklich als „Erbtoch-ter des — spätern — v. 8obadoschen Hofes in der Hudeund des Feldhofes im Lande Kehdingen."
llnna, die Tochter jenes ^.rond v. ä. Ilndo, wirdFeldhof geerbt haben. Sie hatte zum ersten Gemahle dendobann v. Lardondotb a. Rechtebe, welchem sie u. a.Eatliarina Ikodtvi^ v. Lardsndstli gebar. Diese heira-thete den Dänischen Capitain dobann Diodrioli v. ä. Inotli(Sohn des Bürgermeisters und Landraths dobann Oiodriobv. ä. D. in Verden u. der lklarAarota v. No^sr). Der-selbe erscheint 1701 als Besitzer von Feldhof. Nach seinemin diesem selben Jahre erfolgten Tode (er ward 4. Na/1701, 58 I. alt, beerdigt) fiel dieses Gut (obgleich er eiueTochter, NarAarotalElisabotl^postlmma, hatte, get. 7. dun^1701, am 2. Ooo. 1729 mit dem Rittmeister IVollRriedr.v. ä. IVisob vermählt, dem sie Rechtebe zubrachte) wiederan die Bruder-Töchter der oben gedachten ^.nna v. ä. Undo,nämlich an l^nna ^.Anos v. ä. Ilndo, welche damals in3ter Ehe mit dem Schwed. Capitain dobann v. 8andboolr(ff1739 kinderlos, Sohn des dürfen v. 8. a. Stelle u. derIlsärviA v. lVlarsobalolr), und an T^dollioid Eorotboa v. ä.Undo (geb. 14. äul^ 1678, beerd. 9. Eot. 1755), welche— etwa seit 1701 — in 2ter Ehe mit dem Schwed. Ca-pitain und nachherigen Rittersch.-Präsidenten ^.rsnd v.8obado (geb. 1676 ff 5. voo. 1751) lebte. Letztererwurde — unter Vorbehalt der 8andbool:schen Rechte —am 28. dulzr 1729 von dem Gute immatriculirt. Denn
früher — seit 19. blo.v. 1709 — war er von Ritterhudeimmatriculirt. Vielleicht hatte Feldhof auch bis gegen 1729noch die Wittwe des dobann Eiodriob v. ä. Instb —deren Todesjahr mir unbekannt ist — inne. 8obado tratdieses Gut aber bald, die Matrikel wieder von Ritterhudenehmend, seinem Sohne, dem Hofger.-Assessor LorenäEriodrielt, ab, der davon — nunmehr unbedingt — am15ten Rov. 1731 die Matrikel erhielt. (Er war geb. 3.Ooo. 1708 und ff unvermählt 18. Doo. 1738). Nach dessenTode fiel Feldhof seinem Bruder, 4rloxandor Ebristoplrzu (geb. 27. Eot. 1720, ff 31. 1)oo. 1754 unvermählt),welcher 15. Rov. 1742 die Matrikel davon bekam. Damit diesem, wie es scheint, die Familie v. 8obado in hie-sigen Landen erloschen war Z, so kam das Gut gn. zumVerkauf und acquirirte es der Landrath Elans IZonodiotv. ä. Eoolcen a. Rittershausen (IVter Linie). Von ihmerbte es sein Sohn, der Drost Eriodr. 4cnA. Earl Ebri-stian (immatric. 5. Rov. 1776) und von diesem sein Bru-der, der Minister Elans, der es seinem Sohne, dem dama-ligen Kammerrathe und spätern Rittersch.-Präsidenten, IVilb.Otto Eln-istian EoorA, abtrat (immatr. 16. Xav. 1818).Nach dessen Ableben ging es ans seinen Bruder, den Oberst-lieut. ^.nZnst Eiodiiob Tboodor, nach dessen Ableben aufdessen Bruder, den Regier.-Rath v. ä. Eoobon über, dessenNeffe, Lieut. Earl Elans v. ä. Ooolcon es gegenwärtigbesitzt.
Uebrigens erscheint auch der Bürgermeister Hermannv. ä. Eoolron (Stifter der Isten Linie, ff 1551), welchergleichfalls eine v. Roimorsbausen von Rutenstein u. Baljezur Ehefrau hatte, als Besitzer eines Gutes Balje. Diesesist vermuthlich identisch mit dem oben behandelten Baljeoder Feldhof. Er wird es mit seiner Frau nur interimistischoder aä dies vitao erhalten haben. Er vererbte es nichtauf seine Kinder, und scheint es daher nach seinem oderseiner Wittwe Tode wieder an die v. RoimorsbansenscheFamilie zurück gefallen zu sein.
(R. 8. Rector kotb bezeugt 1718, daß Fcldhof auchRoimorsbansen Gut genannt werde).
0 Von seinen übrigen Geschwistern starben 1) der Commissair GreuelUoü-rn» (geb. Oet. 1702) am 5. kl-rrt. 1752 unoermählt. 2) ^.uxnstoOorotüo-r (geb. 1. 1>->,<!. 1705) am 2. L.PI-. 1710. 3) Dlisndstl, ilirns.lustino sgeb. 21. Nov. 1706, verm. am 30. Älaz- 1736 mit dem Hvsg.-Asscfsor Otto Oüristopü v. ct. Unüe) am 29. klart. 1717. 1) Oarl^.uxrmt (geb. 18. ?sd. 1711), am 6. Nov. 1739 nnderin. (Bergt. über-haupt Ritterhude).
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