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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
Entstehung
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rad Jobst v. d. Decken (V. Linie). Sie wird eine Tochterdes letzteren gewesen sein.

1734, Nov. 19., ward beerdigt Fränlein Wolberichv. d. Decken. (Krummend. K.-B.)

1756 war August v. d. Deckenkrsksssus st dapitu-luris dordsssusis" (vick. Neues genealogisches Reichs- undStaats-Handbnch cls 1756, puZ. 71). 1766 wird er suruiuusxu-ueksstus sultuarius (Oberforstmeister?) genannt (vick.Krebel's Enrop. genealog. Handbuch cks 1766, puA. 245).

17601767 erscheint Carl Otto Wilhelm v.d. Deckenals Mainzischer Commssair in Fritzlar und Geismar (vick.I. Wolf, Histor. Abhandlung von den geistlichen Commissionenim Erzstiste Mainz, paZ. 72). Er war schon seit 1726dupituluris und seit 24. Januar 1739 dustos in Fritzlar.(Speckmann, Lsriss pruspositor. Ossuuor. sslrolust. ksslss.voll SA. kritslur.)

Es ist dieses wahrscheinlich derselbe, dessen Siegelauf der früheren Bibliothek des Herzogs von Cambridgefolgende Umschrift führt:durolus K. Karo cks Osolcsu,kssuuus kritslurisusis". Das K. soll hier Wohl Kibsrheißen.

Außer obigen Individuen begegnen uns noch mancheandere Namens v. d. Decken, die ich aber, da die Zeit ihresLebens, ja zum Theile ihre Existenz überhaupt, ganz un-gewiß ist, in den Abschn. VII. der 2. Abtheil. verwiesen habe.

k. 8. Erst kürzlich (1860) ist vom Herrn Dr. Ehmckim Bremer Archive ein interessantes handschriftliches Buchaufgefunden worden. Es enthält das Verzeichniß der imStifte Bremen befindlichen Mitglieder einer weit verbreitetenAntonins-Brüderschaft. (Die uuuo 1439 in Stade gestifteteAntoni-Brüderschaft war vielleicht ursprünglich ein Abzweigoder Filial derselben.) Diese Brüderschaft bezielte haupt-sächlich wie Dr. Ehmck meint Sammlungen für denOrden der Hospitalbrüder des St. Antonins, die ihrenHanptsitz zu St. Didier la Motte bei Vienne hatten (souk.Bremer Sonntagsblatt cks 1860, Nr. 25). Es werden da-her auch in jenein Buche die Beiträge der einzelnen Mit-glieder (deren Frauen aber nur mit Vornamen undKinder meistens mit benannt sind) in der Regel angegeben.Dasselbe, welches bis 1523 fortgeführt ist, muß etwa 1450begonnen sein. Denn es werden darin z. B. aufgeführt:

1) sul» rubroBederkesa" Arendt v. Bederkesa. Die-ser starb als wahrscheinlich letzter seines Geschlechtsbald nach 1454.

2) su3 rubroLoxstedt" Carstcn v. Düring. Er starb1466.

3) sul» rubroElmloh" Wilkcn und Diedrich v. d. Lieth.Sie Urkunden 1452.

4) sud rubroOrle (Oerel)" Clans und Christophv. Jssendorf. Urkunden vor 1450. Clans heirathete 1450.

5) sul) rudroFriborg" Basilius und Bertold v. Rei-mershansen. Diese Urkunden 1438.Z

Als zum Geschlechte v. d. Decken gehörend, findet mandarin nun folgende Personen:

I. In Stade (Cosmae Kirchspiel).

1) Johan van der Deckenn. Kath(arine) ux. (überdiese ist ein Kreuz als Sterbezeichengemacht), godel (Goedele)ux. (Johann war also zweimal verheirathet.) Henricus,Angustin, tiiü.

2) Jben (Ivan) van der Deckenn. Margarete ux. etoss. p. (oiuuss xursri resp, xursllus).

Eine neuere Hand (etwa von 1520) hat letztere mitNamen hinzugefügt, nämlich: Johann, Melchior, Jasper,Margarete.

II. In Freiburg. (Es ist hierunter offenbar nicht bloßdas Kirchspiel dieses Namens, sondern das ganze GerichtLandes Kehdingen, Freibnrgschen Theils, verstanden.)

1) Johan von der Deken. Cristina ux. Basilius, Mar-quardus, ölii.

2) (Von späterer Hand) Marquart von der Deken.Anna ux.

3) Claus von der Deken. Salome ux. pusr.

Der uck II. 1) erscheinende Johann ist augenscheinlichderselbe, welchen ich oben beim Jahre 1450 eirou als Vaterdes Basilius aufgeführt habe. Hier lernen wir nun auchmit Bestimmtheit als seinen zweiten Sohn den oben uckuuuuur 1507 von mir angezweifelten Marquard v. d. Deckenkennen, nebst dessen Frau Anna.

Der ack l. 1) als Sohn eines andern Johann v. d. Deckenvorkommende Angustin ist vielleicht derjenige, welchen ich obenuck uuuuiu 1565 als Vater des Bürgermeister Heinrich be-zeichnet habe.

l) Auch der im Buche vorkommende AusdruckOdirkurd" für Oeder-quart deutet auf jene Zeit.

Es ist übrigens bemerkenswerth, wie zahlreich damals manche Adels-familicn vertreten waren und an Einen Ort zusammengedrängt lebten. Sowerden in fraglichem Buche »nd rndroRitterhudc" allein 16 vcrhcirathetcHerren v. d. Hude aufgeführt! in Elmloh 6 verheirathetc v.d. Lieth; in Lune-bcrg und Beverstcdt sogar noch 1t) verheirathetc Bickcr und 5 verheirathetcLuneberg, während diese beiden Einem Stamme angehörigcn Familien bereitsnach etwa 166 Jahren gänzlich erloschen waren.