Druckschrift 
Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

1652 II. 1446. Graf Christoph von Oldenburgund die Grasenfehde, v. F. v. Alten, Hamburg 1853.Vergl. auchLübeck unter Jürgen Wnllenwcvcr" von GeorgWaitz, Berlin 1855.)

Obige Ritter dienten damals im Heere des GrafenChristoph von Oldenburg, welcher auf eigene Faust und inGemeinschaft mit Lübeck zu Gunsten seines nahen Verwand-ten, des abgesetzten und gefangenen Königs Christian II.von Dänemark, gegen den Herzog Christian von Holsteinden spätern König Christian III. von Dänemark Kriegbegonnen hatte, der gewöhnlich dieGrasenfehde" genanntwird. Die Schlacht von Asiens fiel zu Christophs Nach-theile ans. In welcher speciellen Heeresabtheilung unsereDeckens sich befanden, wer sie geworben hatte, constirt nicht.Ich finde bemerkt, daß dem Grafen Christoph 1534 dieJunker von Stade" Verstärkungen zuführten; auch hatteder oben gedachte Graf Tecklenburg für ihn Truppen inWcstphalcn gesammelt. Vielleicht waren die Deckens demGrafen auch ohne weitere Veranlassung, nur Krieg und Ehresuchend, zugezogen. Der Name Balthasar erscheint übrigenssonst nicht in unserer Familie.

1546 war Margaret« v. d. Decken vom Nitterhofemit Henrich Fiege verheirathct (viel. Mnshard, p. 232).

156^ Heinrich v. d. Decken. Er ward in diesem Jahre

Rathsherr in Stade, 1581 Bürgermeister daselbst, st 1590.Im Jahre 1567 war er in die Antoni-Brüderschaft aufge-nommen worden. Hinsichtlich seines Todestages divergirendie Nachrichten. In dem Verzeichnisse der Stader Raths-glieder wird als solcher der 18. März, in dem der Antoni-Brüder der 9. Juni genannt. Letztere Angabe ist indeßjedenfalls unrichtig, da seine Ehefrau, Catharine v. Steins-horn, in ihrer Eingabe vom 6. Juni 1590 schon als Wittweerscheint. (Vergl. die Güter Aschhorn.)

Heinrich wurde nebst seinen Brüdern Martin und Jo-hann laut der Urkunde cls Sonnabend nach Visitat. Narias1538 auf Fürbitte ihres Blutsverwandten, des Bürger-meisters Martin v. d. Mehden mit einem Hofe zu Asch-horn belehnt. 1566 und 1585 ward er allein damit belehnt.Im letzteren Jahre wo seine Brüder ohne Zweifel todtWaren sagt er, daß er alt und schwach sei.

Heinrich gehörte nicht zu der Linie des BürgermeistersClaus v. d. Decken, wie schon das sehr abweichende Wappen,dessen er sich bediente, andeutet (vick. den folg. Abschn. V.).

Folgendes genealogisches Bruchstück von Heinrichs Linie,welches ich aus sichern Urkunden und Acten habe zusammenstellen können, verbreitet wenigstens einiges Licht über seinenächsten Familienverhältnisse.

Angustin v. d. Decken, Inhaber des Lchngutes Aschhorn, st vor 1538.Gem.: Wnbbeke, Tochter des Hinrich v. Drochtersen a. Aschhorn und seiner Frau Margaret«.

Tochter. Heinrich v. d. D., Bürgermeister zu Stade,Gem.: Johann v. Wicke, st k 590 kinderlos.

Bürgermeister zu Stade, Gem.: Catharine v. Stemshorn (Schwester des

1582 todt. Stad. Bürgerm. Stettins v. St.), st um 1613.

Heinrich v. Wicke a. Götzdorf.

Gem.: Margaret« v. Plate.

! artin v. d. D.

Johann(Jhoan) v.d.D.(Vielleicht der Johann,welcher 1583 Conventualzu U. L. Fr. in Stade war.)

1583 erscheint Johannes v. d. Decken als Conventualdes Klosters Uns. Lieb. Fr. in Stade (vick. Pratjc, A. u. N.X. 143).

1601 lebte ein Probst Hermann v. d. Decken nebst sei-ner Ehefrau (vick. Urk. e. a. und den folg. Absch. HI.).

1602 erscheint Johann v. d. Decken als Inhaber desGutes Varste (viel. Urk. <z. n. und den Artikel über Johannv. d. Decken, III. Linie).

1663 bekam Albrecht v. d. Decken ein ritterschaftlichesstipsnckium (als allererster. Vick. Pratjc, Br. u. Vcrd. III.365). Vermuthlich ist dieses der in jugendlichem Alter ver-storbene Johann Albrecht v. d. Decken, Sohn des Landrathsgleichen Namens I. Linie und der Wolbrecht v. Düring.

1665, Oct. 30., ward beerdigt Anna Margaret« v. d.Decken. (Krnmmendeicher Kirch.-Buch.)

1668 war Sophie v. d. Decken Chanoinesse in Himmel-pforten. Wohl Tochter des Drost Johann Otto, V. Linie.

1689 kommt im Mittelhäuser Kirchenbuche Jungfer

Sophia v. d. Decken als Gevatterin vor. Sie war wahr-scheinlich eine Tochter des Rittmeisters Bartold Otto a.Mittelhauseu (V. Linie, st 1682).

1699, Sept. 19., ward beerdigt Jungfer CatharinaMette v. d. Decken, 56 Jahr alt. (Krnmmcndeich. Kirchcnb.)

1707, Apr. 16, ward beerdigt Christine Elisabeth v. d.Decken. Sie war seit 31. Mai 1685 die zweite Gemahlindes Johann Melchior v. Plate a. Altenwisch (geb. 1634,beerd. 14. Mai 1697, Sohn des Melchior v. Pl. und derMagdalene Sybille v. d. Decken). Ich habe ihre Herkunftnicht zu ermitteln vermocht.

1722, Juni 4., ward in ihrem adelichen Erbbegräbnissezu Krummendcich beigesetzt Fräulein Anna Margarets v. d.Decken, 82 Jahr alt. (Krumm. K.-B.)

1724 erscheint im Mittelhäuser Kirchenbuche ein Främ-lein v. d. Deckenwelche anjetzo zu Sangerhausen von ihrenRenten lebt" als Gevatterin bei einem Kinde der Frauv. Wahl, der Schwiegertochter des Obristwachtmeisters Voll-