237
Familie 8olrüt-! v. NoäsrzntsR)^) gehört zu haben unddurch Heirath in die Familie v. ^Vsikar (namentlich aufden Rittmeister Irieäricäi (lVilllelin V. ^Vsii^sr, viä. unten)übergegangen zu sein.
Von dieser findet man zuerst den Schwed. Capitainäaood ^Vsilrer. Er erhielt schon 1649 eine von den vielenSchwed. Donationcn im Bremischen (viä. Uratjs, Br. u.V., 5. 358). Nachdem er 1652 Drost zu Thediughausengeworden, ward er am 19. 1654 in den Schwed.
Adelstand erhoben (Wappen: Weintraube). 1658 taufteer die Jhlenburg (ein altes v. Lorn'schcs Gut) bei Hagen,Amts Thedinghausen. 1664 erscheint er als Landrath (vonden s. g. Neubelehnten).
Seine Wittwe — deren Namen ich nicht zu ermittelnvermocht — besaß die Jhlenburg (welche nachher an dieFamilie v. Dinstorv gelangte) noch 1686. Sie ward am5. 1695 beerdigt.
Von den Nachkommen kann ich folgende vorführen:
Landrath .laaciir v. ^Vsiirer.
Lieut. äaeod IR-isäriall v. ^V. 1696 todt.Gem.: Ns-^änlena v. Uönns (?)
Rittm. ?rieäricäc IVilllolm v. ^V.Gem.: Dar. ^Vugmstv 8ollützi V. Noäör^it-R^.
Lieut. änoob ?risärielr v. Gemahlin:
Vcrm. 24. 8spt. 1696.
8opllis. Dorotllsa v. ^V.
^risär-iolr >ViII>sIin V. War 1737 Dän. Marine-Sergeant zu Copenhagen.
Gem. ^nna Dorotllsa Hansen.
llsinrioll VVilllelin v. >Vei1cer. Geb. 28. Oot. 1737 zu Copenhagen.
(Ein Carl DnäväZ V. ^Veiller — wahrscheinlich ein Enkel des Landr. äaeolz — verehelichte sich am 11. 8sxt. 1712mit Nette Usate v. (Isrstendsr^, aus einem damals gleichfalls in der hiesigen Gegend angesessenen Geschlechte.)
Der oben verzeichnete jüngere Lieut. äaee5 ?rieäriollV. N^silcsr besaß das hier in Rede stehende Gut. In sel-biges erhielt jedoch der Oberstlieutenant äollann Neinrieliv. Lretllanpt ^) wegen einer bedeutenden Schuldforderungam 12. 8ept. 1702 Immission, soweit einzelne Zubehörnn-
1) Ueber die Herkunft dieser Familie weiß ich nichts zu berichten; sie istum die Mitte des 17ten Jahrhunderts, gleich so vielen anderen, ins hiesigeLand gekommen. Sie besaß übrigens im Achim'schen auch Bockhorst, welcheseine Art Sattelhof gewesen zu sein scheint. Dieser gelangte später an diev. Linmm. Ilmäsl rVIIIi. v. Lrnmm verkaufte ihn am 12. 1798für 12999 Thlr. an den Advokaten Linus Incob vioär. v. Hirsen,welcher um dieselbe Zeit auch von ihm das Gut Sagehorn acguirirte.
2) Der Oberstlieut. 9HI>. Heinr. v. Lrstünuxt aus Thüringen (geb.1639, beerb. 21. Lot. 1796 — seinen Adclsbrief bringt ^lusünrü —)hatte sich mit Susanne Nnrin (geb. Nux 1667, 14. Sept. 1729),einer Tochter seines alten Chefs, des Generallieut. Daniel v. ^.rentssolnlüt,vermählt, welche Ehe indessen kinderlos blieb. Er kaufte das Gut Groß-Koppel vom Rittmeister Hermann Lüristopli v. <Z. lkiulrln. Da solchesaber eigentlich dessen Stieftochter, Naria klisnbetll v. könne, gehörthatte, so nahm diese nach erlangter Volljährigkeit dasselbe mit Erfolg wiederin Anspruch und iiberließ es ihrem Gemahle, dem Rittmeist. ^.sinus LIrri-stoxü krieär. v. Tnbsltits simmatrir. 1717).
gen nicht schon an andere Gläubiger verpfändet waren.Die Jntraden des Gutes wurden demnächst der s. g. Urst-llaupt'schen Stiftung — über deren Genesis und Historiemir nichts Specielles bekannt geworden ist — zugewiesen.(Das Herrenhaus auf Vorfiel brannte 1717 ab, ich weißnicht, ob es wieder aufgebauet worden ist).
Dieses Verhältniß dauerte fort, bis der oben letztge-nannte Nsinriell VLilllslin v. IVeiicer und seine hochbetagteverwittwete Mutter mittelst gerichtlichen Documents ä. ä.Achim, den 18. Oet. 1763 das Gut gn. der Lretllanpt'-schen Stiftung gänzlich zum Eigenthums überantworteten,unter der Ausbedingung, daß diese ihnen „in ihren armsee-ligen Umständen" eine jährliche kleine Unterstützung oderPension zukommen lasse.
Jener Leinriell Na I bei in v. Neilcer scheint der letzteseines Geschlechts gewesen zu sein.
Nachdem beregte Stiftung — welche in Werden admi-nistrirt wird — auch die übrigem schon früher vom Guteabhanden gekommenen (versetzten) Ländereien wieder an sichgebracht hat, so befindet sich das Gut jetzt wieder completin ihren Händen.
Lranistedt.
Im Kirchspiele Hollern, des Alten Landes. äoaolliinv. ä. Oeeken (Ilter Linie) kaufte (actenmäßig) 1588 einenHof im Alten Lande von Oieärioll Urainstsät. Dieser
Hof ist ohne Zweifel derjenige, welcher hier in Rede steht,und, wie das oft geschah (viä. unten), von seinem früherenBesitzer den Namen bekommen haben wird.