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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
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daß Vollrad mindestens Eine Schwester hatte. Indessenhabe ich bei näherer Betrachtung und Berechnung gefunden,daß Diese deren Vater schon 1557 starb für Die-drich v. Düring (oder dessen Bruder Arp) doch als Ehe-frau zu alt gewesen wäre.') Vielmehr muß die Gemahlin

tz Ich habe nachträglich ermittelt, daß jene Schwester des Vollrad dem Staats

des Diedrich v. Düring eine Tochter von Vollrad's Bruder,Diedrich v. d. Decken gewesen sein. In dem Artikel überLetzteren werde ich auf diese Sache und ans die betreffendeFamilie v. Düring zurückkommen.

v. Munch verheirathet war und zwar ohne Zweifel schon seit wenigstens 1575,da sie von ihrem Sohn? bereits 1599 Enkel hatte.

Rota »t.

Diedrich (Diterius) v. d. Decken, -j- 27. April 1587.

(Siehe Seite 83.)

Dieser Diedrich ist eigentlich nur durch das Denkmalbekannt geworden, welches ihm im Verdcner Dome gesetztist. Sonst weiß man von dem Manne Z durchaus Nichts,nicht einmal, welche Stellung er im Leben eingenommen,wo er gewohnt und dergl. Es steht freilich zu vermuthen,daß er wenigstens zeitweilig das Gut Sunder im Lüneburg-schen besessen und darauf gelebt habe, weil sein Sohn Her-mann dort geboren ist. Auch läßt sich aus der Schönheit,vorzüglichen Bearbeitung und daraus resultirenden Kost-barkeit jenes Denkmals schließen, daß Diedrich gu. sich inhöchst günstigen Vermögensnmständen befunden habe, sowieder Umstand, daß der Schädel desselben noch alle seine, sehrschönen und gesunden Zähne enthielt, die Annahme recht-fertigt, daß er im kräftigsten Mannesalter gestorben sei. (Eswar ihm ja auch noch ein Jahr vor seinem Tode ein Sohngeboren worden.)

Von fraglichem Denkmale oder iLpitapllio findet sichin diesem Buche eine lithographische Abbildung. Zur Ge-schichte und Erläuterung dieses Gegenstandes muß ich abernoch Nachstehendes hinzufügen:

Zuvörderst ist dankbarlichst anzuzeigen, daß die betreffendeZeichnung vondemHerruHauptmannv.Dachcnhausen, damalsin Vcrdeu, herrührt, der sich auf meine Bitte mit anerken-nnngswerthester Bereitwilligkeit dieser mühevollen Arbeitund zwar auf das Befriedigenste unterzogen hat. Schonvorher hatte der Herr General v. Dachenhausen die Güte, einesolche Zeichnung zu beginnen, an deren Vollendung er aberdurch seine Versetzung von Werden behindert wurde.

Beide eben gedachte Herren bezeugen, daß das Denk-mal sehr schön gearbeitet sei, von einem in seiner Art bedeu-tendem Künstler herrühren und mit seinen vielen Farben und

Abgesehen davon, daß er einige wenige Male in Urkunden erscheint,namentlich 1575 (in der Urkunde 6s 1598), sodann in dem Kaiserlichen Edicte

von demselben Jahre (wo er und sein Bruder Vollrad als Johann's Söhnebezeichnet werden) und endlich 1535.

Vergoldungen seiner Zeit einen äußerst prächtigen Anblickdargeboten haben müsse.

Dasselbe ist im Ganzen noch gut erhalten; die vorhan-denen Defecte zeigen sich ans der Abbildung. Seine Größen-Verhältnisse sind mir nicht genau bekannt geworden. Jeden-falls ist die Höhe beträchtlich. Sodann c^uvaci spoeiaiia:n. Was die Figur, welche die Spitze des Monumentsschmückt, eigentlich vorstellen soll, weiß ich nicht, zumal dader Kopf fehlt (welcher aber vor nicht langer Zeit noch dagewesen sein muß, da er sich auf einer etwas ältern flüch-tigen Skizze noch findet).

5. Der obere Aufsatz enthält die Namenv. d. Deckenund v. Brobcrgen" erhaben und vergoldet auf himmelblauemGrunde. Himmelblau ist auch der Grund, welcher den Kreisumgicbt, der jene Namen und die gemalten Wappeneinschließt. (Die heraldisch linke Hälfte des Bro-bergen'schen Schildes erscheint rosenroth.) Die daneben an-gebrachten Löwenköpfe sind vergoldet; ebenso das Blätter-werk unter den beiden Wappen.

o. Auf dem darunter befindlichen Stücke ist die Jahres-zahl 1588 erhaben und vergoldet. Solches sind auch die 4Köpfe, welche rechts und links derselben sich darstellen unddie Helme der ausgemalten Wappen. (Der Arm imSchönebcckschen Wappen ist roth.) Die Namen v. Bargenund v. Schoeuebeck sind schwarz und stehen vertieft ansGoldgrunde.

ä. Das Bild in der Mitte halberhabene Arbeitscheint im Ganzen weiß gewesen zu sein; doch sind die Helmedie Gürtel, die Schwerdter, die Verzierungen der Schilderund das Haupthaar Christi vergoldet.

Die Karyatiden, welche solches Bild einschließen, sindvielfach vergoldet, namentlich die Haare, die Muscheln unddie Löwenköpfe.

Die untere Hälfte der beiden äußern (Halb-) Säulenist vergoldet gewesen.

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