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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
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ten schon früh ganz abweichende Wappen, die eine 3 Wolfs-angeln, die andere einen Haferhalm im Schilde. Da jedochbeide Linien ursprünglich in der Gegend von Drochtersenzusammen wohnend gefunden werden, so dürften sie auchwohl Eines Stammes gewesen sein.

Es cxistirte übrigens früher eine adeliche Familie,Namens v. lOroolrtersou, ohne daß man sie weiter in einenZusammenhang mit dem Dorfe Drochtersen zu bringenvermöchte (Indessen war sie auf dem benachbarten Aschhornbegütert. Vergl. dessen Beschreibung). Man begegnet ihrfast ausschließlich nur in Stade und im dortigen Rathes)

In spätern Zeiten haben sich auch Branchen der Fa-milien v. i^orük, v. Biato, v. ä. Book u. s. W. in und beiDrochtersen niedergelassen, zunächst wohl durch Verhei-ratungen mit Damen aus der v. Brummorschcn Familiedahin gezogen.

Nicht weniger findet man die Familie v. ci. Oookouzeitweise im Besitze folgender Drochterser Güter:

I. Nahe am Gauensieker Hafen. Diesen Hof (da-mals 18 Morgen groß) kaufte 1606 Boiurioliv. ci. Oookeua. Gancnsick I (4tcr Linie) von dem Hausmanne Boiurioir^Viikous.

Seine Tochter Oiu-istiuo, welche sich mit Koka v. Brum-msr (nachher a. Gcvcrsdorf) vcrhcirathcte, erhielt den Hofzum Brantschatze und bezog ihn mit ihrem Manne 1643 USie vererbte ihn auf ihren Sohn Bartoici (st 1711). Erwurde von dem Hofe in die Ritterschaft recipirt und hinter-

Z) Alusliwi-ck weiß keine Mitglieder dieser Familie vorzuführen. Mirsind folgende bekannt geworden i

kl,n 1433 war Liinon v. vr. Bürgermeister in Stade.»m 145t) war Tokiaiui NathShcrr daselbst.

Denselben Posten bekleidete 1551 ein anderer lkolrnnn.

Z» gleicher Zeit lebte als Stader Bürger und Besitzer cincS Guteszu Aschhorn Veiniieki v. vr. nebst seiner Fran Vrets und seiner TochterIVnvlieke (Vergl. Aschhorn).

1523 war Linioir Liccntiat »nd Leliolustieus am Dome zu Bremen(1534 wird er Domherr genannt).

In demselben Jahre erscheint vieelrioli als Rathßherr in Stade.Kirnon wurde 1557 Bürgermeister daselbst und s 12. Irrn^ 1571.vieitridides Bürgermeisters in Stade Sohn" erhielt 1563 vomErzbischof Veoix ein benekieinrn.

(Viel. 8tnpi>Iiorst, Hamb. Kirchengeschichtc, III. 884. z4zci'er, clsgnre prim. prso.)

.lolrnnn V. vr. ward 1593 Rathshcrr in Stade und starb 1616.Der letzte, welcher mir aus dieser Familie vorgekommen, ist Zolrnnn,welcher um 1656 mit lVIarg-. v, vrrrven vcrhcirathct war.

2) Aber auch ihr Bruder VInns v. ct. Decken erscheint noch 1656als in Drochtersen begütert (viel, die Urkunde von diesem Jahre; vergl.RitlcrShausrn I), und in der Ritterrollc cle 1652 steht selbiger mit einemGute in Drochtersen (76 Morgen). Vielleicht liegt hier eine Verwechselungmit Gauenstck I (auch wohl Drochtersen genannt) vor, obgleich dieses gleich-falls damals schon ein Eigenthum des Oberst v. Vri^el war.

ließ ihm seiner Tochter NaZäaieuo v. Brummor, welchesich zuerst mit einem Oberstlieutenant v. Brossoutiu undsodann am 17. Nazr 1723 mit dem Gräfen Moo-laus Oiu-istopiz Keiler (st um 1738) verehelichte. Sie ver-kaufte das Gut etwa 1766 an den Hausmann IliurioizVoiimors. Dessen Nachkomme Böiuriolz Voiimors, 9oa-oiüm's Sohn, besitzt es gegenwärtig.

II. Im Besitze dieses, nahe der Kirche belegenen Gu-tes erscheint zuerst, um 1690, Oariok v. Biato, der eswahrscheinlich mit einer v. Brummor (NarAnrsto?) erhei-rathet hatte. Hiernächst gelangte es in die Hände desLandraths I^cioipii Briodrioii v. Brummer a. Neuhaus(immatriculirt 13. 9uu)c 1730). Von ihm kaufte das Gutder Landrath Oiaus Bouociiot v. ci. Osokeu a. Ritters-hausen (4tcr Linie) und ccdirte es seinem Sohne, dem da-maligen Regiernngsrathe, nachherigen Minister (Anus,welcher davon am 3. 3uu)r 1766 die Matrikel erhielt. Erveräußerte es 1773 wieder an den Major Osrmauu i^cioixliv. ci. Look (17131779). Dieser hinterließ es seinemSohne, dem Lieutenant lokauu Briociriok (17641796).Dessen Sohn, der Major Oari V01i>. Beiuriok v. ci. Booka. Maunhausen verkaufte das Gut einem Hausmannev. Lorstsi. Des letzteren Sohn, Bau! v. Lorstsi, besitztes gegenwärtig.

III. und IV. Diese beiden, so weit bekannt von jeherin Einer Hand befindlich gewesenen und jetzt ganz combi-nirten Güter liegen hinter der s. g. Landesherberge (jetztXosruor's Hotel) und in der Nähe des Isten Pfarrhauses.

z^uua 8c>piüa (geb. 1662, beerd. 12. stuizc 1710),Tochter des Oberstlient. 3oiiauu IVilii. v. Brummer undder Oatlzarma Blisuizotii v. LauZorskausou, brachte sieihrem Gemahle, Otto v. Oruizou (geb. 18. 3ui)c 1646, st7. 8sp>t. 1698, Sohne des 4ürKou v. Oruizou a. Wechternund der Ooecisio AlarKarota v. ci. Osokou) zu. Derselbehinterließ sie seinem Sohne Otto v. Oruizou (geb. 1686,st vor 1732 unvermählt), welcher am 17. Hov. 1711 da-von die Matrikel erhielt. Von ihm erbte die Güter seinBruder-Sohn, der uachherige Oberhauptmaun BartoiciOiomous v. Oruizou (17091760, Sohn des lürAouv. O. a. Wechtern und der Kaiziua Okristms, v. 4. Kuiila),der davon am 21. Diov. 1732 immatriculirt wurde. Vonihm sielen sie zunächst an seinen Bruder Otto (geb. 6. 9uu)Z1710, st 30. 1781 unvcrmählt) und sodann an seinenSohn, OoorA Okristiau v. Oruizou (st 1820). Dieservererbte sie auf seine Tochter Oaooiiia, Gemahlin des Geh.Raths Luroimrci Otto Haus v. ci. Oookou a. Niederoch-tenhausen (Ister Linie), welche sie ihrem Sohne, dem Ritt-meister Okristiau Briocirioiz v. ci. Dookeu hinterließ.Letzterer hat die Güter vor etwa 20 Jahren an den Hans-mann Botor (öias-ol verkauft.