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schrciber der Urkunde absichtlich eingeschoben ist, um zu er-läutern, daß „Decken" keinen Namen, sondern eine Würde,die Dekans-Würde, bedeuten solle (obgleich das schon dieFassung „de Decken der Kercken" ergeben hätte).
Der „ckseauus" wird in plattdeutschen Urkunden, wiedie vorliegende eine ist, regelmäßig „de Dcken" geschrieben.Hier ist diesem „Deken" freilich ausnahmsweise noch ein s.hinzugefügt. Auch sind hier, um sie mehr hervorzuheben undauszuzeichnen, die Namen und Würden, im Gegensatze zumübrigen Inhalte, lateinisch geschrieben; daher präsentirt sichnicht nur „Dessen" sondern auch unse „?aps" lateinisch.Daß man sich in dieser Weise in plattdeutschen Urkundenlateinischer Buchstaben bediente, findet man oft (sie sind häufigauch ganz mit lateinischen Buchstaben geschrieben.) Dagegenwürde es höchst auffallend und abnorm sein, wenn in alteplattdeutsche Urkunden ein an sich völlig (wenigstens neu-)lateinisches Wort, wie ckssanus, aufgenommen wäre, wasbesonders hier einen sonderbaren Contrast gegen „uiiseDaps"bilden müßte. Daneben läßt sich nicht absehen, warum,wenn Herr Nicolaus ein Adelicher gewesen wäre, derselbe„ehrlich und bescheiden" genannt würde.
Außerdem meint der Gen.-Feldzeugmeister noch folgendeDecken's entdeckt zu haben: Z
IV. In einer Urkunde cks 1260 (vick. Treuer's Ge-schlechtsgeschichte der v. Münchhausen) kommt unter den Zeu-gen vor: „.lollannss ckollsri". Diese Urkunde ist in
lateinischer Sprache abgefaßt; das ck. in ckslcsu ist klein ge-schrieben. Die hier mit Puncten bezeichnete Stelle ist offen-bar in der Urkunde nicht mehr zu lesen gewesen. Der Gen.-Fcldzeugmeister nimmt nun an, daß hier ein Mitglied derFamilie v. d. Decken vorliege, indem vielleicht an der Stelleder Puncte die Wörter „ckietus cks" gestanden hätten, undweil nicht daran zu denken sei, daß in dieser lateinischen Ur-kunde ckslcsn Dekan bedeuten solle, da selbiger ohne Zweifeldurch „ckeeuurts" ausgedrückt worden sein würde. So richtigletzteres ist, so klar ist es aber auch, daß „ckslcsrr" hier nurdie beiden Endsylben eines Familien-Namens gewesen sind.Denn sonst würde „ckekeir" eben so gut groß geschriebensein, wie die Namen der übrigen in der Urkunde erschei-nenden Zeugen.
V. Der Gen.-Feldzeugmeister sagt: „Der Graf Jo-hann von Stotel habe in einer, im Stader Archive vorhan-denen, Urkunde vom Jahre 1285 die Ehefrau seines Knappen„Drporcks ckiolck Dseks" und deren 6 Töchter mit verschie-
bt Es kommt davon freilich noch nichts in seinem gedruckten Buchevor, wohl aber in seinen handschriftliche» Additamenten dazu. Da diese, wieich weiß, schon vielen Personen bekannt geworden sind, so würde es letzterensehr auffallend sein, wenn ich jene vermeintlichen Entdeckungen — welcheevent, allerdings von großer Wichtigkeit gewesen wären — hier ganz un-berücksichtigt ließe.
