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„Ich habe nie einen kühneren Cavallerie-Angrisf ge-sehen, als den, welchen die schwere Brigade der Königlichdeutschen Legion unter dem Generalmajor v. Bock gegen diefeindliche Infanterie ausführte".
Die betreffenden Regimenter bekamen die Erlaubniß,den Namen „Garzia Hernandez" als Auszeichnung in denStandarten aufzunehmen, wie ihn noch jetzt die aus ihnenhervorgegangenen Hannoverschen Regimenter Garde duCorps und Garde-Curassire führen.
Sogar der berühmte französische General?c>^ >-) —er soll sich bei fraglicher Affaire im Qnarree des 69stenRegiments befunden haben — kann nicht umhin, sich inseiner „Listoirs cks In Ausrrs cks InUeiriirsnlö etc." überdas Gefecht bei Garzia Hernandez so auszudrücken: „DaokmrAö cks '6 a
öts tanrnis, aiirsi izns rrons verrorrs sn scm lisu, Is Isn-cksinain cks la bataills ckss ^Vrapilos (Lalainanea), parI'Hanovrisn Look, ü la tsts cks la briKacks pssante cksla IsAion ^llsmancks".
Die wichtigste Folge aber und das für die deutscheLegion nachhaltigste Ergebniß der glänzenden Bravour,welche ein Theil derselben bei Garzia Hernandez — wieauch Tages zuvor bei Salamanca — bewiesen hatte, be-stand darin, daß von da an und zum Lohne dafür, denOfficieren der Legion permanenter Rang in der Bri-tischen Armee und dadurch der Ans prnch auf /?«//-/>«?/bewilligt wurde, während sie vorher nur tcmporairen Ranggehabt hatten.
1) Gewiß einer der erbitterstcn Feinde. Er behauptet u. a., die Engländerständen einzig nur deshalb so fest (in den Schlachten), weil sie vor lauter Lsek-stenk's und ?orter, womit sie stets vollgepfropft seien, nicht laufen könnten.
2) An einer andern Stelle bemerkt : „I/^UAleterrs entretennitnussi elenx re^imens <Is äruxons et trois <ke Irnssnräs, nppnrtsnuntan eorps etranxsr, etit Xin^'s Oermarr I^exron. .//; ant /«caval/em's pou?- te «er-vme cke» et ta batailka".
An allen diesen Verdiensten und Resultaten darf, demObigen nach, dem Rittmeister Decken gewiß kein kleiner,es muß ihm vielmehr der erheblichste Theil daran zuge-messen werden, wie denn auch ein competenter Officier,welcher unternommen hat, die Geschichte der Brigade gju.zu schreiben, sich Betreffs der in Rede stehenden Begeben-heiten folgendergestalt äußert: „Was das Verhalten derschweren Dragoner-Brigade (bei fraglicher Gelegenheit)anlangt, so ist zuerst der rechtzeitige, nicht genug anzu-erkennende Entschluß des Rittmeisters v. d. Decken her-vorzuheben, die feindliche Infanterie in seiner Flanke an-zugreifen. — Um so mehr aber ist dieser heroische Entschlußdein Rittmeister hoch anzurechnen, weil derselbe den Impulszu der Waffenthat gab, die den Ruhm der HannoverschenCavallerie bis aus ferne Zeiten verherrlichen wird; ^) derTod des Rittmeisters aber, der sich hier nicht allein als braverOfficier, sondern auch als ein sehr befähigter Cavallerie-Führer zeigte, mußte als ein großer Verlust erscheinen".
In der That hätte der junge, 32jährige Held nochmanche Lorbeeren um sein Haupt flechten mögen, wäre ihmsein Lebensfaden nicht so frühe durchschnitten worden. Aberes war doch ein schöner, weil glorreicher Tod! —
Schließlich sei hier noch erwähnt, daß 15 Mitgliederder Familie v. d. Decken in der Englisch-Deutschen Legiongedient haben; der Bremische Adel lieferte überhaupt dazuein Contingeut von oircm 90 Officieren, viel mehr, als irgendeine andere Hannoversche Provinz.
i) Sr. Majestät der König Hai am 50jährigen JahrSIagc des Gefechts beiGarzia Hernandez den Regimentern Garde du Corps und Garde-Cürasfierceine goldene Medaille an den Standarten verliehen, welche folgende Inschriftführt:
„König Georg V. Seinem Regimentc Garde du Corps zum nieerlöschenden Andenken an den durch Gottes Gnade dessen Waffenam 23. Juli 1812 in der ewig ruhmreichen Affaire von GarziaHernandez verliehenen Sieg bei der 50jähriger Feier dieserSchlacht, den 23. Juli 1862".
Nota A.
Generalfeldzeugmeister Gras Johann Friedrich v. d. Decken. 1769—1840.
(Siehe Seite 52).
Ueber das interessante Leben dieses Mannes habe ich be-dauerlicher Weise nicht so umfängliche und specielle Notizenzu sammeln vermocht, wie es, bei seinen unleugbaren Ver-diensten, zu wünschen gewesen wäre. In seinem Nachlasse
scheinen sich keine darauf bezügliche Materialien vorgefundenzu haben. Es sollen auch kurz vor seinem Tode viele Pa-piere von ihm vernichtet worden sein.
Bereits als lljähriger Knabe verlor er seinen Vater