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so daß ihr Wappen dem Decken'schen ganz gleich sein würde,wenn nicht die Grnben'schen Blätter in die Höhe ständen.Die Familie v. Kcttlcr führt gleichfalls einen — aber, we-nigstens jetzt, rothen — Kesselhaken, der freilich mitunterganz abnorm gebildet erscheint. Man sollte fast glauben,daß — wie auch Mushard andeutet — von dieser ihndie Familie v. Gruben angenommen hätte, indem die Ge-mahlin des ersten hier bekannten v. Gruben, Woldemar's(lebte um 1350), ein Fräulein Armgard v. Kettler ward.(Als dritter Kessclhaken gesellte sich bald dazu: Hermannv. d. Decken, welcher Hedwig, die Tochter des eben gedach-ten Ehepaares heirathete !!).
Noch führe ich an, daß der schon mehr genannte ArchivarHermann v. Post die Notiz bringt: „Gerd Steding, Erb-gesessen zu Bramstede Wapen äs 1587 fand sich in einemKirchenfcnster 11. L. Fr. Kirche (in Bremen) mit demjenigenvon Fulrat von der Decken". Ich denke, dieses wird derBremer Drost in Bedertesa, Bollrad v. d. Decken (V. Linie),gewesen sein. Ans welche Weise und in welcher Veranlassungsein Wappen in ein Bremer Kirchenfenster gekommen ist undob er in einer und welcher, vielleicht verwandtschaftlichenBeziehung zu Gerd Steding gestanden hat, kann ich freilichnicht sagen. —
Was die gräflichen Decken'schen Wappen betrifft,so enthalten die beiden fremdartigen Felder in demjenigender Grafen v. d. Decken zu Ringelheim das angeblicheWappen der alten Grafen v. Ringelheim (welche aber wahr-scheinlich nie cxistirt haben — vergl. Ringelheim bei denGüterbeschreibungcn —), nämlich unten Greif und Löwe,oben wieder Greif.
Der verstorbene General der Cavalleric, Graf Georgv. d. Decken a. Oerichsheil, wählte zu Schildhaltern zweiSoldaten vom 1. Husaren-Regimente der englisch-deutschenLegion, einem Regimentc, in welchem er sich so sehr aus-gezeichnet hat. —
Die III. Linie unserer Familie hat bekanntlich mit dem
t> Nur diese große Wappcn-Aehnlichkeit wird wohl den Herrn v. Lcdeburderanlaßi haben, in seinem Prcuß. Adelslcriron bei dem Artikel über die Fa-milie v. Gruben zu sagen, daß diese mit der Familie v. d. Decken gleichenStammes sei. — Beiläufig bemerke ich, daß der Cornet Otto v. Gruben a. Egger-kamp 1727 in seinem Siegel auf dem Helme Statt des Stammes 3 Blumenoder — scheinbar — Rosenknospen auf 3 hohen Stengeln führte.
Im Kirchenbuche von Nortmoor kommen folgende Mitglieder derselben
Ewo v. H oen,
Jürgen. Eylard
1) Ewo Friedrich, geb. Mart. 1650, vcrm. 3. Nov. 1698, 2) C>st 23. Mai 1708. st 13.
Gem.: Christine Sophia Dor. v. Kettenberg (Kettcnburg?).
^ > —
Eylard Christian, verm. 1717 (!), st 25. Nov. 1723. Noch
Gem. i Anna Maria de Borg.
,
Friedrich Christian, Eylert Elias, Alerande!
geb. 12. April 1718. geb. 10. Sept. 1719. geb. 23. April 17s
Namen der v. Offen auch deren Wappen angenommen unddem Decken'schen beigefügt.
Der Schild im v. Offen'schen Wappen zeigt im silber-nen Felde ein rothes Rad (Spulrad) mit 6, zuweilen auchmit 8 Speichen. Auf dem Helme erscheinen zwei, obenetwas nach auswärts geneigte und vorn über hängendeStraußfedern, die rechte roth, die linke silbern. Dazwischensteht, nach unten gekehrt, ein befiederter himmelblauer Pfeil.Die Decken sind silbern und roth.
In der Urkunde äs 1732, welche die Allerhöchste Ge-nehmigung zu der Vereinigung des Decken'schen und Offen'-schen Namens und Wappens ertheilt, steht: „und kann derv. d. Decken von denen beiden in Abriß übersandten hiebeywieder zurückkommenden Wapen das mit Nr. 1 bezeichnetekünftig führen und gebrauchen". Auf diesem mit Nr. 1bezeichneten, also gewisser Maaßen officiellen Wappen —wovon eine Abbildung diesem Buche beiliegt — erscheinennun in silbernem getheilten Felde rechts der Deckcn'scheKesselhaken und links das Offen'sche Rad; darüber Ein rotherHelm, mit blau verziert; die beiderseitigen Decken, wie obenbeschrieben. Auf dem Helme dagegen präsentiren sich rechtsund links, rssx. roth und silbern, die Offen'schen Pfauen-federn, dazwischen der Decken'sche Stamm mit den beidenBlättern und vor diesem Stamme dep Offen'sche Pfeil.
Später ist hiervon vielfältig abgewichen; man nahmz. B. Statt Eines Helmes zwei, rssp. mit den Attributender beiden verschiedenen Familien.
Das betreffende Wappen im Grote'schen Wappenbuche— mit 4 Feldern — ist ganz falsch.
Noch bemerke ich, daß sich an der 1657 angefertigtenKanzel in der Kirche zu Nortmoor bei Stickhausen in Ost-friesland die Wappen des Major und Commandanten vonStickhausen Eylard v. Hoen (si 1679) und seiner GemahlinChristine Margareta v. d. Decken (II. Linie, ch 1671) finden.
In letzterem Wappen stehen die Zähne des Kesselhakensnach links und die beiden Blätter horizontal.
Das v. Hoen'sche Wappen zeigt im Schilde ein vonunten rechts nach oben links sich neigendes Hülsen-Blatt,umgeben von 11 Kugeln oder etwas Aehnlichem. Den Helmzieren 6 vorübergebogene Pfauenfedern.
Ueber Ursprung und Ende dieser Familie v. Hoen istmir nichts bekannt.^) Es gab eine Familie Hoen, genannt
vor:
scheinbar 1632.
svlä. oben). Gem.: Christine Marg. v. d. Decken.
tharine Elisabeth, geb. 1657, 3) Elisabeth Sophia, geb.
Juni 1716 als vcrwittwete v. Weien 6. April 1659.
(Weyhe?)
»rei in den Jahren 1701—1701 geborene, ganz jung verstorbene Kinder.
: Wilhelm, Anna Sophia Christine,
!1, st 13. Mai s. n. geb. 29. Mai 1723.