240
1693 auseinander, und erhielt letzterer Brnchhof. Er starb1797 und seine Wittwe, Dsnise Oassilia, v. OnrinA —die die Vermögensverwaltung sv lange behalten zu habenscheint — 1727.
Deren beide Söhne, ^Villlslm Oüntllen und OisärioiiOtto v. ä. Ossirsi^ behielten laut Erbtheil.-Recesses 3s11. Ksjzt. 1728 den Bruchhof gemeinschaftlich (doch hatteersterer schon am 26. äun/ 1726 die Matrikel davon be-kommen).
'WMolm Oüntllsr starb bereits 1732 kinderlos. SeineWittwe, IIss Oliriotins v. ?1ats, erbte von ihm seinen An-theil an diesem Gute. Dieselbe fand, als auch ihr Schwager,Oisäriell Otto, 1733 gestorben war, ihre beiden Schwiege-rinnen nnd die Stammvettcrn ab, und ward so alleinigeEigenthümern: des ganzen Bruchhofs. (Viä. Urk. äs 7. äa-nnar 1734.)
Sie verheirathete sich am 6. Des. 1737 wieder mitdem Hauptmanne äollann ?risärisll v. ä. Xnsssllsolr ansWittingen und ward zwischen diesen Ehclenten am 28.kbiov.1738 nachträglich festgesetzt, daß er, Linsssbssir, wenn erseine (kinderlose) Frau überlebe, das Gut Bruchhof aä äissvitas behalten, dasselbe sodann aber an die rechten Erbender Frau (die Ulatsn) gelangen solle.
Dieser Fall trat ein; gedachter Hauptmann v. ä. Uns-seboslr (welcher sich übrigens nachher noch 2 Male wiederverehelichte) ward temporairer Besitzer von dem Gute undstarb 1754, worauf dasselbe in das Eigenthum der 4 Ge-schwister jener Ilse Ollristins geb. v. ?Iats überging.
Durch die unter diesen am 14. äannar 1757 geschlosseneVereinbarung ward Bruchhof dem Miterben, dem Hanpt-manne und nachherigcn Oberstlieutenant äollann Nslsinorv. ?Iats, allein überlassen (welcher inzwischen schon am3. äun^ 1755 davon die Matrikel erhalten hatte).
Dieser — nachdem er, gleich seinem Vorgänger, v. ä.lOzossizsoi:, das Gut durch verschiedene Ankäufe vergrößerthatte — starb 7. Osssinb. 1788.
Seine Kinder setzten sich am 13. äannar 1792 aus-einander, und bei dieser, den väterlichen und mütterlichen
Nachlaß umfassenden Erbtheilung erhielt das älteste Kind,Ollarlotts Oorotlisa, Hsä^viA v. Ulats (geb. 16. änn^1751), Bruchhof zu ihrem privativen Eigenthums Sievermählte sich am 12. 1794 mit dem Oberst DnäoipllbVisärisll v. Oaollsnllaussn (geb. ^.pr. 1737, st 6. Ost.1802).
Die Erben des Oberstlieut. äollarur Nslellior v. ?1atshatten schon am 1. ^.nZ. 1789 aus dem v. I^orkkschen Nach-lasse verschiedene Grundstücke, worunter das sastrum nodiisdes Guts Klinten begriffen war, für 10888 Mark angekauftund zum Gute Brnchhof gelegt. (Vergl. Klinten.)
Auch die Oberstin v. Oaollsnllanssn erstand bereitsvor ihrer Verehelichung, und zwar am 30. ^xr. 1793, vomProbst KrnU 7 Stücke breit Land zwischen dem Cajedcicheund den Wettern für 7100 Mark Gold. Dieses Land hatteebenfalls zu dem gedachten v. Kortkschen Gute Klinten gehört.
Sie starb am 4. Nart. 1820 kinderlos. Ihr Bruder,der Hauptmann OsorA ?risärislr Osräiiranä v. Illats a.Baden, erbte von ihr Bruchhof nebst Klinten. Durch ihnwurde Bruchhof abermals bedeutend vergrößert.
Er starb am 2. Lspt. 1834, nachdem er seine Schwe-stern-Kinder, nämlich die Kinder des Landrath Olans v. ä.Osslrsn a. Wiepelnbusch und des Oberstlieut. Okrriswxllv. ä. Oseirsn in Werden, zu Erben eingesetzt hatte. (Vergl.Baden.)
Nach der von diesen Erben am 19. I)ss. 1836 zuge-legten Erbtheilung erhielten die Kinder jenes Oberstlieut.Ollristopll den Grundbesitz, welchen der Hauptm. v. klatsim Kehdingschen gehabt, mithin auch Bruchhof und Klinten,eedirten diese Güter indeß ihrem Vater, welcher am 29. i!7ov.1838 davon die Matrikel erhielt. Seit dessen 1846 erfolgtenTode stehen dieselben seinen Kindern wieder gemeinschaft-lich zu.
Bruchhof und Klinten bilden ein sehr bedeutendes Arealund eines der größten Güter im Lande Kehdingen. DerBoden gehört aber nicht zu den besten; er ist großen Theilsanmoorig, worauf auch schon der Name Bruch deutet.
Dieses Gut lag im Kirchspiele Twielenfleth, AltenLandes, nnd „hart" vor der Stadt Stade. Es erscheint mirzuerst 1305 und 1307 als „Bolhus, Bollenhns". (Liranse,los. sit. pa,A. 18.)
Sodann 1370 in der am Schlüsse abgedruckten Urkunde,worin der Hamb. Oanonieus äsllann Hoiäsnstsät diesenHof an den Bürgermeister ^näreas Lnell verkauft.
Rektor Uotll') hat ihn unter der Benennung „Bollen-haus". Er bezeichnet ihn mit „ein Haus", welches bei ihmunmittelbar auf das Haus „Symphonie" folgt.
i) In seiner ungedruckten „Geographischen Beschreibung der beiden Her-zogthümer Bremen u. Verben n." äs 1718. Wie sehr es damals an solchenBüchern mangelte nnd welchen großen Werth man auf jene Rotli'sche Arbeit