dcnen Gegenständen belehnt" und vindicirt nun diesen Deckeals zu unserer Familie v. d. Decken gehörig. Der Gen.-Feldzeugmeister hat aber diese Urkunde gewiß nicht selbsteingesehen (sondern nur eine ganz ungenaue Copie davon).Dieselbe befindet sich allerdings im Erzbischöslichen Archivezu Stade oriAinalitsr. Ich habe sie dort sorgfältig gelesenund abgeschrieben. Jedoch steht darin nicht „Drpsiris ckietiDsslcs" sondern „Drporüs ckieti Wickelte" (ohne e vor ll,Was hier indessen irrelevant). Dieses W-i ist freilich etwasundeutlich geschrieben, aber es steht doch da. Wenn solchesaber auch nicht gewiß wäre, so ist doch jedenfalls gewiß, daßmehre Buchstaben zwischen ckieti und ckslle stehen. Nichtweniger ist ckells klein geschrieben, während alle übrigen inder Urkunde erscheinenden Eigennamen groß geschrieben sind.Alles Beweises genug, daß ckslce — wieder eben so, wiebei dem oben srrlz IV. erörterten Falle — die beiden End-sylben eines Namens sind.!)
Uebrigens existirte nun auch in der That eine adelicheFamilie Namens Wrideke, Wriditcn oder Wrydike in derfrüheren Grafschaft Stotel und Nachbarschaft. In den Ur-kunden, welche sich bei Pratje, Brem. u. Verden, VI. 97 undIV. 20 ff. finden, erscheinen unter den Ministerialen: -Vinci1204 Dsrt'rickus Wickelte, nebst seinen Brüdern Tllsocko-riercs, Natlrias et derllarckus; 1226 Dsrlkkckrts Wickelte(wohl jener Dsrkrickris); 1227 Dtlrslsrus W/ckilts; 1233Dsrkrickus st Nattlrias, IVr^ckisi; 1240 iklattlckaL st Dicke-riens Wickiei; 1245 Drpo, .lcckiamrss, IlsnrieuL, iVIattlckaskratrss ckioti Wz-ckillen; 1247 prick. Ikon. Naj. — Drpo,Dsurieus, ckollannsL, Nattlnas tratres ckicti Wickillsn;1247 Iknl. (Ist. — Drpo, Dsnrisns, ckolnrnnss, Nattlnaskratrss ckieti Wickislcsn; endlich 1306 Drpo Wicksslts,in einer Urkunde, ausgestellt von „ckolmnnss cksi gratiasonass, D. Dowitissa, .lollannss, lllins sornnr, cks Ltotls." ^)
>) Ich habe die fragliche Urkunde — und zwar unter Wrglassung derSylbe tVri —, da sie zugleich wegen der sonst darin erscheinenden Personenund Ocrtcr interessant ist, mit abdrucken lassen, was bisher, meines Wissens,noch nicht geschehen ist. (Stotclsche Urkunden sind überhaupt ziemlich selten.)
2) Ich mache darauf aufmerksam, daß der Vorname der Gemahlin desGrasen Johann hier mit einem H. anfängt, während sie doch nach andernNachrichten svick. auch unten) Albnrgis oder Altburgis geheißen haben soll.
Nach Mushard, Kobbe rr. hinterließ der Graf Johann von Stotel beiseinem 1320 erfolgten Tode (es erscheinen aber noch 1323 ckoliannes ooinescks Ltotlo st Llins snus Rockoltns — Hoyaer Urk.-B. I. Nr. 74 — und1326 ckolrannes ooinss cks Ltotle — Vogt, >Ion, I. 90 -) nur einenminderjährigen Sohn, Rudolph. Es müßte also damals der uns oben begeg-nende Sohn Johannes schon gestorben gewesen sein. Indessen geht aus fol-gendem Anfange einer — vom Archivar v. Post beigebrachten — Original-urkunde cks anno ckonnnr ÄIOOOXXVI )1326) in tssto veatorurnDxdnrtü st Valeriani Nartz-rnrn hervor, daß dieser Johannes zu der Zeitnoch lebte und daß sein Bruder nicht Rudolph, sondern Roland hieß. (Auchkommen hier die in der Urkunde cks 1285 verliehenen Güter in A. — Ahc— und Botersbüttel wieder aus den Wridekc'schen Händen.)
„Ilniversis praesentia visnris vel auckitnrls. Xos AlbnrgisLonritissa In Ltotle, Rolanckns st ckoüannss ülri ejnscksrn, nss non
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