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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
Entstehung
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ßen, heißt Döseland oderin der Döse", dagegen dasjenige,welches an der andern Seite nach dem Elbdeiche hinan den Hollerdeich stößt, Blockland.

Döse soll, gleich dem Hollerdeiche, seinen Namen vonHolländischen Cotonisten erhalten haben. (Vergl. v. VLsr-ssbs, Niederl. Colonien, I. 181).

Das jetzige Gut Döse besteht eigentlich aus 2 verschie-denen, immatriculirten Gütern, welche freilich gemeinschaft-lich bewirthschaftet werden; auf dem einen fehlen auch seiteiniger Zeit die Gebäude. (Ueber die Annahme, daß hier3 Güter concurriren, vici. Hots. I zu Döse I).

Döse II. findet man zuerst ohne daß die Erwer-bungsart bekannt wäre im Besitze des Elans v. ä. Esslceri(Illter Linie, st 1648), welcher es auf seinen Sohn Elansvererbte. Als dieser 1664 nnvermählt starb, fiel nebst seinenübrigen Gütern auch Döse an seinen rechten Vetter, ckolrannUsiurisli v. cl. Esolrsn a. Stellenfleth IV. (st 1695),welcher es seinem Sohne Elans (st 1733) und dieser seinemSohne ckoliann Lsinoioli v. ck. Esslcsu hinterließ.

Letzterer welcher sich damals auch Erbherr zum Klintnannte verkaufte diesen seinenzur Döse belegenen, nachWesten mit des Herrn v. OürinA's und nach Osten mit desHerrn v. Esslasu Ländereien benachbarten Adelichen freyenHof, welcher 19 Stücke breit und jedes dieser Stücke 5Morgen lang, jeder Morgen aber nach hiesiger Landesart129 Ruthen groß ist, danebst (daselbst?) sich von dem halbenHollerdeichs-Graben bis in den wilden Mohr erstrecket,mit allen sich darauf befindenden Gebäuden und Pertinenzien,als dem Wohnhause, der Kornscheune, Viehscheune, Schweine-kvfen, Backhause und dem daran gelegeneu Käthuerhauseauch nebst den fünf Käthner-Wohnungen, wovon 3 am Mohrund 2 am Hollerdeiche belegen sind und deren Ländereien,2 Kirchcngestühlen und dem Begräbnisse in der OederquarterKirche" am 16. ?sdr. 1757 für 39999 Mark Gold andie Hamburger Kaufleute Moskaus von cksr Eistlt undEsvrA Hiurisli Etts. Schon am folgenden 29. Eotodererklärte aber dieser lüotli (welcher das adeliche v. cl. Distll-sche Wappen führte), daß Etts als eigentlicher und alleini-ger Käufer zu betrachten sei.

Earl Hslurioli v. Eoslzsu a. Döse I sprach indessendiesen Hof sx visinitato bei und schloß, nachdem Etts sichdabei beruhigt, mit ckollauu Hsiurisli v. cl. Esolrsu <pu.am 1. 1758 einen neuenVergleich", wonach erganz in den obigen Kaufcontract eintrat. Eoslcou reser-virte sich übrigens die Mitbenutzung des Kirchenstnhls zuOederquart und seine Beerdigung im dortigen Begräbnisse.Er scheint auch bis zu seinem Tode (8. ?sbr. 1761) aufdem Gute (gegen 39 Thlr. Miethe) seine Wohnung behal-ten zu haben.

Nachdem am 17. Eos. 1769 erfolgten Ableben desEarl Lsiurioli v. Eoslzsu theilten seine Söhne am 26.Va^- 1774 dergestalt, daß Ilsinrisll Elrrlstlau (geb. 1751)

Döse I, ^uAnst Earl aber (geb. 1754) Döse II erhielt.Zu letzterem Gute wurden damals auch noch gelegt: 5 Stückebreit Döseland (früher von Herrn v. EüriuA angekauft),19 Morgen Blocktand und die v. Lrsolrslsche Köthnerwoh-nung. (Letztere hatte Earl Hsinriell v. Essllsu am 7.

'».^Vpr. 1747 von Var»arsta Eorotlroa v. Dixkslck, gebor-nen v. ck. Esslcou, und deren Schwestern cVnua Ilmsosu-^ia und Larlbara VaAclalsna v. ck. Esolcsu, denen sie ausdem Dsttoulzoruschen Concurse zugefallen war, für 499Mark gekauft).

In dieser Gestalt wurde Döse II damals zu 16666Thlr. veranschlagt.

Als jener ^.uAust Earl v. Eosllsn aber schon am9. Nart. 1775 zu Göttingen gestorben war, fand am 19.Ost. 1776 wiederum eine Theilung seines Nachlasses Statt.Dabei erhielt die Mutter, Llisabstlr Loplüa v. Essloeu,geborne v. Ersass ^), die Hälfte von Döse II nebst demBinnenhofe, der Bruder Hsiru-ioll Eliristiau v. Eoslzsuaber die andere Hälfte.

Die Mutter starb am 5. l^ov. 1789 und fiel dadurchauch ihre Hälfte des fraglichen Gutes dem gedachten Esiu-rislr Elu-istiau v. Eoslzsu zu, von wo an es die Schicksalevon Döse I theilte.

Uebrigens lastete auf Döse II ein Zehenten, welchentheils V. cl. IZoolc in Rutenstein, theils der visarius oderzweite Prediger zu Oederquart zu beziehen hatte.

Dieser visarius prätendirte auch beim jedesmalige»Sterbefalle des xosssssorls von Döse II eineAbfindung"von 39 Thlr.

Selbiges Gut war früher nicht matrikelfähig. Obigerckolrauu Esiuriolr v. cl. Esslcsu wurde am 13. .1 uu^1724 zuerst davon in die Ritterschaft recipirt. Letzteres istmir insofern ziemlich unerklärlich, als derselbe zu solcherZeit erst 16 Jahre zählte, indem er 1798 geboren war.

L. Döse I war ein altes Besitzthnm der Familiev. Eoslzsu. Namentlich werden freilich erst die GebrüderLortolä und ^.uZustiu, Söhne des ckasolz v. Eoslzsua. Allwörden und der lüisalzstlt v. II l an all, jeder als Erb-gesessen zu Döse aufgeführt. Vielleicht waren diese beidenGüter oder Gütchen Döse durch eben gedachten .lasolz vonseinem benachbarten Gute Allwörden für jene seine beidenSöhne abgetheilt worden.

Lsrtolä zog indessen zwischen 16251635 nach Jn-germanland^) und wird daher sein Gut Döse gleichfalls an

st Diese Frau v. lZcxzden hatte nicht nur einen sehr bedeutendenBrautschatz eingebracht, sondern sie überlebte und beerbte auch noch großenTheils nicht nur ihre sämmtlichen 13 Geschwister, sondern auch die Ge-schwister ihrer Mutter, UnA-Z-elena, vlirlstine v. stiinxermnnv.

2) Er fand sich um 1658, sehr dürstig, im Kehdingschcn wieder ein,nach dem ihm - wie er in einer Bittschrift von diesem Jahre sagt alle

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