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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
Entstehung
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den oben mehrfältig beregten Diedrich v. Düring gekom-men ist:

Wir Hermann von Jssendorff znr Oewese,Holt enklinckenn und Hermansthal, Jacob Behr zumHett-horn und Förste, Dieterich Behr zu Stelligte und Henß-ling, Johann Behr Droste zu Ahldenn, zur Hoya undDrackenburgh Erbgcsessenn, rosxsotivs Schwägere, Bru-der und Vetternn, Weilandt Burchardt Behrenn hin-terlaßener Kinder verordnete Euratorn und Vormünder,bekennen» und thuenn Knndt in und mit diesem brieffe,vor uns, unsere Pupillenn, unsere und ihre Erbenn undErbnehmenn, gcbohren und ungebohrenn, Das wir mitwillenn und vulbordt, auch freiem gnthem wolberathenemmuthe, aller derjenigen deren Eoirssns und Vulbordt unshierzu nötig, Umb unser Pupillen besten nutzes willen.Unserm freundlichen lieben Schwager') Dieterichenvonn Düringenn, undt seinen Erben haben verkaufst,

l) Der nicht ganz richtige AusdruckSchwager" gründete sich mir darauf,daß die Mutter des Hermann ü. Jssendorff (seine Frau, Gertrud Behr, wareine Schwester der obcngedachtcn Jacob und Bnrchard) und der Vater desDiedrich v. Düring Geschwister waren, und daß des letzteren rechte Cousine,Jlsabe v, Düring, die Ehefrau des Jacob Behr war. Ganz in ähnlicher aus-gedehnter Weise wird selbiger Diedrich v. Düring in demselben Jahre von Jo-hann t>. Bremer a. ObcrndorfSchwager" genannt. Denn diese Schwäger-schaft konnte, meines Wissens, nur lediglich auf dein Umstände beruhen, daßMargaret« (Mnshard nennt sie irrthümlich Maria, und ihre Acllcrn BcncdictBremer und Maria Clüver, welche doch ihre Großältcrn warciv. die Tochterjenes Johann v. Bremer, mit dem Stallmeister und Grafen Johann b. Düring,dem rechten Vetter jenes Diedrich v. Düring, bcrmählt war.

Die betreffende Urkunde kautet in extrnetn so:

Jch Johan Bremer, zu Owerndorff Erbgesessen, Thue kundttund bekenne daß der Ernbcst und Wollgclarter Hanß Georgh Zepper, Erz-bischöfflichcr Fürstlicher Bremischer Nahtt, und Cammer-Secretarius, heut nnter-geschricbenen Dato mir geliehen und hingestrecket hatt, Eintausent Reichs-thalcr Bestelle insbesonderen auch zu rechten, wahrend Bürgen, den EdlenErnbesten Dietrich von Duringen zu Bedelcn Erbgcseßen, meinenfreundlichen lieben Schwager. Und Ich, Dietrich b. Duringcn n.

Geschehen und gegeben zu Börden Montags in den heiligen Ostern, warder 1. Aprilis im Jahre nach Christi unsers lieben Herrn und Heilandes Gc-burdt Sechszehen hundert, und Scchszehenn.

(Es hängen daran die wohlerhaltenen Bremer'schcn und Düring'schenSiegel.)

undt vcrkauffcn Jcgenwertig in Krafft dieses briefes, zueinem ewigen sieden fasten nnndt unwiederrufflichen Erb-kanffe, ohne gnade des Wiederkauffes, Lasscnn auch sortt indie wirckliche besitznnge, eigenthumb, habende und gebrench-liche Wehre, alss mann freie Erbgüthere zu lasscnn Pflcgtt,Unserer Pupillen freie gnther im Kirchspicll Belhcimbgelegen, wovonn jetzunder unter Handen haben Johann FickeSechtzchen wende, Ein undt Viertzig ruthcn, Pawelt Dor-nemann Drey und Dreißig wende, Ein und Zwantzig Ru-thcn, Clawcs Rauen Sieben undt Zwantzig wende, Secht-zchen Ruthen, Clawes Buck Vier undt Viertzig wende,Zwölsf Ruthcn, Johann Meier Sieben wende, Sicbcüzehenruthen, Dieses alles für Einhundert Neun und Zwantzigwende, jedes wende für Einhundert fnnff undt Zwantzigmarck Lnbisch, denn marck zu Sechtzchen schilling gerechnet,Und also für Sechtzchen tansendt Einhundertt, fünff undtZwantzig marck Lnbisch, Welche Summa wir in guthengangbaren Reichsthalern, zu unser vollen kommenen genüge,bahr in einer Summa entfangen, und in unser Pupillenundt deren Erben mcrcklichcn nutz und behneff, wicdernmbangewendet haben :c. :c. Deßenn zu Urkunde und Zcngnißeder warheitt, und fester Haltung, haben wir abgedachte Ver-käuferen, für uns und unsere mitbeschriebene, gcbohrnc undungebohrne, Unsere Adeliche Pitzier, an diesen Briefs ge-hangen, und mit eigenen Handen unterschrieben, Am Jahrnach Christi geburtt Unsers lieben Herrn, Sechtzchen hun-dert Sechtzchen, in den heiligen Öfteren.

Hermann van Jssendorp. Jacob Beher. Johann Bher.(Vier Siegel sind abgerissen).

Wann und von wem die Familie v. Behr Belnm er-worben hat, ist mir unbekannt. Belnm blieb bei den Nach-kommen des obigen Diedrich v. Düring bis auf dessen Ur-urenkel, den Capitain Friedrich Ernst v. Düring (geb. 1.Dcc. 1725), welcher 15. Juni 1751 von dem Gute dieMatrikel erhielt und es noch 1760 besaß. Er hat es ver-muthlich an -den Sekretair Theodor Wolf verkauft, welcher1770 Eigenthümer davon war. Einem Nachkommen vonihm, dem Univcrsitätsrathe Theodor Wolf zu Göttingen,gehörte es bis 1863, in welchem Jahre er es verkauft hat.